Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ballnacht für Brandschützer

Annette Herold / 08.04.2010, 00:00 Uhr - Aktualisiert 12.04.2010, 13:55
Weitere Infos zur Sternfahrt im Org (In House) und Jörg Kotterba

Den Nachwuchs bei den Jugendfeuerwehren, die aktiven Brandschützer und die Frauen und Männer in den Alters- und Ehrenabteilungen – all diese Angehörigen Freiwilliger Wehren und der Berufsfeuerwehr hob Markus Derling in seinen Worten zur Eröffnung des Balls hervor. Das Engagement all dieser Menschen sei wichtig für die Stadt, so dass an einem Abend wie diesem auch kräftig gefeiert werden könne.

Dass diesem Fest reichlich Arbeit vorausgegangen ist, dokumentiert die Statistik. Die Mitglieder des Stadtfeuerwehrverbandes – allesamt Berufsfeuerwehrmänner oder Mitstreiter in den acht Freiwilligen Wehren – wurden im zurückliegende Einsatz-Jahr zu 282 Bränden und Explosionen und zu 
898 sogenannten technischen Hilfeleistungen – von der Beseitigung von ausgelaufenem Öl auf der Straße bis zu Sturm- und Wasserschäden – gerufen. „Bei Bränden, vor allem Wohnungsbränden, wurden insgesamt 24 Menschen gerettet. Es gab keine Toten“, informierte Helmut Otto, Amtsleiter Katastrophenschutz. 112 Menschen, die nach Verkehrsunfällen in Fahrzeugen eingeklemmt oder in anderen Notlagen waren, hätten ihr Leben ebenfalls der Feuerwehr zu verdanken. Und die ist zu jeder Tag- und Nachtzeit zur Stelle.

„Nicht zu vergessen die Notfall-Einsätze, in die auch die Männer der Berufsfeuerwehr mit eingebunden sind“, ergänzte Helmut Otto die Statistik des zurückliegenden Jahres. Die Zahl der Notfall-Einsätze für 2009 ist enorm: 10 728. Was nicht nur Helmut Otto ärgert: Noch immer lösen Zeitgenossen einen Alarm aus, obwohl keine Gefahr in Verzug ist. Unter der Rubrik blinde und böswillige Alarme steht fürs zurückliegende Jahr die Zahl 15. Viel höher sind die Fehlalarmierungen durch defekte Brandmeldeanlagen: 110. Pro Rettungseinsatz, der durch
einen Fehlalarm zustande kommt, kassiert die Stadt übrigens mehr als tausend Euro. Sie ist dazu gesetzlich verpflichtet.

Am Rande des Feuerwehrballs immer wieder ein Thema: Die
19. Internationale Feuerwehr-Sternfahrt in Frankfurt und Slubice vom 2. bis 5. Juni kommenden Jahres. 6000 bis 8000 Gäste aus mindestens 15 Ländern kommen an die Oder. Jetzt sucht das Org.-Büro unter Führung Markus Derling jede Menge Quartiere. Derzeit seien in Hotels und Pensionen bereits 2000 Betten geordert. Auch auf polnischer Seite. Zusagen gäbe es schon von der Bundespolizei, vom Studentenwerk und von der Helenesee AG, die mehr als tausend Sternfahrern, vorrangig Campern, Plätze anbietet. „Im Gespräch sind der Frankfurter Olympia-Stützpunkt und andere Anlaufpunkte mit Bettenkapazitäten. Ein großer Zeltplatz soll hinter dem Messegelände entstehen. Dort könnten die Sternfahrer auch ihre Mannschaftswagen platzieren“, berichtete Wolfgang Welenga, der auch Präsidiumsmitglied im Org.-Büro Sternfahrt ist. Dieses internationale Präsidium tagt am 13. Mai in Frankfurt und Slubice. „Wir bauen auf Sie“, fügte Markus Derling, an die Ballgäste gerichtet, hinzu. Er hoffe dass sich Frankfurt als guter Gastgeber präsentieren werde.

Auf dem Messegelände feierten indes die Frauen und Männer, die sonst Dienst zum Retten von Menschenleben leisten. „Es ist wichtig, dass wir uns neben der Arbeit Zeit zum Feiern nehmen“, sagte Wolfgang Welenga und hob hervor, was ihn am Sonnabend besonders freute: Trotz des Absturzes der polnischen Regierungsmaschine waren von
40 eingeladenen Vertretern der Gorzower und Slubicer Feuerwehren sechs nach Frankfurt gekommen.

-Büro unter der Rufnummer 0335 565-3700. E-Mail: orgbuero.sternfahrt2011@arcor.de

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG