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Eröffnung
Wenn die Wiege zum Klangwunder wird

Neues Kapitel: In der kommenden Woche eröffnet Sängerin Stefanie Matheus ihren „Klangraum“ in der Beeskower Straße in Eisenhüttenstadt.
Neues Kapitel: In der kommenden Woche eröffnet Sängerin Stefanie Matheus ihren „Klangraum“ in der Beeskower Straße in Eisenhüttenstadt. © Foto: fm fotodesign
Anne Bennewitz / 17.11.2018, 09:00 Uhr
Eisenhüttenstadt/Streichwitz (MOZ) Dass Musik Einfluss auf das Gemüt haben und Gefühle unterstreichen kann, ist kein Geheimnis. Aus diesem Grund ist in Eisenhüttenstadt ein „Klangraum“ eingerichtet worden, wo jeder eine kleine Auszeit vom Alltag nehmen kann.

Zwei Räume hat Stefanie Matheus in der zweiten Etage des Geschäftshauses an der Beeskower Straße 114 in Eisenhüttenstadt angemietet. Dort soll am 24. November ihr „Klangraum“ eröffnet werden. „Es geht darum, Instrumente zu erfahren, insbesondere deren Klang“, erklärt Stefanie Matheus. „Indem man Klänge erzeugt und ihnen lauscht, lässt sich ein tiefer Entspannungszustand erreichen. Man kann innehalten und sich auf sich selbst konzentrieren“, führt sie weiter aus.

Stefanie Matheus aus Streichwitz ist Sängerin und Heilerziehungspflegerin. Bereits seit über zwei Jahren arbeitet sie als Musik- und Klangtherapeutin in den Lebenshilfe Oder-Neiße-Werkstätten, bereichert dort die Angebote im Förder- und Beschäftigungsbereich um erlebnisorientiertes Musizieren.

Bei der Arbeit mit behinderten Menschen ist es aber nicht geblieben. Regelmäßig besucht sie zum Beispiel auch die Senioren im „Haus Seeberge“ der Arbeiterwohlfahrt, um mit ihnen zu musizieren. Inzwischen bringt Stefanie Matheus 14 Gruppen unter einen Hut. Und nun, nachdem sie im vergangenen Jahr die einjährige Ausbildung zur Musik- und Klangtherapeutin abgeschlossen hat, kommt der „Klangraum“ hinzu.

„Nicht Wenige geraten durch ihr Arbeitspensum aus der Balance“, weiß Stefanie Matheus. Mit ihren Angeboten im „Klangraum“ will sie nach eigenen Angaben Körper, Geist und Seele ihrer Klienten wieder miteinander in Einklang bringen – mithilfe von Klang-Massagen, Klang-Reisen, musikalischer Selbsterfahrung, aber auch mit autogenem Training. „Viele Instrumente wirken zweifach, zum einen über die Akustik, zum anderen über Vibrationen“, erklärt sie. Während der Klang von zum Beispiel Oceandrum, Regenmacher, Harfe, Mandoline oder Panflöte bereits eine beruhigende Wirkung habe, würden Klangliege oder Klangschalen auch kleinste Schwingungen erzeugen, die Verspannungen im Körper lösen und die Durchblutung anregen können. Dadurch könne man „runterfahren“, die Selbstwahrnehmung würde gefördert und schließlich die Selbstheilung angeregt.

„Die Musik- und Klangtherapie ist wunderbar zur Gesundheitsprävention geeignet“, sagt Stefanie Matheus. Sie gönnt sich immer wieder selbst kleine Auszeiten vom Alltag mit ihren Instrumenten. Dann zupft und streicht sie Saiten, trommelt auf Bongos, schüttelt Klangnüsse und schöpft so neue Kraft. Auch in den Einzel- und Gruppensitzungen im „Klangraum“ wird es so sein, dass die Klienten nicht nur lauschen können. Die Instrumente dürfen von allen gespielt werden. „Notenkenntnisse oder musikalisches Talent braucht man dafür nicht“, versichert sie und ergänzt: „Schließlich will man dem Leistungsdruck im Klangraum ja entfliehen.“

Auf ein Instrument in ihrem Klangreich ist Stefanie Matheus besonders stolz. Die Körpertambura hat sie in einem Workshop selbst gebaut. „Ich wollte wissen, wie die Tambura funktioniert und wie ihre sanften Klänge entstehen“, begründet sie. Mit Decken und Kissen kann man es sich vor der Tambura gemütlich machen. Streicht man über die Saiten, entstehen liebliche, gitarrenähnliche Töne. Das Besondere an dem Modell von Stefanie Matheus ist, dass die Körpertambura zu einer Säuglingswiege umgebaut werden kann. Während das Baby geborgen darin liegt, kann die Tambura an der Außenseite gespielt werden und sanfte Klänge hüllen das Kind ein.

Denn ja, der „Klangraum“ richte sich an Erwachsene und Kinder, betont Stefanie Matheus. Welche Angebote konkret möglich sind, darüber informiert die Musik- und Klangtherapeutin am 24. November bei einem Tag der offenen Tür von 10 Uhr bis 15 Uhr.

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