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Winterpause
Brunnen in der Stadt sprudeln nicht mehr lange

Christina Sleziona / 09.10.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 10.10.2019, 13:53
Eisenhüttenstadt (MOZ) Noch sprudeln die Brunnen in Eisenhüttenstadt. Im Sommer hatten sie den überhitzten Bürgern einmal mehr viele Stunden Erfrischung beschert. Allzu lang wird es den Anblick dieses Jahr aber nicht mehr geben. Bereits diese Woche soll den städtischen Springbrunnen das Wasser für die Winterpause abgedreht werden, wie der Pressesprecher der Stadt, Frank Eckert, mitteilte. Dazu gehören der Brunnen direkt vor dem Rathaus und der an der Werkstraße, der auch als Denverbrunnen bekannt ist, sowie die Sprudelanlage  in der Fröbelringpassage im VI. Wohnkomplex und die Zisterne vor der Geologischen Wand An der Schleuse. Sie alle werden demnach erst im Frühling 2020 wieder laufen.

2,3 Millionen Liter Wasser

Immerhin: Den Brunnen, die in den 1970er- und 1980er-Jahren angelegt wurden, geht es soweit gut. Laut der Stadtverwaltung seien keine Instandsetzungen notwendig. Was nicht ausbleibt, sind jedoch Wartungsarbeiten: "Die Brunnenanlagen werden winterfest gemacht und von Unrat befreit, außerdem werden die Wasseruhren ausgebaut", heißt es von Frank Eckert auf Nachfrage. Rund 24 000 Euro – Kontrollen und Beheben von Kleinschäden, Reinigung, In- und Außerbetriebnahme, Wasser- und Energieverbrauch – koste der Betrieb die Stadt jährlich. Wieviel Wasser geflossen ist, stehe noch nicht fest; 2018 seien es 2323 Kubikmeter, also 2,323 Millionen Liter, gewesen. Größter Wasserverbraucher sei der Denver-Brunnen.

Weiter in Betrieb bleiben die Wasserspiele in der Lindenallee. Wie hoch die Betriebskosten in diesem Jahr für die Gebäudewirtschaft (Gewi) waren, vermag Geschäftsführer Oliver Funke nur zu schätzen. "Der Brunnen kostet uns locker fünfstellige Beträge." Das liege vor allem an dem sehr hohen Wasserverbrauch, an den auch der Gewi-Brunnen am Feuerwehrmuseum längst nicht ranreicht. "Die Anlage steht in der prallen Sonne, deshalb verdunstet ein sehr großer Wasseranteil einfach. Und der Wind weht das Wasser auf die anliegenden Grünflächen."

Wann genau die Wasserspiele abgestellt werden, ist noch unklar. Diese Entscheidung werde mehr oder weniger spontan mit der Wetterprognose getroffen. "Das hängt vor allem mit den fallenden Blättern zusammen, die die Anlage verstopfen", so Oliver Funke. Deshalb sahen aufmerksame Fußgänger in der Lindenallee manchmal nur vereinzeltes Plätschern statt eines kräftigen Wasserstroms. Momentan sei man jeden Tag  für die Reinigung der Anlage im Einsatz, betonte der Gewi-Chef. "Spätestens wenn der Blattfall nicht mehr zu stemmen ist, werden wir die Anlage aber abschalten."

Andere Anlagen, die bereits in den 1950er- und 1960er-Jahren aufgebaut wurden, werden hingegen nie wieder sprudeln. Sowohl der Brunnen der Jugend Ecke Maxim-Gorki-Straße/Heinrich-Heine-Allee als auch der Altweiber-Brunnen in der Heineallee und das Wasserspiel hinter dem Möbelkaufhaus in der Lindenallee wurden bereits kurz nach der Wende trockengelegt und sind heute teilweise bepflanzt.

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