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Energiewende
Investor plant Solarpark in Brieskow-Finkenheerd

Die Sonne ist schon da: In Brieskow-Finkenheerd wird der Projektentwickler Greenvest Solar eine Photovoltaik-Anlage an der Bahnhofstraße installieren.
Die Sonne ist schon da: In Brieskow-Finkenheerd wird der Projektentwickler Greenvest Solar eine Photovoltaik-Anlage an der Bahnhofstraße installieren. © Foto: Dietmar Puttins
Dietmar Puttins / 12.02.2020, 04:00 Uhr - Aktualisiert 12.02.2020, 08:04
Brieskow-Finkenheerd (MOZ) Die als Projektentwickler im Solarbereich spezialisierte Greenvest Solar GmbH aus Starnberg (Bayern) wird voraussichtlich frühestens November/Dezember 2020 oder aber auch erst im nächsten Jahr eine Solaranlage in Brieskow-Finkenheerd installieren. Das Unternehmen, sucht bundesweit gezielt geeignete Flächen – etwa bei Versteigerungen –, kauft diese an und entwickelt sie zu Solaranlagen-Standorten im Freiland  oder auch auf  Dachflächen weiter. Im Anschluss daran werden Käufer gesucht, die die Anlage weiterbetreiben. Vor etwa  zwei Jahren, bestätigt die Greenvest Solar-Projektmanagerin für Photovoltaik-Anlagen Angelika Merkel der MOZ, habe ihr Unternehmen dafür unter anderem von der Deutschen Bahn eine Fläche an der Bahnhofstraße in Brieskow-Finkenheerd, auf Höhe des Abzweigs zur Richard-Sonnenburg-Straße (Richtung Groß Lindow), erworben.

Am 29. August 2019 beschloss die Gemeindevertretung von Brieskow-Finkenheerd die Einleitung eines Planverfahrens für den "vorhabenbezogenen Bebauungsplan Solarpark Brieskow-Finkenheerd". Am 6. November 2019 erörterten  Vertreter des Investors gemeinsam mit Dirk Wesuls, zuständiger Fachbereichsleiter in der Amtsverwaltung, und mit Bürgermeister Horst Siebke das Vorhaben. Seit dem 3. Februar und noch bis zum 6. März liegt nun der Vorentwurf für den "Solarpark Brieskow-Finkenheerd" öffentlich aus.

Welche Ausmaße die Photovoltaik (PV)-Anlage haben wird, könne man zurzeit nicht sagen, so Greenvest Solar-Projektmanagerin Angelika Merkel auf Nachfrage. Die Größe stehe erst dann fest, wenn alle Träger öffentlicher Belange, wie etwa Naturschutzverbände, Landratsamt oder Stromerzeuger, im Zuge der Bauleitplanung gehört worden seien. Erst wenn danach die erforderliche Änderung des  Flächennutzungsplanes beschlossen sei, könne Greenvest Solar die Baugenehmigung beantragen. Die Planungsphasen, weiß die Projektmanagerin aus Erfahrung, dauerten zwischen zehn und 15 Monaten. Die Installation einer PV-Anlage sei jedoch  binnen eines Monats bewerkstelligt.

Und wer profitiert von der Anlage? Wer wird diese betreiben? Angelika Merkel:  "An wen wir die Anlage eines Tages veräußern, steht heute noch nicht fest. Was ich aber ganz deutlich sagen kann: Es ist gesetzlich festgelegt, dass die Gemeinde mindestens 70 Prozent der Gewerbesteuern einnehmen kann. Und in einigen Fällen", so erinnert sie sich, "haben Gemeinden auch den Grundsteuersatz erhöht."

"Auf dem seit rund 30 Jahren nicht mehr genutzten Bahn-Areal werde durch die Errichtung der PV-Anlage ein eingezäunter und damit geschützter Bereich entstehen, der nicht mehr vermüllt, sondern gepflegt wird", sagt die Projektmanagerin. Angelika Merkel: "Auf lange Sicht, das zeigen Studien, steigt auf diesen Solaranlagen-Flächen die Biodiversität: Viele ortsgebundene Pflanzen gedeihen geschützt, die für Insekten, bodenbrütende Vogelarten und kleine Säugetiere wie Hase und Igel wichtig sind."

Planung liegt im Rathaus aus

Bis 6. März liegt im Amt Brieskow-Finkenheerd, August-Bebel-Straße 18 a, der Vorentwurf für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Solarpark Brieskow-Finkenheerd" öffentlich aus.

Auslegungszeiten sind: Montag und Freitag (jeweils 8 bis 12 Uhr), Dienstag (von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr) sowie Donnerstag (von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr). Einsicht in die Unterlagen zu anderen Zeiten kann man unter Telefon 033609 88254 vereinbaren.

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