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Schüler der Gesamtschule 3 Eisenhüttenstadt besuchen ihre Partnerschule in Witebsk. Gastfreundschaft und Offenheit in Weißrussland beeindrucken sie.

Austausch
Eisenhüttenstädter Schüler besuchen Partnerschule in Weißrussland

Gruppenbild: die Eisenhüttenstädter Schüler in Witebsk mit ihren Partnern
Gruppenbild: die Eisenhüttenstädter Schüler in Witebsk mit ihren Partnern © Foto: Ingrid Stelzner-.Weinberg
Ingrid Stelzner-Weinberg / 04.10.2019, 08:00 Uhr
Eisenhüttenstadt (Freie Autorin) Voller Neugier starteten Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen der Russischkurse der Gesamtschule 3 Eisenhüttenstadt zum Schüleraustausch nach Weißrussland. Für einige war es der Gegenbesuch bei den Gastgeschwistern aus dem vorigen Schuljahr, für andere war es eine Reise zu neuen Ufern und neuen Erfahrungen im Rahmen eines Schüleraustauschs. Zwischen dem Gymnasium in Witebsk und der Gesamtschule gibt es seit 2014 einen Partnerschaftsvertrag und der jährlich stattfindende Austausch von Schülern und Lehrern erfüllt diesen Vertrag mit Leben.

Fröhlicher erster Schultag

Mit dem "Strish", dem "Mauersegler", ging es zunächst nach Orscha und von dort nach Witebsk, wo die Gruppe schon sehnsüchtig von ihren Gastgebern erwartet wurde. Ein Höhepunkt sollte der erste Schultag werden. Nach drei Monaten Sommerferien freuten sich alle auf das neue Schuljahr, die Erstklässler in ihrer ansprechenden Schulkleidung mit Blumen und Luftballons in den Händen wurden begrüßt, es gab ein buntes Programm auf dem Schulhof, das die Schüler gestalteten und moderierten, und die Direktorin begrüßte alle Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste bei strahlendem Sonnenschein. Wir durften uns auch mit einbringen, Grußworte an die Anwesenden richten und konnten in würdigem Rahmen unsere Gastgeschenke übergeben. Anschließend läuteten ein Schüler des Abschlussjahrgangs und eine Erstklässlerin mit dem symbolischen ersten Klingelzeichen das neue Schuljahr ein.

Gemeinsam machten wir uns danach auf den Weg ins Stadtzentrum, ins Amphitheater, wo ein zweistündiges mitreißendes Programm von Kindern und Jugendlichen zum Auftakt des neuen Schuljahres gestaltet wurde. Gesang, Tanz, Akrobatik und vor allem Freude und Spaß stand im Mittelpunkt, sodass es kaum einen Gast auf dem Platz hielt – mitmachen war angesagt!

Im Verlauf der Woche lernten wir nicht nur die wunderschöne Stadt Witebsk kennen, sondern nahmen am Unterricht verschiedener Fächer und Klassenstufen  teil und hatten Gelegenheit, in künstlerischen Projekten des Gymnasiums unsere Fähigkeiten zu testen. Auch der Besuch der Medizinischen Universität Witebsk mit dem Anatomie­mu­seum und der Staatlichen Universität "P. M. Mascherow", der Fakultäten für Germanistik, Biologie, Chemie und Astronomie, standen auf dem Programm unseres Besuches. Dabei konnten wir wiederholt feststellen, welch hohen Stellenwert die Bildung in diesem Land hat, wie die Arbeit von Pä­dagogen gewürdigt wird und wie zahlreich die Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche sind, ihren Interessen in der Freizeit nachzugehen und ihre Fähigkeiten auch hier zu entwickeln. Ein Besuch beim Tag der offenen Tür im Kinder- und Jugendpalast der Stadt bestätigte das nachhaltig.

Besonders beeindruckt haben uns die Gastfreundschaft und die Offenheit, mit der wir überall empfangen wurden. Wir hatten die Möglichkeit, viele interessante Gespräche zu führen, sei es mit Schülern, Lehrern und/oder Studenten. Wärme und Herzlichkeit spürten wir überall, vor allem in unseren Gastfamilien. In Russisch, in Deutsch, auch mal in Englisch oder mit Händen und Füßen – Kommunikation wurde groß geschrieben und prägte unsere Reise in jeder Hinsicht. Da ist es nicht verwunderlich, dass beim Abschied  die Tränen flossen. Sehr emotional ging es zu, aber auch zukunftsorientiert, denn im nächsten Jahr wird es ein Wiedersehen in Eisenhüttenstadt geben und die Kontakte werden weiter ausgebaut und gefestigt.

Schön, dass Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben wird, über ihren Tellerrand zu schauen, auch Richtung Osteuropa. Daher geht unser Dank nicht nur an unsere Gastgeber in Witebsk, sondern auch an das Land Brandenburg, das internationale Schülerbegegnungen fördert und uns bei der Finanzierung unterstützt hat.

Fachlehrerin Deutsch/Russisch

an der Gesamtschule 3

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