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Familiensportfest
Besuch aus Bayern kommt und siegt

Hagen Bernard / 18.06.2019, 02:15 Uhr
Eisenhüttenstadt Die 16. Auflage des Familiensportfestes Grand Prix mit Energie auf der Eisenhüttenstädter Insel ist spürbar von den Temperaturen um die 30 Grad Celsius geprägt worden. Mal abgesehen von den Mehrfachstarts sind 352 Sportler beim Lauf (111), Radfahren (86), Schwimmen (116), Walking (30), Nordic Walking (6) und Rollstuhlfahren (3) klassiert worden. Zusätzlich waren 40 Starter beim mit neun Fünfer-Teams besetzten Staffellauf dabei.

Wem Hitze und andere sportliche Ereignisse vom Start beim Grand Prix mit Energie nicht abhalten konnte war mit Karl-Heinz Michaelis mit seinen 84 Jahren einmal mehr der älteste Teilnehmer beim Familiensportfest. Als Achter der M 65 beim Radfahren klassierte er sich im Mittelfeld. "Für mich ist die Strecke viel zu kurz. Allein schon deshalb, weil dann schneller gefahren wird und Stürze sich viel eher ereignen können." Seine Fitness hatte der Namensträger der Eisenhüttenstädter Skisprung-Schanze bereits vor dem scharfen Start nachgewiesen. Die etwa neun Kilometer von seiner Wohnung in Möbiskruge zum Start hatte er bereits per Rad zurückgelegt.

Einen viel weiteren Weg zum Grand Prix hatte Kathrin Schneider hinter sich. Die 52-Jährige hatte als Achtjährige in Eisenhüttenstadt mit dem Schwimmen begonnen und nach ihrem Lehramts-Studium in Potsdam eine Trainer- und Physiotherapeuten-Tätigkeit in der Nähe von München gefunden.  Beim Besuch ihrer Eltern Brigitte (73) und Jürgen Ledwig (74) hatte sie die Gelegenheit zum Besuch des Familiensportfestes mit Eltern und Neffen wahrgenommen. Mit 34 Sekunden setzte sie sich über 50 Meter Freistil in ihrer Altersklasse durch.

Kostenlose Sportfeste selten

"Seit drei Jahren bestreite ich keine Wettkämpfe mehr. Doch hier habe ich meine Freundin Ramona Horn-Makoschey wieder getroffen, die ja die Abteilung Schwimmen bei der SG Aufbau leitet. In Bayern haben wir zwar ähnliche Stadtfeste, doch kostenlos wie hier sind solche Angebote nicht. Schön, dass man von 8 bis 14 Uhr Zeit hatte, die 50 Meter zu schwimmen. Mit solch einem Zeitfenster holt man mehr Leute rein."

Indessen weilte ihr Bruder Torsten mit Ausnahme seines Sohnes Robert, der im Schwimmen ebenfalls die Altersklassen-Wertung gewann, zum Scharmützelseelauf. Da dort noch weitere Eisenhüttenstädrter starteten, gab es beim Grand Prix in der Siegerliste einige neue Namen. So Maria Dorothea Stieme. Die 27-Jährige zog ziemlich gleichmäßig ihre Runden und war schnellste Starterin über sechs Kilometer. "So etwa zweimal wöchentlich laufe ich mit meinem Hund. Zweimal bin ich bereits beim Run & Bike gestartet. Nun habe ich mir vorgenommen, auch bei anderen Läufen in der Umgebung zu starten." Ebenso wie die anderen erfolgreichen Starter erhielt sie vom Sponsor BKK im Ziel einen Stick.

Lay-Brüder gewinnen

Bereits alte Grand-Prix-Hasen sind die Brüder Leonard Lay (15) und Sandro Lay (13). Aufgrund ihres Altersunterschiedes starteten die beiden Gymnasiasten in unterschiedlichen Läufen. Während der Jüngere sich wiederholt unangefochten in 7:05 Minuten durchsetzte, war dieses Mal Leonard wenig später Gesamtsieger beim BKK-Lauf über zwei Kilometer für die Älteren, obwohl er einige Sekunden mehr benötigte.

Handballerin bei Frauen vorn

Schnellste Starterin war hier die 16-jährige Celine Rieger, die zusammen mit ihrem Freund Christian Thiele die Distanz zurücklegte. Sie ist gerade mit den B-Jugend-Handballerinnen des HSV Frankfurt Dritte in der Brandenburgliga geworden. "Am Anfang waren wir zu langsam, insgesamt war es trotz der Hitze nicht so schlimm", erklärte die großgewachsene Eisenhüttenstädter Gymnasiastin. Ansonsten prägte den BKK-Lauf, bei dem wahlweise zwei, vier oder sechs Kilometer gelaufen werden konnten, der 19-jährige Marius Ziems von der BSG Stahl. Mit 7:12 Minuten war er die ersten zwei Kilometer forsch angegangen. Obwohl er danach das Tempo etwas herausnahm, waren es noch sechs Athleten, die er auf dem Zwei-Kilometer-Rundkurs überrundete.

Nachwuchs-Athleten des mitorganisierenden 1. Radsport- und Laufvereins Eisenhüttenstadt wie Abdullah Naase, Vivien Leschke, Lena Behr oder Abdulrahman Alolabi prägten die Wettbewerbe auf dem Rad und heimsten auch die eine oder andere Medaille beim Laufen ein. "Das Sportfest ist für uns eine schöne Sache, alles ist gut organisiert. Schade, dass dieses Mal nicht mehr gekommen sind", erklärte Radsport-Trainer Detlef Möws, der im jeweils vorausfahrenden Führungsfahrzeug saß. Traditionell hatten die veranstaltenden Stadtwerke andere Sportvereine für ihre Veranstaltung ins Boot geholt. So durften sich Interessenten auf einem Hindernis-Parcours der Leichtathleten der BSG Stahl Eisenhüttenstadt ausprobieren oder warben die Fußballer des FC Eisenhüttenstadt für ihren Verein.

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