Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fußball
So weit vorn wie noch nie platziert

Heuert höherklassig an: Gramzows Pascal Lange (links), der in der zurückliegenden Saison immerhin 18-mal traf, läuft im neuen Spieljahr für Brandenburgligist FSV Bernau auf.
Heuert höherklassig an: Gramzows Pascal Lange (links), der in der zurückliegenden Saison immerhin 18-mal traf, läuft im neuen Spieljahr für Brandenburgligist FSV Bernau auf. © Foto: Carola Voigt
Jörg Matthies / 20.07.2019, 07:45 Uhr
Schwedt (MOZ) Nachdem der BSC Fortuna Glienicke vor Jahresfrist als Neuling (!) noch mit Platz 2 hinter den dominanten Grün-Weißen aus Ahrensfelde vorlieb nehmen musste, stand 2018/19 eindeutig der Aufstieg auf der Agenda der Randberliner. Als sich dies zum Winter als schwierig darstellte, weil Herbstmeister VfB Gramzow schon um acht Punkte entrückt war, gab es nochmals ein halbes Dutzend neuer Spieler und dann eine beispiellose Rückrunde mit 43 Zählern aus 15 Partien. So gelang der angestrebte Sprung in die Landesliga.

Lange Zeit war der Aufstiegskampf das dominierende Thema dieser Staffel. Die Gramzower liebäugelten nach der Hinrunde mit der nächsthöheren Stufe, letztlich aber zeigten sie sich gar nicht mehr so traurig, es nicht geschafft zu haben. "Versuchen wir es in den nächsten ein, zwei Jahren eben erneut", ließen einige Akteure beispielsweise nach dem sicher gewonnenen Uckermark- Supercup wissen. Schorfheide Joachimsthal kündigt sich schon mal selbst als ernsthafter Widersacher für diesen Fight an.

Zur Winterpause staunte der durchaus nicht verwöhnte uckermärkische Fußball-Landesklasse-Fan nicht schlecht: Ein Trio aus unserem Kreis stand an der Spitze, die Gramzower sogar punktgleich (jeweils 33) mit Victoria Templin, das ein Jahr zuvor noch lange gegen den Abstieg gekämpft hatte. Die Schönower blieben auf Tuchfühlung mit 28 Punkten, während Fortuna Glienicke – nach Niederlagen in Wandlitz (1:4), in Gartz (1:3) und Gramzow (1:5) sowie sogar beim Oranienburg FC Eintracht II (1:2) und vier Unentschieden – beinahe schon aus dem Rennen schien.

Es folgte die fulminate Rückrunde, in welcher es einzig bei der Freitagabend-Partie in Schönow (1:1) nicht die volle Punktzahl gab. Daraus resultierte letztlich sogar noch ein Sechs-Zähler-Vorsprung vor "Vize" VfB Gramzow aus der Uckermark.

Der Kampf um den Klassenerhalt war für Aufsteiger SV Pinnow frühzeitig ein ziemlich hoffnungsloser. Wer aber sollte mit in die Kreisoberliga gehen? Vieles sprach bis zuletzt – sogar nach Saisonende noch – für die Falkenthaler Füchse, denen bereits vor Jahresfrist das Glück hold war, als 15. in der Landesklasse verbleiben zu können. Nach späten Abmeldungen zweier Teams für die neue Saison wiederholte sich diesmal das identische Szenario.

Kehren wir zurück zu den Uckermärkern: Mit den Plätzen 2, 3 (Templin) und 4 (Schönow) sowie 8 (Gartz) und 11 (Grünow) gelang insgesamt eine Bilanz , die es seit ganz vielen Jahren (oder sogar noch nie?) für diesen Fußballkreis gegeben hat. Die Frage bleibt: Ist dies der Stabilisierung in den hiesigen Teams oder eher der Schwächung der gesamten Staffel zuzuschreiben? Jeder Verein wird da für sich ein Resümee ziehen. Mit dem Angermünder FC kommt ja eine weitere Verstärkung in die Staffel, die andererseits ohne uckermärkischen Aufsteiger ins neue Spieljahr geht.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG