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Handball
Doppeldörfler verteidigen gegen Müllroser clever

Ein gebrauchter Tag auch für den Müllroser Torwart Lars Möbus: Wie sein Kollege Sven Adamzent ließ er im Heimspiel gegen die OSG Fredersdorf-Vogelsdorf viele Würfe der Randberliner passieren.
Ein gebrauchter Tag auch für den Müllroser Torwart Lars Möbus: Wie sein Kollege Sven Adamzent ließ er im Heimspiel gegen die OSG Fredersdorf-Vogelsdorf viele Würfe der Randberliner passieren. © Foto: michael benk
Wilfried Hohmann / 10.03.2020, 06:30 Uhr
Müllrose Die Handballer der HSG Schlaubetal-Odervorland haben in der Verbandsliga Süd ihr Heimspiel gegen den Tabellennachbarn OSG Fredersdorf/Vogelsdorf mit 23:26 (10:11) verloren. Nach der zweiten Niederlage in Folge sind die Schlaubetaler Vierter. Maßgeblich für die Punktverluste war in erster Linie die ungenügende Chancenverwertung sowie eine taktisch clever agierende Randberliner Abwehr.

Für die Gastgeber war es ein "gebrauchter Nachmittag" in der Schlaubetal-Halle. Bereits vor dem Spiel war klar, dass es gegen die auswärtsstarken Fredersdorfer mit ihrer bekannt starken Deckung schwer werden würde. Dies sollte sich für die Müllroser von Beginn an bewahrheiten, die in Anbetracht der Personalprobleme als zusätzlichen Feldspieler Co-Trainer Chris Junghanns aufgeboten hatten. Damit wollte Trainer Robert Kaberidis eine zusätzliche Wechselmöglichkeit für seine Feldspieler schaffen.

Das Spiel begann für die Gastgeber erfolgversprechend. Nach dem 1:0 durch Benedict Mendyk konnte Mateusz Krzyzanowski bis zur 8. Minute eine Zwei-Tore-Führung zum 3:1 für die Gastgeber herauswerfen. Diese knappe Führung konnten die Gastgeber bis zum 8:6 in der 21. Minute noch verteidigen.

Doch dann kippte die Partie zugunsten der Gäste aus Fredersdorf. Diese erzielten zunächst den 8:8-Ausgleich und gingen in der 27. Minute mit 9:8 in Führung. Abgesehen von dem nochmaligen Ausgleich zum 9:9 liefen die Gastgeber ab diesem Zeitpunkt einem Rückstand hinterher und lagen zur Halbzeit mit einem Treffer 10:11 zurück.

Und dafür gab es Gründe. Die Fredersdorfer hatten schnell bemerkt, dass ihnen von der halbrechten Aufbauposition kaum Gefahr drohte, wo Eric Zimmermann den Gastgebern fehlte. Dazu nahm man Mateusz Krzyzanowski konsequent in eine Manndeckung.

Außerdem machten die Fredersdorfer die Deckungsmitte "dicht", so dass die sonst meist gut funktionierenden Anspiele der Schlaubetaler an den Kreis weitestgehend ausblieben. Diese massierte Ausrichtung der Fredersdorfer Deckung auf die Mitte hatte zur Folge, dass sich für die Außen der HSG größere Räume ergaben. So erspielten sich die Müllroser zahlreiche gute Wurfpositionen über die beiden Außenpositionen. Aber genau über diese Positionen war die Chancenverwertung ungenügend.

Partie bis zur 35. Minute offen

Nach dem Seitenwechsel setzte sich der Spielverlauf weiter so fort. Bis zum 14:15-Rückstand der Schlaubetaler in der 35. Minute waren diese weiterhin bis auf einen Treffer dran. Doch dann gelangen den Fredersdorfern nach vier Fehlwürfen der Gastgeber bis zur 40. Minute vier Treffer in Folge. Mit diesem 19:14 für den Gast war so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen. Die Müllroser kämpften sich bis zur 46. Minute wieder auf zwei Treffer zum 18:20 heran. Mehr sollte dann aber nicht mehr gelingen.

HSG-Trainer Robert Kaberidis: "Wir wussten natürlich, was in diesem Spiel auf uns zukommen würde. Die OSG-Deckung hat die Mitte dicht gemacht und Mateusz aus dem Spiel genommen. Doch wir haben uns dennoch genügend freie Wurfpositionen erspielt, diese aber nicht genutzt und dann im Gegenzug zu viele einfache Kontertore gefangen. Insgesamt habe ich in diesem Spiel 26 Fehlwürfe gezählt, wovon viele völlig freistehend nicht genutzt wurden. Dazu haben unsere beiden Keeper heute auch keine Hand an den Ball bekommen. Am Ende können wir diese Niederlage nur uns selbst zuschreiben."

HSG Schlaubetal-Odervorland: Lars Möbus, Sven Adamzent (beide im Tor), Mateusz Krzyzanowski 5/2, Chris Junghanns 3, Marcel Jüterbock 3, Marc Eschenbach 4, Daniel Heine 2, David Krüger 3, Benedict Mendyk 3, Bernt Kratkey

Siebenmeter: HSG 3/2, OSG 1/1 – Zeitstrafen: HSG 4, OSG 3

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