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Investitionen
Haus- und Kitabau sind größte Brocken

Symbolbild Geld
Symbolbild Geld © Foto: Jens Wolf
Joachim Eggers / 11.02.2019, 19:10 Uhr
Gosen-Neu Zittau (MOZ) Der laufende Neubau des Mehrfamilienhauses in der Berliner Straße und der einer Kita in Gosen sind die großen Schwerpunkte der Investitionen, die die Gemeinde für dieses Jahr anpackt. Für das Mietshaus werden noch einmal 950 000 Euro vorgesehen, für die Kita, deren Bau in der zweiten Jahreshälfte starten soll, 820 000 Euro.

In der Liste der Vorhaben werden auch einige größere Projekte stehen, deren Realisierung in diesem Jahr als unwahrscheinlich gilt. Das betrifft die schon beschlossene und dringend erforderliche Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Neu Zittauer Feuerwehr, das mit 400 000 Euro veranschlagt ist. Der Grund dafür, dass das Geld voraussichtlich nicht mehr ausgegeben wird, ist die Bestellfrist. In der Gemeindevertretersitzung kam es dabei zu einem längeren Streit zwischen Günter Sierakowski von der Fraktion bürgernah auf der einen und Bürgermeister Thomas Schwedowski und Amtsdirektor Joachim Schröder auf der anderen Seite. Sierakowski bestand darauf, dass die genaue Bezeichnung des Fahrzeugs in den Haushaltsplan aufgenommen werden müsse. Schröder und Schwedowski hielten dagegen, dass die Details ohnehin noch offen seien. Schröder sagte zu Sierakowski: „Treiben Sie es nicht auf die Spitze, sonst nehme ich es in den Amtsausschuss.“ Die Sache endete mit einer Abstimmung, bei der Sierakowski klar unterlag.

Die Feuerwehren in beiden Ortsteilen werden aber auch in diesem Jahr bedacht. In Neu Zittau wird das Dach des Depots saniert; dort ist der Versammlungsraum wegen Uringestanks nicht zu benutzen, vermutlich durch einen Marder oder einen Waschbär. Um das abzustellen, wird der einst im Eigenausbau hergestellte Dachstuhl komplett verschalt; das ist mit 100 000 Euro veranschlagt. In Gosen bekommt die Wehr einen Lageranbau hinter ihrem Gerätehaus (145 000 Euro). 5000 Euro werden für Tempo-Anzeiger vorgesehen, dabei ist offen, ob es stationäre oder mobile werden sollen.

Bei zwei Vorhaben reicht das Geld nicht, um sie zu realisieren. Die Gestaltung des Hofs in der Kita Rappelkiste war mit 25 000 Euro veranschlagt. Vier Monate nach einer Anfrage hat ein Planer laut Aussage von Schwedowski mitgeteilt, dass allein die Planung 52 000 Euro kosten würde, die Umsetzung 209 000 Euro. Beim Flutlicht für den Sportplatz steht ein Ansatz von 20 000 Euro erforderlichen Mitteln in vierfacher Höhe gegenüber.

Insgesamt summiert sich die Liste auf 2,7 Millionen Euro. Schröder wies darauf hin, dass die Pflichtaufgaben wie Kita- und Schulbetrieb sowie das Personal noch nicht berücksichtigt sind. Ob alle Wünsche verwirklicht werden können, ist auch nach Aussage von Schwedowski noch offen.(je)

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