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Straßenglätte
Winterdienst im ersten Großeinsatz

Nach dem Wochenend-Einsatz: Aus einem Lkw der Straßenmeisterei wird am Montag das Feuchtsalz abgekippt.
Nach dem Wochenend-Einsatz: Aus einem Lkw der Straßenmeisterei wird am Montag das Feuchtsalz abgekippt. © Foto: Gerrit Freitag
Frank Groneberg / 04.12.2018, 09:00 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Der Winterdienst ist auf den kommenden Winter gut vorbereitet. Tausalz und Sand sind in ausreichenden Mengen eingelagert. Am Wochenende mussten die Mitarbeiter zum ersten Mal in diesem Herbst großflächig Straßenglätte bekämpfen.

Als sich am frühen Sonnabendmorgen die Straßen in der Region plötzlich in spiegelglatte Eisbahnen verwandelten, war der Winterdienst vorbereitet. Denn wirklich überraschend kam der Frost nicht, der nach 3 Uhr das Regenwasser auf den Straßen zu Eis gefrieren ließ. Und so waren die Mitarbeiter des Winterdienstes nicht nur vorbereitet, sie hatten auch vorgesorgt. Schon am Freitagabend waren beispielsweise die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Eisenhüttenstadt unterwegs und streuten auf Bundes- und Landesstraßen Tausalz. Welches letztlich dafür sorgte, dass das Eis sich wesentlich später bildete und die Fahrbahnen auch nicht komplett überfroren.

„Unsere Frühschicht war am Sonnabend ab 3.30 Uhr unterwegs“, sagt Marcel Schulz, stellvertretender Leiter der Straßenmeisterei. „Und dass die Spätschicht am Freitagabend vorgestreut hatte, war gut – stellenweise war es nämlich spiegelglatt auf den Straßen.“ Mit vier Streufahrzeugen sei die Frühschicht am Sonnabend gefahren, zusätzlich hätten noch zwei Fahrzeuge eines Vertragspartners angefordert werden können.

Der Einsatz am Freitag und Sonnabend war aber nicht der erste in diesem Herbst. „Wir sind vergangene Woche mehrmals ausgerückt zu Kontrollfahrten und haben dann bei Bedarf auch gleich gestreut“, erklärt Marcel Schulz. Einsatzbereiche seien vor allem Brücken und bekannte Gefahrenstellen gewesen.

Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Eisenhüttenstadt sorgen auf Bundes- und Landesstraßen nicht nur außerhalb der Ortschaften, sondern auch in den Ämtern Brieskow-Finkenheerd, Neuzelle und Schlaubetal sowie auf einigen Straßen in Frankfurt für sichere Fahrbahnen. Gearbeitet wird mit einem Feuchtsalzgemisch namens FS 30. Der Name erklärt sich aus dem Mischungsverhältnis: 70 Prozent Salz, 30 Prozent Sole. „Das hat auftauende Wirkung“, begründet Marcel Schulz und versichert, dass das Feuchtsalz „so sparsam wie möglich“ eingesetzt werde. Sand wird nicht verwendet. Für den Winter hat die Straßenmeisterei 800 Tonnen Natriumchlorid – also Salz – eingelagert. Außerdem Sole in zwei riesigen Tanks.

Die Stadtwirtschaft Eisenhüttenstadt GmbH hat sogar mit 1000 Tonnen Salz vorgesorgt. Und mit 1000 Tonnen Sand, wie Nico Schulz-Peylo, im Unternehmen für den Winterdienst verantwortlich, erläutert. Warum? „Damit stumpfen wir die Gehwege ab.“ Für die Fahrbahnen in der Stadt werde ebenfalls das Feuchtsalzgemisch FS 30 genutzt.

Auch die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft waren am Sonnabend im Großeinsatz, um die Eisglätte zu bekämpfen. „Gegen 4.30 Uhr hat uns der Wachschutz, der in der gesamten Stadt unterwegs ist, informiert, dass es jetzt richtig glatt ist. Ab 5 Uhr waren alle Kräfte draußen.“ Alle Kräfte – das heißt im Falle der Stadtwirtschaft GmbH, alle Mitarbeiter der Bereitschaft mit vier Lkw, sechs Multicars und drei kleineren Räumfahrzeugen.

Für die kommende Nacht ist wieder Frost mit Glättegefahr angesagt. Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei und der Stadtwirtschaft sind darauf vorbereitet.

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