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Jubiläum
20 Jahre Lebensbrücke

Bitte lächeln: Rainer Scheffel, Wolfgang Woldt und Just Thomas (v.l.) haben sich für ein Erinnerungsfoto an die Jubiläumsfeier hawaiianisch eingekleidet.
Bitte lächeln: Rainer Scheffel, Wolfgang Woldt und Just Thomas (v.l.) haben sich für ein Erinnerungsfoto an die Jubiläumsfeier hawaiianisch eingekleidet. © Foto: Christina Sleziona
Christina Sleziona / 20.07.2019, 06:30 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) 20 Jahre gibt es die Wohnstätte "Lebensbrücke" für psychisch Kranke in Eisenhüttenstadt bereits. Am Donnerstag feierten dieses Jubiläum etwa 80 Mitarbeiter der Volkssolidarität, Bewohner und Angehörige auf dem Gelände in der Karl-Liebknecht-Straße 1.

Für gute Stimmung in entspannter Atmosphäre sorgte dafür DJ Gerd Schickhaus, der bekannte Schlagerhits auflegte und außerdem kleine Partyspiele mit den Betreuten veranstaltete. Zauberer Magie Olly aus Guben zeigte anschließend allerhand Tricks, während sich die Gäste am reich gedeckten Kuchenbuffet bedienen konnten.

Petra Schneider, Geschäftsführerin der Volkssolidarität im Verbandsbereich Oderland, feierte ebenfalls mit. Sie hat in den vergangenen 20 Jahren der Einrichtung so einiges miterlebt. Vor allem die Krankheitsbilder der Betreuten hätten sich im Laufe der Jahre immer mehr verändert, erzählt sie. Zum Beispiel sei der Wunsch zu mehr Mitgestaltung im Vergleich zu den Anfangsjahren erheblich stärker geworden.

Ein Trend, den Andreas Urbach sehr willkommen heißt.  "Wir sind kein Pflegeheim und das möchten wir auch nicht sein", betont der Einrichtungsleiter. "Wir möchten die Betreuten vielmehr dazu  motivieren, ihren Alltag selbst mitzugestalten." Dafür sei jede noch so kleine Eigenleistung ein gutes Zeichen, meint er. "Auch wenn das nur bedeutet, dass sich die Betreuten selbst ihren Kaffee holen statt ihn sich bringen zu lassen."

Eigeninitiative erwünscht

Bewegungs-, Handarbeits-, Sport- und Entspannungstherapien sowie ein Kochzirkel sollen dabei helfen, die Bewohner zu aktivieren. Alljährliche Ausflüge sind ebenfalls geplant. So geht es Anfang August für sechs Tage zu einem "Bewohnerurlaub" nach Sachsen. Dann fahren die Betreuten wie die Betreuer nach Colditz, um sich dort Sehenswürdigkeiten anzusehen. Seit Oktober habe der Bewohnerschaftsrat dieses Jahreshighlight geplant. Diese Selbstbestimmung der Betreuten sei für Andreas Urbach sehr wichtig. Auch für die nächsten 20 Jahre erhofft sich der Einrichtungsleiter so viel Eigeninitiative, wünscht sich aber auch eine noch intensivere Umsetzung der geäußerten Wünsche der Bewohner durch die Mitarbeiter.

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