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Turnen
Salto vorwärts mit halber Schraube

Höchstschwierigkeit toll gemeistert: Mila Heenemann zeigt einen Spagatsprung am Balken.
Höchstschwierigkeit toll gemeistert: Mila Heenemann zeigt einen Spagatsprung am Balken. © Foto: Daniel Wöhe
Gertraude Trautmann / 05.06.2019, 20:27 Uhr
Falkensee Wer turnt am besten in den Leistungsklassen 3 und 4 im Kinderbereich des Landes Brandenburg? Können wir ganz vorn mitmischen? Diese Frage stellten sich die sechs Teilnehmer des SV Motor Eberswalde an den diesjährigen Landesmeisterschaften in Falkensee. Der Ausrichter, Turnbezirk Prignitz in Teamwork mit dem TSV Falkensee, wurde seinem Ruf als guter Gastgeber gerecht und punktete mit toller Organisation und lobenswertem Zeitmanagement. Die zahlreichen Zuschauer in der Stadthalle von Falkensee sparten jedenfalls nicht mit Beifall. In der Leistungsklasse (LK) 4 bis elf Jahre traten 24 Mädchen an und Elina Carnarius schaffte es auf den vierten Platz, ihre Mitstreiterin Lilly-Charleen Wagner auf Platz zehn. Beide hatten ihre Bestwertungen am Boden mit 12,4 und 12,8 Punkten. Bei den Älteren (LK 4 bis 13 Jahre) turnte sich Anna Müller auf den sechsten Rang und ließ 13 Konkurrentinnen hinter sich.

Lampenfieber macht sich breit

Großes Lampenfieber hatte sich bei Mila Heenemann und Chiara Grohe, den beiden Starterinnen in der LK 3 bis 13 Jahre, schon beim Einturnen breit gemacht.  Doch ihre Angst erwies sich als unbegründet, beide zeigten sehr gute Leistungen und beendeten ihre Übungen ohne unfreiwilligen Sturz. Am Paradegerät der Waldstädterinnen, dem Boden, glänzte Chiara mit einer 13,55- Punkte-Wertung und Mila, die einen Salto vorwärts mit halber Schraube in ihre Kür eingebaut hatte, kam sogar auf 13,60 Zähler. Auch am Stufenbarren hatte sie mit der Abwurfkippe ein neues Element im Repertoire, was ihr eine 12,4 bescherte. Am Sprung setzte sie sich dann mit 12,15 Punkten endgültig von ihrer Vereinskameradin ab und holte sich den Vizemeistertitel. Aber Chiara haderte nicht mit sich, denn sie hatte sich eine Bronzemedaille erturnt und die beiden gingen strahlend und stolz aus diesem Wettkampf, denn gegen die Siegerin Rosalie Bittner von der BSG Stahl Eisenhüttenstadt war definitiv kein Kraut gewachsen.

Der einzige männliche Eberswalder Turner am Start in der LK 4 bis elf Jahre, Felix Wöhe, wurde das Verletzungspech zum Verhängnis. Nach einem guten Einstieg an Reck und Boden, leichten Schwächen an Pauschenpferd und Barren, verletzte er sich bereits beim Einturnen am Sprung, sodass er den Wettkampf abbrechen musste.  Schade für ihn, denn er hätte bei seinem Leistungsniveau mit einem Podestplatz rechnen können. "Aber beim nächsten Mal werden die Karten neu gemischt."

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