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Handball
Derbysieg mit fahlem Beigeschmack

Frankfurts Justin Hale setzt sich gegen Schlaubetals Adrian Eisermann (links) und Martin Berger durch. Hale konnte ein Tor zum klaren Sieg beisteuern, wurde nach der Partie allerdings tätlich angegriffen.
Frankfurts Justin Hale setzt sich gegen Schlaubetals Adrian Eisermann (links) und Martin Berger durch. Hale konnte ein Tor zum klaren Sieg beisteuern, wurde nach der Partie allerdings tätlich angegriffen. © Foto: michael benk
Matthias Stoll / 15.01.2020, 02:15 Uhr
Müllrose Die Frankfurter wollten ihre Tabellenführung unbedingt behaupten und wurden von Spielertrainer Matthias Richter perfekt auf das Spiel eingestellt. Noch bevor die Partie überhaupt begonnen hatte, kam es in der gut besuchten Müllroser Schlaubetal-Halle zum ersten Eklat. Die Frankfurter Spieler mussten sich Schmäh-Gesänge einiger HSG-Fans anhören. Dass dies nicht nur leere Worte waren, musste der Frankfurter Spieler Justin Hale schmerzhaft erfahren. Er wurde nach dem Spiel niedergeschlagen und musste stark blutend notärztlich versorgt werden.

Doch zurück zum Spiel: Die Frankfurter nahmen den gefährlichsten Schlaubetaler, Felix Preiss, von Beginn an in Manndeckung. Dieser Schachzug zahlte sich aus. Robert Fuhrmann nahm ihn fast komplett aus dem Spiel, so dass der sonst meist zweistellig treffende Müllroser sich an diesem Tag lediglich dreimal in die Torschützenliste eintragen konnte.

Die Gäste setzten ihre Marschroute, vor allem aus dem Rückraum torgefährlich zu werden, von Anfang an um und gingen durch Treffer von Paul Lemke und Matthias Stoll schnell mit 2:0 in Führung. Bis zum 5:7 konnten die Gastgeber noch mithalten, ehe sich die Frankfurter durch sieben Treffer in Folge auf 14:5 absetzten. Hier war es vor allem Holger Klaue im Tor, der mit seinen Paraden die Schlaubetaler zur Verzweiflung brachte. Beim Stand von 8:18 in der 27. Minute schien das Spiel aus Sicht der Gastgeber gelaufen zu sein. Doch drei Tore bis zur Halbzeit ließ die Müllroser beim 11:18 noch einmal hoffen.

Blaue Karte für Matthias Richter

Beim Stand von 14:19 am Anfang der zweiten Halbzeit besann sich der HSC wieder auf seine Stärken und ließ sich auch nicht durch eine Manndeckung von Paul Lemke aus dem Konzept bringen.  Immer wieder kamen die Gäste über den Rückraum oder vom Kreis zu Torerfolgen, so dass zur Mitte der zweiten Halbzeit eine beruhigende 25:16-Führung zu Buche stand. Diesen Vorsprung verwaltete der HSC bis zum Ende und gewann verdient mit 33:23. Einziger Wermutstropfen im Spiel war die Blaue Karte von Matthias Richter, der bei einem unglücklichen Blockversuch seinen Gegenspieler unbeabsichtigt verletzte.

Am Sonntag um 15 Uhr empfängt der HSC 2000 in der Konrad-Wachsmann-Halle die zweite Vertretung der OSG Fredersdorf/Vogelsdorf. Das Hinspiel im November gewannen die Frankfurter mit 31:28.

HSG Schlaubetal II: Maximilian Haase, Danny Hugler – Felix Preiss 3, Florian Lusansky 1, Jacob Rüffer 1 (0/1), Adrian Eisermann 3, Tom Richter 2, Martin Berger 2, Benedict Mendyk 5 (1/2), Thomas Voß 2, Hendryck Kotzan 1, Justin Korau 2, Maximilian Gordziel 1

HSC 2000 Frankfurt: Holger Klaue – Matthias Stoll 5, Paul Lemke 8 (1/1), Rico Rohde, Robert Fuhrmann 7, Ringo Pflaum 2, Dominik Spahn 2 (0/2), Paul Witschorke 5 (1/3), Matthias Richter 2, Karl-Heinz Scholz 1, Justin Hale 1

Schiedsrichter: Ronald Hübner, Jens-Holger Wussmann – Zeitstrafen: HSG 3, HSC 2 + Blaue Karte für Matthias Richter  – Siebenmeter: HSG 3/1, HSC 6/2

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