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Wie und ob es mit der Weihnachtsrevue weitergeht, steht in den Sternen.

Theater
Eine Weihnachtsrevue, die vereint

Bunte Revue: Von "Heimlichkeiten im Kinderzimmer" haben die Kinder und Erwachsenen von der Kita "Haus Sonnenhügel" und vom Förderverein im Friedrich-Wolf-Theater erzählt. Das Publikum hofft auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.
Bunte Revue: Von "Heimlichkeiten im Kinderzimmer" haben die Kinder und Erwachsenen von der Kita "Haus Sonnenhügel" und vom Förderverein im Friedrich-Wolf-Theater erzählt. Das Publikum hofft auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr. © Foto: Gerrit Freitag
Janet Neiser / 02.12.2019, 20:00 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Habt ihr den Weihnachtsmann gesehen?" "Jaaaaa!", erklingt eine ohrenbetäubende Reaktion aus dem Saal des Friedrich-Wolf-Theaters, die gut und gerne mit dem Dezibelwert eines Düsenjets mithalten könnte. Die Plätze im Saal sind bei der dritten und damit letzten Aufführung der 24. Weihnachtsrevue der Kita "Haus Sonnenhügel" vor allem mit Kindern besetzt. Es ist nämlich mittlerweile Tradition, dass Kitas und Schulen aus der gesamten Region dieses Kulturangebot in Eisenhüttenstadt wahrnehmen.

Doch die "Heimlichkeiten im Kinderzimmer", so der Titel der Revue, haben auch die etwas Älteren neugierig gemacht. Mittendrin sitzt am Montag auch Gisela Gröger. Die 85-Jährige ist mit einer Bekannten ins Theater gekommen, um sich in Weihnachtsstimmung zu bringen. "Ich liebe Weihnachten ganz dolle", sagt die silbergelockte Dame. Schließlich habe sie schon sieben Urenkel, da mache das besonders Spaß und "ich bin zum Fest immer auf Achse". Eine Urenkelin, nämlich Amelie, trifft sie sogar durch Zufall im Friwo.

Auch Martina Meißner, Grundschullehrerin aus Neuzelle, schwärmt: "Ich liebe diese Weihnachtsrevue." Der Funke ins Publikum springt auch diesmal schnell über. Während die Mädchen wahrscheinlich vor allem die Tänze in sich aufsaugen, durchleben die Jungs die Geschichte von Hans und Franz, die aus eigenem Verschulden fast ihr Weihnachtfest ruinieren. Denn plötzlich ist ihnen ihr altes Spielzeug nicht mehr gut genug, sie gehen lieblos damit um, wollen nur neues. Darunter leiden auch der Nussknacker und das Räuchermännchen. Auf die Frage, ob ihm denn die Show gefalle, nickt Tim-Luca aus der ersten Klasse überzeugend. "Den Nussknacker mag ich am meisten."

Emotionen auf der Bühne

Es wird gesungen, getanzt und geschauspielert – nicht nur von den Jungen und Mädchen aus dem "Haus Sonnenhügel", sondern auch von vielen ehemaligen Kita-Kindern sowie Eltern und Erziehern. Insofern ist das Baby von Kita-Leiterin Gabriela Schulze viel mehr als nur ein Kita-Projekt. Es ist eine Revue, die Generationen vereint  – auf der Bühne und im Saal. Kein Wunder, dass Gabriela Schulze da sogar Tränen kommen, als sie mit anderen singt: "Komm, lass uns die Welt bemalen in Regenbogenfarben." Wie und ob es mit der Weihnachtsrevue weitergeht, steht in den Sternen. Zuschauer und Förderverein wollen auch eine 25. Revue. Mit dem Rathaus gibt es nach Informationen der MOZ noch Klärungsbedarf.

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