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Handball
HSG-Frauen überraschen erneut

Torewerferin vom Dienst: Die 21-jährige Müllroser Rückraumspielerin Nora Reinhardt (Szene aus dem Heimspiel gegen Guben in der vergangenen Saison) war erneut die torgefährlichste Schlaubetalerin. Sie erzielte elf Tore, davon fünf Siebenmeter.
Torewerferin vom Dienst: Die 21-jährige Müllroser Rückraumspielerin Nora Reinhardt (Szene aus dem Heimspiel gegen Guben in der vergangenen Saison) war erneut die torgefährlichste Schlaubetalerin. Sie erzielte elf Tore, davon fünf Siebenmeter. © Foto: MICHAEL BENK
Wilfried Hohmann / 06.03.2019, 02:15 Uhr
Müllrose Nach dem Derby-Erfolg der HSG Schlaubetal-Odervorland bei Rot-Weiß Friedland haben die Handballerinnen in der Verbandsliga Süd ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Sie spielten beim Tabellenführer Chemie Guben 24:24 (14:12). Die Gäste sind Siebter.

Für die Schlaubetalerinnen kam es an diesem Spieltag knüppeldick. Zum Einen musste sie beim in heimischer Halle ungeschlagenen Tabellenführer Chemie Guben antreten und zum Anderen fehlten mit Caroline Hallert, Carolin Eisermann, Lysianne Kersten und Sarah Regen gleich vier Stammspielerin aus der zuletzt siegreichen Mannschaft.

Um überhaupt antreten zu können, stellten sich Caroline Vogel und Victoria Lampe zur Verfügung. Dennoch konnte man nur mit einer Wechselspielerin antreten, so dass auch in Anbetracht der deutlichen 22:29-Hinrunden Niederlage eher eine deutliche Klatsche zu befürchten war. Dazu verzögerte sich auch noch der Spielbeginn, da die Technik in der Halle streikte, so dass der ab dieser Saison verbindlich vorgegebene elektronische Spielbericht nicht erstellt werden konnte.

Doch es sollte alles völlig anders kommen. Auch wenn man unterstellt, dass die Gastgeberinnen das Team aus Müllrose unterschätzt haben, entwickelte sich eine von Beginn an hart umkämpfte und völlig ausgeglichene Partie, bei der die HSG-Frauen als Mannschaft agierten und in allen Belangen an ihre spielerischen und körperlichen Grenzen gingen.

Das Spiel begann bereits in der Anfangsphase ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Chemiker. Denn nach der 1:0-Führung erzielten die Schlaubetalerinnen zwei Treffer zur 2:1-Führung. Dem versuchten die Gastgeberinnen von Beginn an mit einer harten Gangart zu begegnen.

Doch davon ließ sich die Mannschaft des Trainergespanns UteWagner/Matthias Gliese nicht beeindrucken und hielt auch körperlich dagegen. So behaupteten sie dann auch ihre Führung bis zum 4:3. Nach dem 4:4-Ausgleich konnten die Chemikerinnen erst mit 5:4 beziehungsweise 6:5 in Führung gehen.

Doch auch dies führte bei ihnen nicht zur gewünschten spielerischen Sicherheit. Ganz im Gegenteil eroberten sich die Müllroserinnen die Führung wieder zurück und bauten diese Mitte der ersten Halbzeit sogar auf 9:7 aus. In dieser Phase gelangen den Gastgeberinnen dann drei Treffer in Folge zur 10:9-Führung.

Aber auch davon ließen sich die HSG-Frauen nicht beeindrucken, sondern konterten mit drei Treffern zur eigenen 12:10-Führung. Diese behaupteten sie bis zum 14:12-Halbzeitstand. Wie blank die Nerven bei der Heimmannschaft ob dieses Rückstands lagen, verdeutlicht auch die glatt Rote Karte gegen Isabell Eichler in der 28. Minute.

In der Halbzeitpause hatte das Trainergespann dann auch mehr mit den Blessuren der Spielerinnen denn mit taktischen Anweisungen zu tun. Diese waren auch nicht nötig, denn die Mannschaft war sich bewusst, dass man hier für eine Überraschung sorgen kann, wenn man weiter so spielt wie in der ersten Halbzeit.

Und genau das tat die Mannschaft dann auch in der zweiten Hälfte. Zwar musste man nach ein paar Minuten den 17:17-Ausgleich und dann die erstmalige 18:17-Führung des Tabellenführers hinnehmen, aber das Spiel blieb weiterhin völlig offen. Mal lagen die Gastgeberinnen mit einem Tor vorn, dann wieder die Müllroserinnen beim 20:19 und beim 22:21.

Aber mehr als eine Ein-Tore-Führung konnte sich keine der Mannschaften herausspielen. Hauptverantwortlich dafür waren bei den Gastgeberinnen Katja Strätz sowie bei den Gästen Nora Reinhardt, die jeweils elf Treffer erzielten, wobei beide sich auch vom Siebenmeterpunkt als treffsicher erwiesen. So stand es auch kurz vor dem Ende nur 24:23 für die Gastgeberinnen, ehe den Schlaubetalerinnen der viel umjubelte Ausgleich zum 24:24-Endstand gelang.

Bei aller Freude über den ersten Punktverlust des Tabellenführers in eigener Halle hatte dieses Spiel auch einen bösen Beigeschmack. Denn mit Anne Palwitz, Jenny Hale, Anika Weber, Jasmin Henkelmann und Marianne Schulz hatten die Schlaubetalerinnen gleich fünf Verletzte zu beklagen und auch bei den Gastgeberinnen hatte es drei Verletzungen gegeben. Dazu gab es auf Seiten der Gastgeberinnen zwei glatt Rote Karten und sechs verursachte Siebenmeter.

Speziell die Schlaubetaler hoffen, dass die Verletzungen schnell auskuriert werden können, denn am 16. März ist kein Geringerer als der Tabellenvierte TSG Lübbenau 63 der nächste Gegner in der Müllroser Schlaubetal-Halle.

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