Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ausschuss
Kunstplatz macht das Rennen

Marktplatz Nicht groß: Die Fläche hinter den Schienen und vor den Häusern soll der neue Marktplatz werden.
Marktplatz Nicht groß: Die Fläche hinter den Schienen und vor den Häusern soll der neue Marktplatz werden. © Foto: Martin Stralau
Martin Stralau / 13.06.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 13.06.2018, 09:32
Schöneiche (MOZ) Vor einem Monat hatte das Büro k1-Landschaftsarchitekten aus Berlin bei einem Bürgerforum im Rathaus sechs verschiedene Entwürfe für einen neuen Platz mit Sitzbänken in der Ortsmitte präsentiert. Es geht um die Fläche gegenüber vom Rathaus, die von den zwei frisch errichteten Wohn- und Geschäftshäusern, dem Heuweg und der Straßenbahnhaltestelle begrenzt wird. Am meisten Zustimmung hatte die Idee eines gepflasterten Platzes gefunden, der Raum für ein Kunstwerk lässt und einen Wochenmarkt (wir berichteten). Die Mitglieder des Ortsplanungsausschusses sind diesem, von der Verwaltung nun als Vorzugsvariante vorgeschlagenen Entwurf gefolgt, von fünf anwesenden Gemeindevertretern stimmten vier für die Beschlussvorlage, einer enthielt sich. Die sachkundigen Einwohner zeigten sich zurückhaltender (vier Ja, ein Nein, drei Enthaltungen).

In der Debatte gab es einige kritische Anmerkungen. Wolfgang Studt (sachkundiger Einwohner) sagte, für ihn sei ein Marktplatz bei der Größe der zur Verfügung stehenden Fläche – es sind 720 Quadratmeter – nicht denkbar. Egal, ob darauf nun ein Kunstwerk oder Wasserspiel, wie es in einer anderen Variante vorgesehen ist, gebaut werde. „Hier von einem Marktplatz zu sprechen, ist an den Haaren herbeigezogen“, sagte er. Es sei eher ein Aufenthaltsplatz. Hans-Joachim Hutfilz (SPD) bezeichnete den Begriff Kunstplatz, mit der die Vorzugsvariante in der Vorlage betitelt wurde, „als überzogen für Schöneiche“. Der Ort benötige vielmehr einen „Erlebnisplatz“, vorrangig mit Möglichkeiten für Märkte mit Produkten aus der Region.

Die Variante heiße Kunstplatz, weil an einer Stelle ein Kunstwerk vorgesehen sei, betonte Bürgermeister Ralf Steinbrück (SPD). Das Kunstwerk sei noch nicht Bestandteil der Kalkulation. Insgesamt sind 311 000 Euro für diese Variante vorgesehen, davon 260 000 Euro Baukosten. Baubeginn soll 2019 sein, die Gemeindevertretung stimmt in zwei Wochen ab.

Axel Klapka, Geschäftsführer des Planungsbüros, sagte, dass ein Marktplatz sehr wohl funktioniere. Das sei durchgerechnet worden. Außerdem sei noch viel mehr möglich. „Man kann hier Public Viewing machen, eine Theateraufführung oder einen Seniorentanzabend.“ Johannes Kirchner (NF/Grüne/FFW) fand die Variante Dorfangerplatz „am zielführensten. Sie lässt die meisten Marktstände zu, Kunst kann später immer noch dazukommen.“ Peter Pohle (sachkundiger Einwohner) sprach sich für die Variante Gartenplatz aus. Beate Simmerl (Linke) brachte für das Kunstwerk lokale Künstler ins Spiel und Klaus Kaiser (BBS/UBS) regte an, ein Fundament mit Sitzform zu schaffen, in dessen Mitte Platz für wechselnde Kunstwerke ist.(mst)

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG