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Savvas Vasiliadis gibt sein griechisches Restaurant in Schöneiche ab

Aus "Korfu" wird "Irodion"

Noch vier Tage: Am 2. Juli hat das Restaurant Korfu zum letzten Mal unter der Regie von Savvas Vasiliadis geöffnet.
Noch vier Tage: Am 2. Juli hat das Restaurant Korfu zum letzten Mal unter der Regie von Savvas Vasiliadis geöffnet. © Foto: MOZ/Martin Stralau
Martin Stralau / 28.06.2017, 06:50 Uhr
Schöneiche (MOZ) Savvas Vasiliadis hat in den vergangenen Tagen bereits viele Gäste trösten müssen. "Manch einer hat sogar geweint", sagt der 57-jährige Grieche. Die Nachricht, dass er sein Restaurant "Korfu" an der Schön-eicher Dorfstraße abgibt, sorgt im Ort für traurige Gesichter.

Am 2. Juli hat das Gasthaus zum letzten Mal unter seiner Regie geöffnet. Dann wird renoviert, bevor in der letzten Augustwoche ein neuer Grieche übernimmt. "Das Restaurant heißt dann Irodion, Telefonnummer und E-Mail-Adresse bleiben", sagt Vasiliadis. Ebenso wie mehr als die Hälfte der Belegschaft. Er sei zufrieden, "einen erfahrenen Gastronom gefunden zu haben" und stecke doch in einem "echten Dilemma. Es ist ein komisches Gefühl: Einerseits freue ich mich, dass es einen guten Nachfolger für mich gibt, andererseits denke ich mir, für die Rente ist es noch zu früh", sagt Vasiliadis. Und trotzdem: Die Entscheidung sei länger gereift. Mehr als 13 Jahre lang hat er den Laden geführt. Bis 2014 als Pächter, zuletzt als Eigentümer. Und nun also als Verpächter.

30 Tage Urlaub habe er in all den zurückliegenden Jahren gehabt, zwischen zwölf und 15 Stunden täglich gearbeitet. Damit soll jetzt Schluss sein. "Ich bin schließlich auch nicht mehr der Jüngste", erklärt Vasiliadis. Schon bei der Übernahme des Restaurants habe er sich gesagt, dass er dann aufhören wolle, wenn beide Töchter mit ihrem Studium fertig sind. Das ist in zwei Monaten der Fall.

Mit dem Abschied von Savvas Vasiliadis muss sich das Restaurant neu finden. Seit 2004 hat sich das Haus zu einem zentralen Treffpunkt für Familien- und Vereinsfeiern entwickelt, Bürgermeister Ralf Steinbrück stieß dort auf seinen Wahlsieg an. 4000 bis 5000 Stammkunden habe er, schätzt Savvas Vasiliadis. "Von vielen kenne ich die Familiengeschichte - und sie kennen meine." Anfang der Achtziger kam er aus einem Ort bei Thessaloniki nach Berlin, wo er seine in Deutschland geborene griechische Frau kennenlernte, die ihn bis heute im Restaurant unterstützt. Nach seinem Studienabschluss als Diplom-Informatiker an der Technischen Universität Berlin führte er von 1988 bis 2002 einen Feinkostladen in einem Berliner Einkaufszentrum. Einen solchen will er schon bald im Umfeld von Schöneiche wieder eröffnen, mit einem Ziel: "Weniger zu arbeiten."

Zunächst aber macht Savvas Vasiliadis drei Wochen Urlaub in Griechenland. Die Gefahr, dass ihm dabei langweilig wird, besteht nicht. "Meine größere Tochter heiratet in dieser Zeit", freut er sich.

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