Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Künstlerin beim Festival
Musik ist ihre Religion

Martyna Kubicz, alias  MIN t, tritt auch beim Helene Beach Festival auf. "Hide&Seek", "Goodbye To The Lullaby", "Down/On" heißen einige ihrer bisherigen Lieder.
Martyna Kubicz, alias  MIN t, tritt auch beim Helene Beach Festival auf. "Hide&Seek", "Goodbye To The Lullaby", "Down/On" heißen einige ihrer bisherigen Lieder. © Foto: ANDREAS LABES
Jan-Henrik Hnida / 21.07.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 21.07.2019, 10:39
Frankfurt (Oder) (MOZ) Mit sieben Jahren trat sie das erste Mal auf Konzerten auf. Mit Anfang 20 verwirklichte die polnische Musikerin MIN t ihren Traum und zog von Breslau nach Berlin. Seitdem tourt Martyna Kubicz  alias MIN t durch Europa. Angefangen mit Elektro, wird die 25-Jährige auf dem Festival  eine Mischung aus Jazz, R&B und Hiphop spielen.

MIN t, warst Du schonmal in Frankfurt (Oder)?

MIN t: Nein, ich bin bisher nur nach Polen dort durchgefahren. Leider ist es mein erstes Mal bei Euch. Aber ich habe schon viel Gutes über den schönen Helenesee und das klare Wasser gehört.

Erzähl mal was über dich. Bist du in Polen bereits bekannt?

Bekannt würde ich nicht sagen. Aber ich habe viele Auftritte, spiele auf Festivals. Nachdem ich die Schule abgeschlossen habe, ging ich zur Jazz-Schule. Nachdem ich dort Klavier und Jazz-Piano lernte, zog ich nach Berlin, wo ich die elektronische Musik für mich entdeckte.

Warum gerade Berlin?

Ich wollte mich selbst ausprobieren, meine eigenen Sachen machen, unabhängig von anderen. In der Hauptstadt habe ich bis zu vier Auftritte pro Monat. Gerade bei kleineren Auftritten sind die Leute meistens aufgeschlossener neuen Musikrichtungen gegenüber. Außerdem studiere ich hier Musikproduktion – und möchte meinen Traum als Musikerin wahr werden lassen. Dabei komme ich gut rum: Von Berlin über München und Polen bis nach Frankfurt (Oder).

Wie kann man deinen Musikstil beschreiben?

Es ist experimentelle Musik, ich lasse mich im Alltag inspirieren. Es ist eine Mischung sowohl aus Hiphop, R&B, Elektro als auch aus Umweltgeräuschen. Ich will das Publikum mit meiner unkonventionellen Musik überraschen. Ich hoffe den Festivalgästen gefällt es.

Warum machst du Musik? Was ist dein Antrieb?

Ich wollte es einfach von klein auf. Auch viele meiner Freunde sind musikalisch, haben mich beeinflusst. In der Musikschule bekommst Du nicht gesagt, welcher Musikstil zu Dir passt. Man muss raus, verschiedene Orte besuchen, Menschen treffen. Das prägt dich. Musik ist wie eine Religion für mich, sagt mir, was ich tun soll.

Hast du noch Zeit für Hobbys?

Eigentlich nicht (lacht). Falls doch, lese ich gerne Bücher oder mache Yoga. Außerdem schaue ich mir gerne Ausstellungen an, besonders zeitgenössische Kunst aus dem 20. Jahrhundert.

Du bist zurzeit in London. Was machst du dort?

Ich nehme gerade neue Songs für mein nächstes Album auf, in einem Londoner Tonstudio. Dort arbeiten auch Musikgrößen wie Mark Ronson (Anm.: Musikproduzent, DJ und Labelbetreiber).

Bist du als Jugendliche auch selbst auf Festivals gegangen?

Nicht sehr oft. Meine Eltern wollten nicht, dass ich zu so etwas hingehe. Sie machten sich viele Sorgen. Aber mit 18 Jahren startete meine Festival-Karriere. Alternative Musik, Hiphop, Elektro – alles war dabei. Und viele Jazz-Konzerte.

Hast du eigentlich vor einem Konzert Lampenfieber?

Nein, meistens nicht, denn ich bin immer gut vorbereitet. Was mir eher mal Sorgen macht ist, dass die Technik spinnt, die Gäste wegbleiben oder ein Mitarbeiter etwas falsch macht.  Aber wenn ich dann auf der Bühne stehe, ist alles gut.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG