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Schlaubetaler Gemeinde begrüßte zum Sommerfest 700 Besucher. Das Wandgemälde "Schleuseneinfahrt" wurde eingeweiht.

Heimatkultur
Groß Lindow feiert seinen Kanal

Täuschend echt: Das Gemälde "Schleuseneinfahrt" wurde von Bürgermeister Björn Brinkmann, dem Großen Kurfürsten und seiner Frau (dargestellt von Elisabeth und Dennis Schulze) sowie dem Landtagsabgeordneten Andreas Gliese (v. re.) eingeweiht.
Täuschend echt: Das Gemälde "Schleuseneinfahrt" wurde von Bürgermeister Björn Brinkmann, dem Großen Kurfürsten und seiner Frau (dargestellt von Elisabeth und Dennis Schulze) sowie dem Landtagsabgeordneten Andreas Gliese (v. re.) eingeweiht. © Foto: Ralf Loock
Ralf Loock / 13.08.2019, 09:00 Uhr
Groß Lindow (MOZ) Knapp 700 Besucher kamen am Wochenende zum Sommerfest der Gemeinde am Friedrich-Wilhelm-Kanal. Am Kreisel, so heißt das zentrale Gewässer im Ort, hatten Organisationen ihre Stände aufgebaut – vom Förderverein Schlaubemündung bis zum Kienstubbenverein. Auch der Anglerverein war präsent, die Freiwillige Feuerwehr hatte wieder eine schmackhafte Erbsensuppe gekocht.

Wichtig waren natürlich die Spiele für Kinder und Jugendliche, fleißige Helfer kümmerten sich dort um die Kleinen. Für Erwachsene gab es die Bootswettkämpfe. Die starken Männer und Frauen vom Kienstubbenverein demonstrierten, wie man einst treidelte: Sie schleppten den Treidelkahn ein gutes Stück und kamen erschöpft zurück.

Im Zentrum des Festes stand der Friedrich-Wilhelm-Kanal, daher freute man sich, dass man den Erbauer, den Großen Kurfürsten Markgraf Friedrich Wilhelm von Brandenburg und seine Gemahlin der Herzogin Dorothea von Braunschweig und Lüneburg – gespielt von Elisabeth und Dennis Schulze aus Groß Lindow – begrüßen konnte. Die beiden hatten gleich mehrere Auftritte, denn an diesem Tag stand auch die Einweihung des neuen Wandbildes "Schleuseneinfahrt" an. Zur Einstimmung berichtete Förster Michael Köckritz über die Geschichte und die Bedeutung der Wasserstraße von der Oder bis Berlin. Man könne sich heute kaum noch vorstellen, dass einst jährlich 8100 Kähne und fast 40 000 zu Flößen zusammengebundene Baumstämme die Schleusen in und bei Groß Lindow passierten. Gemeinsam enthüllten der Große Kurfürst und Gemahlin sowie Groß Lindows Bürgermeister Björn Brinkmann und der Landtagsabgeordnete Andreas Gliese das gelungene Kunstwerk.

Dabei beachtete man an diesem Tag nicht nur die Kanal-Geschichte, man diskutierte auch über aktuelle Bauvorhaben – namentlich die Sanierung der Ortsdurchfahrt L 373. Björn Brinkmann mahnte gegenüber dem Landtagsabgeordneten erneut die Realisierung dieses Projektes an. Andreas Gliese erwiderte, dass die Finanzmittel für die Planung bereits eingestellt seien, über den aktuellen Stand werde er bei einer öffentlichen Versammlung am Montag, 19. August, um 19 Uhr in den Preussenstuben informieren.

Licht- und Laser-Show

Das Sommerfest wurde von vielen Besuchern gelobt, um Organisation und Ablauf kümmerten sich wieder vorbildlich Martina Gerstenberg und Dieter Drese von den Preussenstuben. "Wir sind eine aufstrebende und junge Gemeinde, da ist ein solches Treffen wichtig für das Miteinander in unserem Dorf", erläuterte Björn Brinkmann. Zu den weiteren großen Terminen der Gemeinde zählt unter anderem das Weihnachts- und Kirchweihfest am 1. Dezember. Groß Lindow mit seinen rund 1700 Einwohnern, gelegen im Dreieck zwischen Frankfurt, Eisenhüttenstadt und Beeskow, ist bei jungen Familien ein beliebter Standort für den Bau eines Einfamilienhauses. Der Tag klang abends mit Live-Musik sowie einer Licht- und Laser-Show aus, bei der das Gemälde "Schleuseneinfahrt" eindrucksvoll angestrahlt wurde.

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