Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Allerorten wird fleißig geputzt und die Überbleibsel des Winters beseitigt / Aktionen in Berkenbrück, Schöneiche und Woltersdorf

Aktion
Der Frühling ist willkommen

Mara Kaemmel, Cornelia Link-Adam, Marion Thomas / 26.03.2018, 07:00 Uhr
Erkner Jetzt, da der Winter kaum noch Chancen hat, steht vielerorts der Frühjahrsputz an. Die MOZ hat stellvertretend in Berkenbrück, Schöneiche und Woltersdorf vorbei geschaut.

Berkenbrück: Gut 50 Freiwillige – deutlich mehr als im Vorjahr – sind am Sonnabend dem Aufruf des Angelsportvereins „Die Berkenbrücker“ zum Arbeitseinsatz an den Badestrand gefolgt. Während die Petrijünger um Dietmar Aurich die Stege und Boote säuberten und Gerhard Jotter Bruchholz fürs Osterfeuer abtransportierte, harkten andere Bürger wie Björn Aurich und Sohn Mats (5), aber auch Anja Jotter Laub am Spreeufer zusammen. Helfen, damit es wieder schön aussieht, das wollten sie – auch beim Sand-Verteilen auf dem Rodelberg. Die Jugendfeuerwehr war dabei, sammelte Müll und harkte Laub auf dem Sportplatz, das mittels Technik der Gemeinde und von Firmen schnell im Container landete.

Kaum hatten die Feuerwehr-Aktiven mit Wasserdruck der Pumpe den Badesteg gesäubert, verteilten sie 25 Tonnen frischen Sand, besorgt von Bürgermeister Andy Brümmer, auf dem Spielplatz. Aber auch neue Reifen kamen als Puffer unter die Wippe in den Boden. Wit vereinten Kräften wurde die Bank unter die Kastanie umgesetzt. Man schaffte Platz, immerhin steht hier bald neben den frisch gestrichenen Federtieren ein acht Meter langes Kletter-Schiff, das der Briesener Holzgestalter Dieter Lehmann gerade baut. Belohnt wurden am Ende alle Freiwilligen mit einem Mittagsimbiss, zubereitet von den Anglern Bärbel und Thomas Merten.

Rund zwanzig Helfer waren am Sonnabend in den Kleinen Spreewaldpark gekommen, um Sturmschäden aus dem vergangenen Jahr zu beseitigen. Mit Kreissäge und Astscheren zerlegten sie umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste. Birgit Schürmann vom Naturschutzaktiv Schöneiche erklärte: „Wir entfernen außerdem das viele Efeu, weil sich Wildschweine darin verstecken, die nehmen sonst überhand.“

Auch die Bobfahrerin Lisa Buckwitz, die gerade erst mit einer Olympia-Goldmedaille nach Hause zurückgekehrt ist, schnitt emsig Totholz klein. „Ich wollte mich nach all den Ehrungen in der Gemeinde ein bisschen im Ort nützlich machen“, sagte sie.

Bürgermeister Ralf Steinbrück hatte im Vorfeld alle Bürger dazu aufgerufen, sich beim diesjährigen Frühjahrsputz zu beteiligen. Einsätze waren ebenfalls im Wald an der Hamburger Straße und im Wäldchen Am Rosengarten/Woltersdorfer Straße geplant, wo es Müll zu beseitigen gab. Er selbst packte gemeinsam mit sechs  anderen im Schlosspark an. Auch hier hatten Stürme Bäume umgeweht und Äste abgerissen. Mit Blick auf die vielen Fleißigen im Kleinen Spreewaldpark resümierte er: „Wir hätten im Schlosspark noch mehr Hände brauchen können, die Helfer waren ein bisschen ungleich verteilt.“

Fleißige Hände regten sich an den Kranichsbergen in Woltersdorf. An der steilen Treppe hinauf zum Aussichtsturm wurde fleißig gewerkelt: Die Mitglieder des Verschönerungsvereins beseitigen das alte Herbstlaub und Schmutz, harken die Wege und bessern kleine Schäden aus. „Das machen wir immer vor Ostern“, sagte Martina D’Hooge, stellvertretende Vorsitzende, und freute sich über die zahlreiche Unterstützung trotz Kälte und grauer Wolken. „Wenigstens regnet es nicht“, meinte sie und lachet dabei. „An den Feiertagen werden bestimmt wieder viele hierher kommen und den herrlichen Ausblick vom Turm genießen, da soll doch alles schön sein.“

Mehr als 20 Mitglieder und Freunde des Vereins wirbelten rund um das beliebte Ausflugsziel hoch über der berühmten Woltersdorfer Schleuse. Die Blumenkästen waren bereits mit leuchtenden Stiefmütterchen bepflanzt, die Holzbänke und –tische wurden gesäubert, Wege geharkt, der Unterstand aufgeräumt und sauber gefegt. Auch die Touristentafel soll noch einen neuen Anstrich bekommen und mit Karten und Informationen neu gestaltet werden.

„Frühjahrsputz muss sein“, sagte Manfred Schiemann und schaute um sich. „Wir alle kommen gern hierher und möchten etwas tun, damit unser Woltersdorf so lebenswert bleibt, wie es ist.“ Und Elisabeth Tuchtenhagen fügte hinzu: „Gemeinsam macht die Arbeit Spaß, und die kalten, grauen Wolken stören auch nicht dabei.“ Nach getaner Arbeit saßen alle fleißigen Helfer noch bei Soljanka und Tee gemütlich beisammen, redeten, schmiedeten Pläne und stießen mit einem kleinen Sekt auf ihre gute Gemeinschaft an.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG