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Projekt
Kloster und Planstadt vereint

Janet Neiser / 21.06.2019, 10:00 Uhr
Neuzelle Gehämmert wurde in dieser Woche auf dem Stiftsplatz in Neuzelle. Und nun stehen dort mehrere blaue Kuben – verteilt über die gesamte Fläche. Das Ganze hat natürlich auch einen Namen, und zwar "Utopie Passion". Dabei handelt es sich um ein Ausstellungsprojekt des im vergangenen Oktober gegründeten Kunstvereins im Kloster Neuzelle. Was dahinter steckt, ist vielschichtig.

Der Ausgangspunkt aber, der war ein ganz einfacher. "Der Platz wird meistens nur genutzt, um von A nach B zu kommen", sagt Pfarrer Martin Groß, der Vorsitzende des Kunstvereins. "Das ist aber sehr schade." Sein Wunsch: Die Besucher und Einheimischen sollen sich mit der monastischen Situation auseinandersetzen. Der Ort sei schließlich aus einer Idee heraus entstanden, sagt Groß. Genau wie die Planstadt Eisenhüttenstadt. Beide Orte werden in dem Kunstprojekt gemeinsam betrachtet. Denn an beiden stellt sich die Frage nach der heutigen Bedeutung der Ideen, die Bau und Entwicklung der zwei Ensembles begründet haben. Dabei geht es um Utopie und Leidenschaft – daher rührt auch der Projektname "Utopie Passion".

Die Idee dazu hat es Martin Groß zufolge bereits vor gut einem Jahr gegeben. Die Umsetzung erfolgt nun, doch schon allein die Vorbereitung nahm Wochen in Anspruch. Planung war wichtig. Die Idee zu der temporären Installation auf dem Stiftsplatz hatte Niklas Nitschke, der Kurator des Projektes ist und als Künstler in Neißemünde lebt.

Wenn man die Kuben zusammenfügt, ergibt sich ein Volumen, das so groß ist wie der Raum in der Kirche, in dem einst das Himmlische Theater stand. Doch die Kuben sind derzeit noch im Rohzustand, wurden von Zimmerleuten nach den Plänen von Niklas Nitschke zusammengefügt.

Jetzt geht es erst richtig los

Nun kommen noch vier Künstler ins Spiel, die der Kurator mit an Bord geholt hat. Michael Hofstetter, Alexandra Hopf, Armin Hartenstein und Tamara K..E. werden die Formen außen und innen gestalten. Jeder Kubus soll eine andere Perspektive auf das Anliegen, Gesellschaft als Modell zu entwerfen, darstellen.

Der Kunstverein im Kloster Neuzelle möchte das ganze Projekte sehr offen gestalten und lädt deshalb dazu ein, vom 24. bis 28. Juni an den abendlichen Tischrunden mit Vereinsmitgliedern und Künstlern teilzunehmen. "Interessenten bitten wir, sich über das Kontaktformular auf der Internetseite anzumelden", sagt Niklas Nitschke. Die offizielle Eröffnung findet dann am 29. Juni um 16 Uhr auf dem Stiftsplatz statt.

Gefördert wird das Projekt unter anderem vom Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, vom Kulturamt des Landkreises, von der Sparkasse Oder-Spree, der Rahn-Dittrich-Group sowie dem Kirchenkreis Oderland-Spree und der Evangelischen Gemeinde Neuzelle.

Nähere Informationen auf der Internetseite www.kvneuzelle.de

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