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Volkssolidarität
Neues Angebot für psychisch Kranke

Neues Angebot: In der Lindenallee 39 befindet sich im Erdgeschoss die Tagesstätte für psychisch Kranke.
Neues Angebot: In der Lindenallee 39 befindet sich im Erdgeschoss die Tagesstätte für psychisch Kranke. © Foto: Stefan Lötsch
Stefan Lötsch / 11.02.2019, 16:43 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die Volkssolidarität hat ihre Angebot für psychisch Kranke in Eisenhüttenstadt ausgeweitet. Anfang Januar wurde in der Lindenallee eine Tagesstätte für psychisch Kranke eröffnet, in Räumen, die die städtische Gebäudewirtschaft zuvor saniert hat. Mit diesem Angebot will die Volkssolidarität eine Lücke schließen, die sich in der Betreuung und Versorgung aufgetan hat, erklärt Petra Schneider, Geschäftsführerin des Verbandsgebietes Oderland mit Sitz in Eisenhüttenstadt.

Die Tagesstätte verfügt über 16 Plätze und ist von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Sie wendet sich an Personen, die schon in einer eigenen Wohnung leben, nur noch wenig oder gar keine Betreuung erfahren. In der Tagesstätte erleben sie nicht nur Abwechslung, sind unter Leuten, sondern auch wird der Tagesablauf ganz anders strukturiert. Wo sonst die Gefahr besteht, dass die psychisch Kranken ihre eigenen vier Wände gar nicht verlassen oder sich zurückziehen, ist das in der Tagesstätte anders. So unterbreiten die vier Mitarbeiter verschiedene Angebote. Ein wichtiger Bestandteil ist zum Beispiel das gemeinsame Kochen zum Mittagessen, für das auch gemeinsam eingekauft wird. Darüber hinaus bieten mehrere Räume, in denen es zum Beispiel auch Sportgeräte gibt, Möglichkeit für unterschiedlichste Aktivitäten. Der Landkreis Oder-Spree unterstützt das Projekt, erklärt Petra Schneider, übernimmt auch die Kosten, wenn das erforderlich ist. Interessenten können sich direkt in der Tagesstätte melden, die sich in der Lindenallee 39 befindet.

Dort findet sich inzwischen auch die Räume der Kontakt- und Beratungsstelle, ein offener Treffpunkt für chronisch psychisch und seelisch beeinträchtigte Menschen, deren Angehörige und Freunde. Petra Schneider sieht das als eine gute Verbindung, weil vielleicht der ein oder andere, der die Beratungsstelle aufsucht, sich vielleicht auch für die Tagesstätte interessiert.

Zu den psychosozialen Diensten „Lebensbrücke“ der Volkssolidarität gehört auch das Wohnheim  in der Karl-Liebknecht-Straße, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Es handelt sich um eine vollstationäre Einrichtung, die 18 psychisch kranken Menschen ein zu Hause bietet. Die Bewohner werden dort rund um die Uhr betreut und erhalten Hilfe zur Integration in die Gemeinschaft und zur Teilnahme an allen Bereichen des sozialen Lebens. Als nächsten Schritt in die Selbständigkeit gibt es zehn Wohngemeinschaftsplätze. Stundenweise werden von Mitarbeitern30 bis 35 Menschen in ihren Wohnungen betreut.

Weitere Informationen und Anmeldungen zur Tagesstätte gibt es unter Tel.:03364 72145

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