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Ausdauersport
Neuzeller Run & Bike lebt trotz Corona

Hagen Bernard / 02.06.2020, 04:00 Uhr
Neuzelle (MOZ) Den 19. Neuzeller Run & Bike-Wettbewerb am Wochenende nach Himmelfahrt hat es doch noch gegeben. Allerdings nicht etwa mit den 263 Duos beispielsweise wie im Vorjahr, sondern ohne Wettkampfcharakter mit einigen Einzelstartern. So etwa 25 Sportler mögen es gewesen sein, die sich zumindest virtuell auf einem Teil der Strecke bewegten.

"Ich bin immer noch begeistert von den vielen individuellen, unabhängig voneinander gestarteten Run&Bike-Aktivitäten", erklärt der Neuzeller David Schulz. Der fünfmalige Sieger des 100-Kilometer-Wettbewerbes hatte sich beispielsweise zusammen mit seiner Laufpartnerin Dana Polz zum ursprünglich geplanten Starttermin ans Klosterportal begeben. Mit dabei waren der 18-malige Teilnehmer René Loichen mit seiner Frau Daniela oder auch der 37-jährige Alexander Türk, der ebenfalls alle Auflagen dieses Ausdauer-Zweikampfes bestritten hat. Mit ihm unterwegs waren auf insgesamt vier Fahrrädern seine Frau Sandra und die drei Kinder. "Ich finde es gut. Normalerweise wären die Kinder gar nicht startberechtigt gewesen, so aber konnten sie mitmachen", erklärt Karin Türk, Witwe des verstorbenen Run & Bike-Begründers Dietmar Türk.

Karin Türk ist Jahr für Jahr im Organisationsbüro anzutreffen. Zusammen gestartet waren auch Dirk Kukulenz und Helmut Reschke. Doch nicht genug damit – unterwegs trafen diese Unentwegten auf etliche Gleichgesinnte, darunter waren sogar zwei Teams mit selbstgedruckten Teilnehmershirts für dieses Jahr. Viele Athleten trugen Finisher-Hemden aus den Vorjahren. "Dieser Spirit ist zweifellos im Sinne der Gründungsväter", erklärt David Schulz. Allerdings absolvierte niemand die Wettkampf-Distanz über die ausgeschriebenen 25-, 45- oder 100 Kilometer, da die Strecke auf dem polnischen Gebiet unerreichbar ist. Die meisten hatten sich auf dem alten 45-Kilometer-Kurs begeben.

Im März hatten die Organisatoren des Vereins Neuzeller Run & Bike um den Vereinsvorsitzenden Rainer Woellert schweren Herzens ihre Veranstaltung abgesagt und auch auf eine mögliche Austragung im Herbst verzichtet. Sie hatten die Startlisten auf das nächste Jahr übertragen. Die Neuzeller hatten zwar eine komplette Rückerstattung des Startgeldes angeboten, aber nur die Wenigsten hatten dieses Angebot auch tatsächlich in Anspruch genommen. Die meisten ließen laut Karin Türk die Summe auf das nächste Jahr übertragen, einige spendeten auch ihren Obolus. Da nur etwa 20 Athleten ihr Geld zurück verlangten, sei die Finanzierung für die 19. Auflage im Jahr 2021 gesichert.

Allerdings ist noch nicht klar, ob es dann bei den für dieses Jahr angedachten Wettbewerben, Strecken und Startzeitpunkten bleibt. Ursprünglich sollte ja zum ersten Mal über alle drei Distanzen am Samstag Vormittag gestartet werden. Um 7 Uhr der Hunderter, zwei Stunden später die mittlere Distanz und eine weitere Stunde darauf die 25 Kilometer.

Dem Hunderter droht viel Hitze

Zwar wären dann die 100-Kilometer-Wettkämpfer – die sich ja sonst um Mitternacht auf den Parcours begeben hatten – an der Strecke mehr beachtet worden, wären jedoch auch Gefahr gelaufen, eine für diese Distanz wenig abträglichen Hitzewettbewerb bestreiten zu müssen. Auch der Abstecher nach Polen scheint nicht der Weisheit letzter Schluss, da im Nachbarland die Resonanz darauf sehr bescheiden ausfällt. Hingegen ist der Kurs auf deutscher Seite besonders am Oderdeich von vielen kaum planbaren Unwägbarkeiten geprägt.

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