Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

First Lego League
Junge Tüftler in ihrem Element

MOZ / 07.12.2018, 23:30 Uhr - Aktualisiert 08.12.2018, 09:16
Eisenhüttenstadt. (Patrizia Czajor) Wissenschaft und Technik muss keinesfalls dröge sein. Im QCW näherten sich die Teilnehmer der First Lego League dieser Materie spielerisch. Schüler bauten Raketen aus Nudeln sowie Marshmallows und programmierten autonome Lego-Roboter. Alles unter dem Motto Weltraum.

Ihr Legoturm funktioniert wie ein Verteilersystem. Oben in die Rakete werfen die Viertklässler der Grund- und Oberschule Müllrose kleine Farbsteinchen hinein, den Rest machen der eingebaute Zentralcomputer, drei Motoren und Sensoren. Der Turm dreht sich und wirft die Steinchen farblich sortiert in die einzelnen Häuser des sogenannten Monddorfs. „Über einen Sensor erkennt er die Farbe der Ladung“, erläutert Charly Petrich. Doch als der Neunjährige den Ablauf des motorischen Modells vorführen will, bleibt das Steinchen in der Rampe stecken. 

This browser does not support the video element.

Video

Junge Tüftler in ihrem Element

Videothek öffnen

Helfen kann Angela Verhoeven, die erkennt, dass sich das Kabel des Farbsensors gelockert hat. Für die Betreuerin mehrerer Robotik-AGs an der Grundschule- und Oberschule ist die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen sehr spannend. „Mit diesen Dingen kann man sich sonst nicht beschäftigen“, sagt Verhoeven, die eigentlich als Vermessungsingenieurin arbeitet. Bei den Wettkämpfen im QualifizierungsCentrum der Wirtschaft (QCW) tritt sie mit insgesamt drei Mannschaften gegen Teams aus acht weiteren Schulen und Institutionen aus Brandenburg an. Sie müssen sich bei dem Regionalwettbewerb der First Lego League in insgesamt vier Disziplinen beweisen, die in diesem Jahr unter dem Motto Weltraum stehen. Die Gewinnermannschaft  des Roboterwettkampfs wird im Januar zum Semifinale nach Eberswalde eingeladen.

Wichtig ist den Organisatoren und Partnern, zu denen die IHK Ostbrandenburg zählt, in erster Linie die spielerische Auseinandersetzung mit Informatik und Robotik. „Die Kinder sollen keine Angst vor dem Programmieren haben“, legte Ralf Hillburger dar. Aus Sicht des QCW-Geschäftsführers ist gerade dieses Knowhow für die Region von Bedeutung. „Das brauchen die Firmen von heute und morgen.“

Während des Wettbewerbs ist nicht nur Fachwissen gefragt, auch die Teamarbeit der Schüler wird getestet. Darin dürfte gerade sein Team viele Punkte geholt haben, glaubt Valentin Vierus von der Grund- und Oberschule Müllrose. Auch wenn ihre Rakete aus Marshmallows und Nudeln nicht – so die Aufgabe – ganze 15 Sekunden stehen geblieben ist. „Aber wir sind trotzdem zuversichtlich.“

Das Team GesoBots der Gesamtschule 3 in Eisenhüttenstadt möchte bei dem Wettbewerb erst einmal Erfahrungen sammeln. Denn lange war die AG, die von den Zwölftklässlern Anna-Lena Maschinski, Jonas Schulz und Timo Kunert geleitet wird und erst in diesem Jahr gegründet worden ist, auf der Suche nach Sponsoren. Mit der Programmierung der Roboter hätten die rund 13 Mitglieder aus den Klassen sieben bis zehn somit erst vor zwei Monaten begonnen. Doch umso weniger Druck verspüren die Tüftler. „Erst einmal wollen wir sehen, was überhaupt möglich ist“, meinte Anna-Lena Maschinski. Für die Schülerin und ihre Teamkollegen ist die erste Teilnahme an der First Lego League vor allem ein Erlebnis. 

Regionalwettbewerb zur FIRST LEGO League "Into Orbit" im TrainingsCentrum des QCW in Eisenhüttenstadt.
Bilderstrecke

Roboterwettbewerb im QCW - FIRST LEGO League

Bilderstrecke öffnen

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG