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Seit Fusion die Unaufsteigbaren

Darf als Meister nicht aufsteigen: die Dritte des FCE um Trainer Ronny Eichner (hinten rechts) bei einem Hallenturnier
Darf als Meister nicht aufsteigen: die Dritte des FCE um Trainer Ronny Eichner (hinten rechts) bei einem Hallenturnier © Foto: Bernd Pflughöft
Hagen Bernard / 18.01.2019, 02:00 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Noch bis zum 12. Februar läuft die Umfrage nach den populärsten Sportlern des Jahres 2018 im Kreis Oder-Spree. Drei Tage später werden die Sieger im Atrium des Landratsamtes in Beeskow geehrt. Bis dahin stellen wir in loser Folge alle 36 Kandidaten vor. Heute: die Fußballer des Kreisliga-Meisters FC Eisenhüttenstadt III.

Zahlreiche Spieler der dritten Mannschaft des FC Eisenhüttenstadt sind zweimal Meister in der Fußball-Kreisliga gewesen: einmal als 1. FC Fürstenberg im aufgelösten Fußballkreis Oder-Neiße und dann in der vergangenen Saison in der Kreisliga Süd des Fußballkreises Ostbrandenburg nach einem zweiten Rang zuvor. Doch an einen Aufstieg ist nicht zu denken, denn der 1. FC Fürstenberg fusionierte mit der SG Aufbau Eisenhüttenstadt und dem EFC Stahl zum FC Eisenhüttenstadt. Und da die überwiegend aus Spielern der damaligen SG Aufbau gebildete Zweite bereits in der Kreisoberliga spielt, ist eine Verbesserung der Dritten blockiert. Zwar gelang einigen Fürstenbergern wie Martin Stemmler und Nico Anders der Sprung in die zweite und sogar vier Klassen höher in die erste Mannschaft des FCE, doch das Gros ist in der Kreisliga zusammengeblieben.

„Die Einteilung der Spieler in die erste, zweite und dritte Mannschaft ist in etwa leistungsgerecht. Doch für die Jungs ist es schwer nach zu vollziehen, dass sie als Staffelsieger nicht aufsteigen können“, erklärt Ronny Eichner, der die Mannschaft in der Saison 2016/17 als Co-Trainer betreute und zuletzt in verantwortlicher Position. Neben dem Titel – wofür es vom Staffelleiter einen Pokal und für die einzelnen Spieler Medaillen gab – holte sie auch den Fairplay-Pokal. Und das, obwohl es laut Eichner eine Stärke der Dritten ist, in der Schlussphase mit kämpferischen Mitteln noch Spiele umdrehen zu können.

„Die Kreisoberliga wäre schon ein sportlicher Anreiz. Doch ist wahrscheinlich die Herausforderung zu groß, der Leistungssprung beträchtlich. Außerdem sind einige Spieler in die Jahre gekommen“, erklärt der Trainer, der selbst jahrelang in der Mannschaft spielte. „Da wir vor der Saison einige Abgänge hatten, ist das schwer zu kompensieren. Dennoch sind wir in dieser Liga die Gejagten und daher immer der Favorit. Unter die ersten Drei wollen wir kommen, das ist unser Anspruch“, gibt der 40-jährige Übungsleiter vor.

Mit einem Punkt Rückstand auf den Dritten, Lok Frankfurt, hat der FC Eisenhüttenstadt III die Hinrunde beendet. „Die Mannschaft hat es mir nicht schwer gemacht, den Posten als Trainer zu übernehmen. Ich weiß, was die Spieler können“, sagt Eichner. „Es hat sich ja auch nicht viel geändert, seitdem wir als 1. FC Fürstenberg Kreismeister geworden sind. Die Spieler sind auch noch in einer dritten Mannschaft heiß, sonst hätten wir auch nicht diese Erfolge.“

Natürlich muss sich die Dritte im Interesse des Vereins unterordnen. So stellt sie regelmäßig Spieler für die zweite Mannschaft ab. Andererseits bereitet sie dem A-Jugend-Alter gerade entwachsene Spieler auf den Männerbereich vor. Beim FC Eisenhüttenstadt III, dessen Leistungsträger Kapitän Christian Schneider sowie Kevin Gretschel, Marcus Paschke, Daniel Krüger und Marcel Prüfert sind, zählt für eine gute Saison eben nicht nur die Platzierung.

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Regionalsport Martin Stemmler Posten Christian Schneider Fußball

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