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Jugendarbeit
Die Awo geht, die Awo kommt

Danny Busse, Amtsleiter Brieskow-Finkenheerd.
Danny Busse, Amtsleiter Brieskow-Finkenheerd. © Foto: Privat
Dietmar Puttins / 14.08.2019, 06:30 Uhr
Brieskow-Finkenheerd Amtsverwaltung, Arbeiterwohlfahrt (Awo) und Gemeindevertretungen arbeiten aktuell am Fortbestand der Jugendarbeit in den Jugendtreffs der Gemeinden des Amtes Brieskow-Finkenheerd und klären damit auch die Zukunft der Schulsozialarbeit an den Grundschulen in Groß Lindow und Ziltendorf. Amtsdirektor Danny Busse bestätigte der MOZ, dass der Awo-Bezirksverband Brandenburg Ost sich offen für Busses Vorschläge zeigt, Personal für diese Aufgaben bereitzustellen.

Drei Jugendclubs gesichert

"Der Jugendtreff in Brieskow-Finkenheerd", erklärte Danny Busse auf Anfrage, "soll ebenso wie die Jugendclubs in Groß Lindow und in Ziltendorf über den Awo-Bezirksverband abgesichert werden."

Entsprechende Beschlüsse dazu seien Ende August/Anfang September in den Gemeindevertretungen zu erwarten. Hintergrund: In der ersten Juli-Hälfte hatte bei den Kommunalpolitikern die Entscheidung des Awo-Kreisverbands Eisenhüttenstadt für Unruhe gesorgt, sich bis spätesten Ende 2019 in Brieskow-Finkenheerd aus der Jugendsozialarbeit zurückzuziehen. Betroffen davon war augenscheinlich zunächst nur der dortige Jugendtreff am See in der Seestraße 7. Doch Ende Juli kündigte einer von zwei Mitarbeitern, die der Awo-Kreisverband bis dahin nicht nur für die Jugend-, sondern auch für die Schulsozialarbeit an den Grundschulen einsetzte.

Mit Blick auf die Zeit nach den Sommerferien war für die Schulen  rasches Handel angesagt. Amtsdirektor Danny Busse hatte deshalb schon Anfang Juli den Awo-Bezirksverband kontaktiert. Deren Geschäftsführender Vorstand, Kati Karney, wollte sich jedoch zu Beginn dieser Woche gegenüber der MOZ noch nicht zum Verhandlungsstand äußern. Auch der Awo-Kreisverband Eisenhüttenstadt war trotz mehrfacher Anfrage nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Dabei zeichnet sich eine positive Wendung ab – vor allem auch in der Fortführung der Schulsozialarbeit. Laut Brieskow-Finkenheerds Bürgermeister Horst Siebke wird der Awo-Bezirksverband den Lösungsvorschlägen der Amtsverwaltung insofern folgen, dass die Awo Personal für 20 Stunden Sozialarbeit an beiden Grundschulen stellt. Unklar ist noch, wie es mit der Jugendarbeit in Wiesenau und Vogelsang weitergeht. Bürgermeister Horst Siebke ist jedenfalls zufrieden und wertet die bisherigen vom Amtsdirektor eingeleiteten Weichenstellungen als "feine Lösung."

Langhagel: "Wir machen mit."

Ziltendorfs Bürgermeister Danny Langhagel sieht das auch so: "Ich begrüße sehr, dass unser Amtsdirektor in Kontakt mit dem Awo-Bezirksverband trat und jetzt an einer Lösung gearbeitet wird."

Sein persönlicher Wunsch sei, dass sich die Gemeinden – genauso wie bei der Kostenübernahme für den Wirtschaftshof – den finanziellen Aufwand für die Jugendarbeit teilen und dass der Einsatz des Awo-Personals gleichmäßig erfolgt. "Wir machen mit", betont Langhagel. "Ich bedanke mich sehr bei Heiko Hillebrand, unserem Vorsitzenden im Ausschuss für Finanzen, Jugend, Schule, Sport und Tourismus." Dieser, so Langnagel, hatte mit der Amtsverwaltung Gespräche dahingehend geführt, dass die Gemeinde Ziltendorf ihren Anteil an der Übernahme der Kosten für die Fortführung der Jugend- und Schulsozialarbeit zusichert.

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