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Songs of Lemuria: Ein sanfter, aber intensiver Kuss

Stephan Klingbeil / 19.04.2009, 19:58 Uhr
Eisenhüttenstadt

Schwarz, romantisch, mystisch und ja, auch philosophisch - so schwebten die "Songs of Lemuria" durch den gut gefüllten Zuschauerraum der Kleinen Bühne des Friedrich-Wolf-Theaters. Da ging es am Freitagabend um "wunderschöne Weltverblendung" und "wunderschöne Selbstvernichtung", da hörten Liebende das Meer seufzen oder hinterließen Fußabdrücke auf dem Mond, und da wurden die Zuhörer daran erinnert, dass "ein einziger Kuss reicht, um die ganze Welt aus den Angeln zu heben".

Nik Page, der einst mit seiner Band Blind Passengers Arenen füllte, und Musical-Ikone Michaela Laubach gaben alt bekannten Songs von Duran Duran und Depeche Mode über Subway to Sally bis hin zu Tanita Tikaram ihre eigene und damit eine völlig neue Stimme. Kühler Synthie-Pop, brachiales Metal-Gekreische, wilde Bühneshow? Fehlanzeige! Stattdessen waren alle Lieder in ein warmes, klassisches Gewand gekleidet, und jeder Song kam daher wie ein kleines Theaterstück. Den musikalischen Teppich dafür bildeten ein Cello und ein Piano. Ganz schlicht, aber intensiv.

"Da sieht man erstmal, dass diese sparsame Instrumentalisierung völlig ausreicht", sagt Jens Fenger aus Wiesenau. "Mir gefällt e_SSRq s wirklich gut." "Vor allem das Cello ist klasse", fügt seine Frau Anke hinzu. Auch Herbert Brandner aus Berlin bereut den Ausflug nicht. "Ich fand das hochinteressant. Am Anfang war die Sängerin noch etwas verhalten, aber dann ist sie aufgeblüht. Wunderbar." So verträumte Augen wie der ältere Herr hat an diesem Abend auch eine rabenschwarz gekleidete, junge Frau aus Eisenhüttenstadt. Wie gefesselt saß sie auf ihrem Stuhl - von Anfang an bis zur Zugabe. Peggy Kasten ihr Name. "Ich war schon Blind-Passengers-Fan", betont sie. "Aber das hier ist auch super. Natürlich war das Klassische anfangs etwas ungewohnt, aber ich würd e_SSRq mir das wieder anhören und ansehen."

Nik Page ist übrigens auf Empfehlung von Musiker und "Snowy-Vater" Axel Titzki nach Eisenhüttenstadt gekommen, wie er verrät. "Wir haben uns vor Jahren bei irgendwelchen Konzerten kennengelernt und telefonieren noch häufig miteinander." Gut, für die Kleine Bühne, dass der Kontakt gehalten hat.

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