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Solidargemeinschaft zum Schutz vor Kriminalität will breites Bündnis auf die Beine stellen

Netzwerk für sicheres Woltersdorf

Nachbarschaft bringt's: Siegfried Diez, Norbert Ehrentraut und Lothar Werner (von links) von der Solidargemeinschaft zum Schutz vor Kriminalität.
Nachbarschaft bringt's: Siegfried Diez, Norbert Ehrentraut und Lothar Werner (von links) von der Solidargemeinschaft zum Schutz vor Kriminalität. © Foto: MOZ/Eggers
Joachim Eggers / 25.11.2014, 19:36 Uhr
Woltersdorf (MOZ) Die Gemeinde soll eine sichere Adresse werden - dieses Ziel will die Solidargemeinschaft zum Schutz vor Kriminalität (SSK) mit einem Projekt nach Neuenhagener Vorbild mit einem großen Netzwerk im Ort verfolgen.

Gegenseitige Aufmerksamkeit und Prävention - das waren zwei Stichworte, die am Montagabend bei der öffentlichen Mitgliederversammlung der SSK in der Woltersdorfer Feuerwache immer wieder genannt wurden. Dass das in Woltersdorf gar nicht so schlecht klappt, zeigt ein Vorfall vom gleichen Abend. Im Rebhuhnweg - das ist im Wohngebiet Lerchenfeld - hörte ein Bürger Scheiben klirren und wollte nach dem Rechten sehen, berichtete am Dienstag die Polizei. Der Mann stellte fest, dass mehrere Personen fluchtartig das Nachbargrundstück verließen. Sie hatten ein eine Scheibe der Terrassentür zerstört und waren offenbar durch das Nahen des aufmerksamen Anwohners gestört worden. Trotzdem wird der Sachschaden bereits auf rund 5000 Euro geschätzt.

14 Einbrüche sind bis dahin in diesem Jahr in Woltersdorf gezählt worden, drei davon wurden - wie der am Montagabend - nicht vollendet. Das sei womöglich auch den Streifengängen des von der Polizei als Sicherheitspartner anerkannten Vereins zuzuschreiben, sagte Bürgermeister Rainer Vogel, der sich bereit erklärte, als Schirmherr des angestrebten Projekts zu fungieren. Die Sicherheitspartner setzen wie die Neuenhagener auf ein Miteinander von Bürgern, Wirtschaft, Polizei und Verwaltung. Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Hannelore Taubert, wies darauf hin, dass gerade ältere Menschen oft Angst hätten, und regte an, die SSK sollte im Seniorenbeirat mitwirken. Dem werde man sich stellen, sagte Versammlungsleiter Norbert Ehrentraut. Dass es letztlich darum geht, den Verein mit seinen 22, meist älteren Mitgliedern zu stärken, räumte Ehrentraut unumwunden ein, als Holger Dymke, der SPD-Ortsvorsitzende, ihn direkt fragte. Es gehe aber auch um Multiplikatoren für das Sicherheitsgefühl. Vertreter anderer Gruppierungen aus dem Ort äußerten ebenfalls ihre grundsätzliche Zustimmung. Der Verein strebt an, seine Projektidee jetzt zu konkretisieren; der nächste Sommer wurde als Starttermin genannt.

Zuvor hatte Katrin Gassner, Präventions- und Opferbeauftragte der Polizei, über Angsträume gesprochen und angeboten, nach dem Vorbild anderer Orte in Woltersdorf in einer Begehung zu erkunden, wo solche Räume sind - und was dort getan werden kann, um dort das Sicherheitsgefühl zu stärken.

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