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Mitarbeiter vom Oder-Spree Krankenhaus informieren über das Berufsbild Gesundheits- und Krankenpfleger

Ausbildung
Ein Lächeln als Belohnung

Erste Hürde genommen: Einen Ausbildungsplatz zum Gesundheits- und Krankenpfleger am Krankenhaus Oder-Spree haben Renée Lorenz und Sophie Klaue (v. l.) bereits ergattert. Die beiden Frauen sind im ersten Lehrjahr und berichteten auf der Informationsveranstaltung am Dienstag über ihre Erfahrungen.
Erste Hürde genommen: Einen Ausbildungsplatz zum Gesundheits- und Krankenpfleger am Krankenhaus Oder-Spree haben Renée Lorenz und Sophie Klaue (v. l.) bereits ergattert. Die beiden Frauen sind im ersten Lehrjahr und berichteten auf der Informationsveranstaltung am Dienstag über ihre Erfahrungen. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Tatjana Littig / 22.02.2018, 08:00 Uhr
Beeskow (MOZ) Jedes Jahr werden fünf Ausbildungsplätze für Gesundheits- und Krankenpfleger am Krankenhaus Oder-Spree in Beeskow vergeben. Über das Berufsbild und den anspruchsvollen Berufsalltag haben Mitarbeiter des Krankenhauses am Dienstag informiert.

„Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm,“ sagt der Volksmund. Im Fall von Xenia-Marie Kollberg aus Fürstenwalde trifft das zu. Genauso wie ihre Mutter und ihre Schwester möchte die 16-Jährige, die die Montessori Oberschule in Hangelsberg besucht, nach ihrem Schulabschluss Gesundheits- und Krankenpflegerin werden. Ihre Bewerbung liegt im Krankenhaus Oder-Spree bereits vor. Der Einladung zur Informationsveranstaltung über das Berufsbild folgt sie, begleitet von ihrer Mutter, trotzdem gern. Für Michaela Kollberg ist der Beruf ein Traumberuf. „Diese Dankbarkeit, diese Herzlichkeit“, schwärmt sie. „Du gibst was und bekommst das Doppelte zurück. Mal ist es ein Lächeln, dann ein Zuzwinkern, je nach dem, wozu ein Patient imstande ist.“

Von Michael Rochow, Pflegedienstleiter des Krankenhauses, hört man Ähnliches: „Für mich ist und bleibt es ein schöner Beruf durch die Rückmeldung der Patienten und die Dankbarkeit.“ Doch er will bei den Besuchern auch keine falschen Erwartungen wecken. Es sei ein harter Beruf, sagt er, körperlich anstrengend und psychisch belastend. Gemeint ist damit nicht nur die Arbeit am Patienten, sondern auch das Schichtsystem. In Beeskow wird in drei Schichten gearbeitet. „Sein Privatleben muss man entsprechend organisieren“, erklärt Michael Rochow. Jeden Mittwoch zum Vereinstreffen? „Schwierig.“ Jedes Wochenende tanzen gehen? „Ebenfalls schwierig.“ Flexibilität wird von den Bewerbern verlangt.

Fünf Ausbildungsplätze werden jedes Jahr im Krankenhaus Oder-Spree vergeben. 129 Planbetten, Betreuung von etwa 6500 stationären und rund 10 000 ambulanten Fällen im Jahr, regionale Ausrichtung – das sind die Eckpfeiler der Arbeit in Beeskow. „Wir sind für Sie nah“, so lautet das Motto des Krankenhauses. Die familiäre Atmosphäre, die Michael Rochow schildert, überzeugt die Jugendlichen und ihre Eltern – so auch Lea Weidemann und ihren Vater Frank. Aus Müncheberg sind die beiden zur Informationsveranstaltung gekommen. Die Bewerbung? Die liegt dem Krankenhaus bereits vor. „Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten“, sagt die 16-Jährige. Als sozial und hilfsbereit beschreibt sie sich. Zuhause unterstützt sie ihre Eltern bei der Pflege der 93-jährigen Großmutter, die im Haus mitlebt. Sie reicht Essen, lagert sie um – für die Gesundheits- und Krankenpfleger im Krankenhaus Oder-Spree ist das Alltag.

Zwei Auszubildende aus dem ersten Lehrjahr, Sophie Klaue und Renée Lorenz, schildern ihre Erfahrungen. Die sogenannte „Waschprüfung“ haben sie schon hinter sich. Darauf vorbereitet haben sie sich an der Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe in Eisenhüttenstadt. „Wir haben uns gegenseitig gewaschen“, erklärt Renée Lorenz. „Man geht gut vorbereitet in den Praxiseinsatz im Krankenhaus“, beruhigt Sophie Klaue.

Während im ersten Lehrjahr die Grundpflege im Vordergrund steht, kommen im zweiten Jahr vermehrt Außeneinsätze in Pflegeheimen und Sozialstationen dazu. Das dritte und letzte Lehrjahr dient der Examensvorbereitung. Die Chancen auf eine anschließende Anstellung stehen gut – auch im Krankenhaus Oder-Spree. „Wer Arbeit in dem Bereich finden möchte, der findet sie auch“, sagt Kerstin Liepe von der Arbeitsagentur in Beeskow. Auch Michael Rochow spricht den Anwesenden Mut zu: „Es ist eine anspruchsvolle, aber machbare Ausbildung – und hinterher hat man einen verantwortungsbewussten Beruf.“

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