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3. SwinRun in Grünheide mit doppelt so vielen Startern wie im Vorjahr / Einmal mehr Orientierungsprobleme beim Wald- und Seenlauf

Ausdauersport
Exotischer Zweikampf

Kai Beißer / 13.06.2018, 13:09 Uhr
Grünheide (MOZ) Insgesamt acht sportliche Wettbewerbe fanden im Rahmen des Grünheider Heimatfestes statt, etwas mehr als 80 Teilnehmer passierten die Zeitmessung im Ziel. Der mittlerweile zum dritten Mal ausgetragene SwimRun ist dabei immer noch eine leicht exotische Angelegenheit.

Die Idee dieses etwas anderen Ausdauer-Zweikampfes stammt aus Schweden. Die Besonderheiten kurz zusammengefasst: Es erfolgt kein Wechsel zwischen Lauf- und Schwimmbekleidung, es bleiben also auch im Wasser die (möglichst leichten) Schuhe an, hinzu kommen als Hilfsmittel ein sogenannter Pullbuoy – ein Stück Schaumstoff, das im Idealfall zwischen die Oberschenkel geklemmt wird und so dem Athleten dank des Auftriebs das Schwimmen erleichtert – sowie wenn möglich Fingerpaddles, die eine bessere Wasserverdrängung ermöglichen, weil fast nur aus den Armen heraus geschwommen wird. Die Beine müssen dann beim Laufen wieder ran ...

In Skandinavien führen die SwimRun-Wettbewerbe über recht lange Distanzen, werden meist zwischen den Schären und oft in Zweier-Teams ausgetragen. In Grünheide waren beim Hauptwettkampf – es gab auch einen einfachen Swim & Run über 250 und 1400 Meter – für die Einzelstarter beide Teildisziplinen fünfmal zu absolvieren, was in der Summe 1,25 + 5,75 = 7 Kilometer ausmachte. Unterstützung erhielt der Ausrichter, der Verein LOS Multisport um Marco Ziechmann und Nic Rohmann, nicht nur von der Gemeinde und vom ortsansässigen Grünheider SV, sondern auch wieder vom Fürstenwalder Schwimmverein.

34 Starter waren ziemlich genau doppelt so viele wie bei der zweiten Auflage im Vorjahr. Der Schulzendorfer Jan Tzschoppe vom LOS Multisport unterbot bei seinem Start-Ziel-Sieg in 43:45  den Streckenrekord von Christian Binner (Berliner TSC) um 2:45 Minuten.

Es gab auch wieder einen Trainings-SwimRun. 15 Teilnehmer absolvierten sechs Wasserpassagen von gut zwei Kilometern  in Werl-, Peetz-, Möllen- und Kiessee sowie sieben Laufabschnitte über rund 13 Kilometer in drei Leistungsgruppen und erreichten nach 130 bis 145 Minuten wieder die Festwiese.

Dort hatte Grünheides Ortsvorsteher Uwe Werner zum Auftakt die Jüngsten auf eine knapp300 Meter lange Runde geschickt. Dem Bambini-Lauf folgten die Schüler-Rennen über 1,2 und3,8 km. Dabei lieferten sich auf der kürzeren Strecke Leopold Anders von der SG Hangelsberg und der drei Jahre jüngere JakobRogsch (KSC Strausberg) ein packendes Spurt-Finale, auf derlängeren Distanz siegte Richard Leischer vom einheimischen Grünheider Sportverein.

Der Hauptwettbewerb beim 13. Wald- und Seenlauf, der früher auf dem Sportplatz an der Schule gestartet worden war, führte über 12,65 km. Schnellste der 23 Finisher war Sandra Cummerow von Multisport LOS aus Königs Wusterhausen. Auch, weil die Spitzengruppe der Männer  bei Kilometer 1,5 zunächst in die falsche Richtung abgebogen war und diesen Rückstand am Ende nicht mehr aufholen konnte. „Wir hatten jeden Kilometer markiert, sie müssen also mindestens einen hin und einen zurück mehr gelaufen sein“, sagte Nic Rohmann, der mit einem Schmunzeln quittierte, dass es in der Grünheider Natur nicht zum ersten Mal Orientierungsprobleme gab. „Wir hatten auch ein Schluss-Fahrrad im Einsatz, so dass hinten raus niemand verloren gehen konnte.“

Trotz der kleinen Panne durften die Multisportler einmal mehr auf einen gelungenen sport-lichen Tag beim Heimatfest verweisen. Und der SwinRun hatte allemal das Zeug dazu, sich als Wettkampf mit noch größerer Anziehungskraft zu etablieren. So war der in Berlin-Karlshorst ansässige SSV Ostring um Lea und Alexander Kurz aus Erkner gleich mit 14 Aktiven dabei. „Werbung machen, wiederkommen und jemanden mitbringen“, nennt Rohmann die Maxime für das nächste Jahr.

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