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Handball
Siegesserie ist gerissen

Kommt mehrfach in gute Wurfposition: die Müllroserin Sarah Regen (hier gegen Belzig im Landespokal)
Kommt mehrfach in gute Wurfposition: die Müllroserin Sarah Regen (hier gegen Belzig im Landespokal) © Foto: Michael Benk
Wilfried Hohmann / 12.12.2019, 02:15 Uhr
Müllrose Die Frauen der HSG Schlaubetal-Odervorland haben beim LHC Cottbus II die hohe Ausfallquote im Angriff nicht kompensieren können und damit ihre Siegesserie nicht fortgesetzt. Sie verloren ihr Verbandsliga-Spiel mit 17:21 (9:11).

HSG-Trainer Tobias Hallert war vor diesem Spiel wahrlich nicht zu beneiden. Nachdem unter der Woche bereits Nora Reinhardt, Luisa Lehmann, Lea-Sue Panzer und Anika Weber absagen mussten, waren auch die für den Notfall auf der Wechselbank sitzenden Melanie Dahms und Sina-Sophie Schübler nicht einsatzfähig. Damit fiel fast der komplette Aufbau aus und es fehlten demzufolge dann auch Spielerinnen in der Abwehr. Das war für die Mannschaft vor allem im Angriff mit nur einer Wechselspielerin letztlich nicht zu kompensieren.

Dennoch hatten sich die Müllroserinnen vorgenommen, bis zum Ende um jeden Treffer zu kämpfen, was sie auch bis zur letzten Minute unter Beweis stellten. Vor allem in der 1. Halbzeit war das HSG-Team über weite Teile das spielerisch bessere Team. Sarah Regen und Marie-Luise Otto brachten ihre Mannschaft bis zur 7. Minute mit 2:1 in Führung, ehe den Gastgeberinnen in der 9. Minute mit dem 4:3 erstmals die Führung in diesem Spiel gelang.

Doch davon ließ sich das HSG- Team nicht beeindrucken. Vor allem in der Abwehr stand man sehr sicher und ließ sieben Minuten lang keinen weiteren Gegentreffer zu. Dazu gelang es im Angriff, die einzig verbliebene Rückraumschützin Caroline Hallert mehrfach frei zu spielen, die so vier Treffer erzielte. Da sich neben ihr auch Sarah Regen, Lysianne Kersten und Jasmin Henkelmann erfolgreich in Szene setzten, ging die Müllroser Mannschaft bis zur 20. Minute mit 8:5 in Führung. Darauf reagierte der Trainer des LHC, indem er Caroline Hallert konsequent in Manndeckung nehmen ließ. Damit war praktisch auch die letzte verbliebene Rückraumspielerin der Schlaubetalerinnen aus dem Spiel genommen. So waren die Gäste zwangsläufig gezwungen, mehr über die Außen und den Kreis zu spielen. Somit fiel es trotz allem Einsatz immer schwerer, sich freie Wurfpositionen zu erarbeiten. Die Folge war, dass die Gastgeberinnen den Rückstand Tor um Tor aufholten und diesen in eine eigene 11:9-Führung zur Halbzeit umwandelten.

Sarah Regen ist mehrfach frei

Dennoch hatten sich die HSG-Frauen noch nicht aufgegeben. So gelang es dann in der zweiten Hälfte, vor allem Sarah Regen mehrfach frei zu spielen, der vier Treffer gelangen. Da die Gäste-Mannschaft auch in der Abwehr weiterhin stabil blieb, konnte die HSG das Spiel trotz der offensichtlichen Angriffsprobleme bis zum 13:12 in der 43. Minute völlig offenhalten.

Danach gelang es den Gastgeberinnen jedoch, sich binnen zwei Minuten auf drei Tore zum 15:12 abzusetzen. Das veranlasste HSG-Trainer Tobias Hallert nach 45 Minuten zum Team-Timeout. Auch, um seinen Frauen Gelegenheit für eine kurze Verschnaufpause zu geben, da sich langsam bei einigen Spielerinnen auch der Kräfteverschleiß infolge der fehlenden Wechselmöglichkeiten bemerkbar machte.

Bis zum 17:15 neun Minuten vor dem Abpfiff gelang es noch einmal, den Rückstand nochmals auf zwei Treffer zu verkürzen. Danach ließen dann aber auch die Kräfte endgültig nach, so dass die Gastgeberinnen auf den Endstand von 21:17 erhöhen konnten.

Dieser Sieg der Gastgeberinnen definierte sich aber vornehmlich auch über die hohe Anzahl an Siebenmetern für den LHC. Denn hier zeigten die Schiedsrichterinnen gleich neunmal auf den Punkt, was zu sechs Treffern führte.

Dagegen bekamen die HSG-Frauen bei einigen ähnlich gelagerten Aktionen des Heimteams keinen einzigen Strafwurf zugesprochen. Ob die Partie dadurch anders ausgegangen wäre, sei dahingestellt, aber ein Heimvorteil ließ sich da schon ablesen.

HSG-Trainer Tobias Hallert: "In Anbetracht der personellen Umstände kann ich den Mädels nur ein Kompliment dafür machen, dass sie sich nie aufgegeben und bis zum Ende gekämpft haben. Vor allem in der Abwehr hat die Mannschaft eine solide Leistung geboten. Im Angriff fehlten uns dann aber einfach die Alternativen, um dieses Spiel zu gewinnen."

HSG Schlaubetal-Odervorland: Marianne Schulz – Marie-Luise Otto 1, Sina-Sophie Schübler, Caroline Hallert 6, Viktoria Lampe, Lysianne Kersten 2, Jasmin Henkelmann 2, Sarah Regen 6, Jenny Hale – Trainer: Tobias Hallert – Co-Trainer: Ralf Hale – Betreuerin: Doreen Dahms

Schiedsrichter: Indra Richter/Karen Tasche – Siebenmeter: LHC 9/6, HSG 0 – Zeitstrafen: LHC 2, HSG 2

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