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Leichtathletik
Vereine wollen wiederkommen

Roland Hanke / 28.05.2019, 06:30 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Beste Bedingungen bei Wolken, Sonne, angenehmen Temperaturen und etwas Wind, viele persönliche Bestleistungen und meistens großer Spaß bei allen Beteiligten – der 2. Leichtathletik-Pokal der SG Gaselan Fürstenwalde im Rudolf-Harbig-Stadion ist erfolgreich über die Bühne gegangen.

Mit mehr als 130 Teilnehmern aus 13 Vereinen der ganzen Region in den Altersklasse von U 8 bis U 14 waren diesmal auch mehr gekommen als bei der Premiere im vergangenen Jahr.

Kein Wunder, dass die Organisatoren um Jennifer Schostag mit dem diesjährigen Gaselan-Pokal zufrieden waren. "Wir freuen uns, dass alles gut geklappt hat und wir auch mehr Kinder am Start hatten als im vorigen Jahr", sagt die 23-Jährige, die bei der SG Gaselan die Altersklassen U 8 bis 10 trainiert. "Alle Teilnehmer haben hervorragend gekämpft und ihr Bestes gegeben. Besonders stolz sind wir als gastgebender Verein, dass wir diesmal selbst den Pokal gewonnen haben, nachdem der SC Frankfurt im Vorjahr triumphiert hatte."

Mehrere Mehrfachsieger

Die SG Gaselan gewann die Trophäe, die nach einem Punktsystem mit den jeweiligen Ergebnissen der Teilnehmer der Vereine vergeben wird, mit 150 Zählern vor dem KSC Strausberg (130) und der BSG Stahl Eisenhüttenstadt (120). Die Frankfurter wurden diesmal Vierte (114).

Besonders freute sich Jennifer Schostag, die Lehramtsstudentin an der Humboldt-Universität in Berlin ist, über Nele Kleinschmidt, die in der Altersklasse W.8 zweimal Gold und einmal Bronze holte sowie einige Pokal-Rekorde aus dem Vorjahr verbesserte. Aber auch Kevin Krey (M 12) mit vier Siegen, Noelle Lehmann (W 12), die im 75-m-Sprint mit 10,97 erstmals unter 11 Sekunden blieb, und ihre jüngere Schwester Marieke, die Siegerin bei den Kleinsten im Mehrkampf (30 m, Ball, Weit, 400 m) in der W 7 wurde, haben sich das Lob ihrer Trainerin verdient.

Das gehört auch Anny Sosnowsky, die den Weitsprung und Ballwurf der W 9 gewann. Im 50-m-Sprint wurde sie Erste in 8,256 Sekunden mit nur zwei Tausendstelsekunden Vorsprung vor Maria Haake vom SC Frankfurt. Die beim Gaselan-Pokal erstmals eingesetzte elektronische Zeitmessung fand den winzigen Unterschied heraus. Nur bei den abschließenden 4x 200-m-Mixed-Staffeln wurde noch per Hand gestoppt.

Über Letztere freute sich auch Oliver Bahro, Trainer der U 10 bei der BSG Stahl Eisenhüttenstadt. Der Verein nahm erstmals am Gaselan-Pokal teil – mit 17 Mädchen und Jungen. "Wir sind in der Staffel, die für uns völlig neu war, Zweiter in der U 10 und Dritter in der U 12 geworden", sagt der Neuzeller, der zum Abschluss noch von allen anwesenden Sportlern ein Ständchen zu seinem 38. Geburtstag am Sonnabend gesungen bekam. "Die Sportanlage im Harbig-Stadion ist sehr schön, der Wettkampf war sehr gut organisiert. Und unsere Sportler haben in fast jeder Disziplin Medaillen und viele persönliche Bestleistungen geholt."

Sehr zufrieden mit dem Wettkampf ihrer Schützlinge war auch Doreen Wojahn, die die U 10 beim SC Frankfurt trainiert und allein in dieser Altersklasse mit 13 Sportlern dabei war. "Die Kinder haben sich alle viel Mühe gegeben und persönliche Bestleistungen aufgestellt", lobte die Trainerin. "Und die Organisation des Wettkampfes und die Bedingungen waren perfekt."

Olympia-Geher als Kampfrichter

Medaillen und neue Bestleistungen gab es auch für die Teilnehmer aus dem Verein Leichtathletik in Beeskow. "Florian Pikos war unser erfolgreichster Athlet. Im 50-Meter-Sprint siegte er mit der Freiluftbestleistung von 7,71 Sekunden in der M 10, im Weitsprung mit 4,11 m, wobei erstmals über vier Meter sprang, sowie im Schlagball mit 41,50 Metern", sagte Nationalmannschafts-Geher Hagen Pohle, der die Beeskower betreute und zudem als Kampfrichter beim Wettkampf in Fürstenwalde im Einsatz war. Zweimal Bronze gab es in der gleichen Altersklasse für Hannes Jänicke (50 m und Weitsprung).

Der Beeskower, der bereits Teilnehmer bei Welt- und Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen war, lobte ebenfalls die Organisatoren von der SG Gaselan und die Bedingungen im Harbig-Stadion. "Die Anlage hat durchaus Potenzial, hier vielleicht auch mal Landesmeisterschaften auszutragen", erklärte der 27-Jährige, für den der nächste internationale Geher-Wettkampf am 8. Juni im spanischen La Coruna bei der IAAF Race Walking Challenge ansteht. Zuvor geht es aber noch am Sonntag zum heimischen Altstadtlauf in Beeskow.

Da werden sicher auch einige Athleten von der Abteilung Leichtathletik der SG Gaselan am Start sein, die bei ihrem Pokal-Wettbewerb "ein positives Feedback von den anderen Verein bekommen hat. Sie wollen im nächsten Jahr wiederkommen", sagte Jennifer Schostag. "Wir wollen den Gaselan-Pokal zur Tradition werden lassen und noch mehr größere Verein bei uns am Start haben", erklärte die Organisationsleiterin, die unter anderem von Christian Brandt, Sandro Knoblich und dem neuen Vereinsvorsitzenden Erik Neumann unterstützt wurde. Die Briesenerin war bis zu ihrem 18. Lebensjahr selbst aktive Leichtathletin unter Trainer Joachim Weihrich.

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