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Neues Gemeindehaus in Philadelphia fertig / Für Feuerwehr-Anbau fehlt noch Fördermittel-Zusage

Eröffnung
120 Quadratmeter Platz zum Feiern

Bernhard Schwiete / 14.06.2018, 06:45 Uhr
Philadelphia (MOZ) Eine private Feier hat schon stattgefunden, am Sonnabend folgt nun die öffentliche Premiere. Wenn in Philadelphia das Dorffest gefeiert wird, können die Bewohner erstmals die Vorzüge ihres neuen Gemeindehauses genießen. Genutzt wird das Gebäude für den Verkauf von Kaffee und Kuchen, wie der stellvertretende Ortsvorsteher Rocco Senst ankündigt.

Das Gebäude am Dorfplatz am Luchweg, das als Anbau an die Feuerwache errichtet wurde, bietet jedoch noch viel mehr. Der Saal ist etwa 120 Quadratmeter groß und bietet damit deutlich mehr Platz, als dies im alten Gemeindehaus in der Hauptstraße der Fall war. Schmuckstück des Raumes ist die Bar mit einem hölzernen Tresen, der in Eigenleistung errichtet wurde. „Schön ist auch, dass der Saal barrierefrei ist, anders als im alten Gemeindehaus“, sagt Senst. Um Baufreiheit für das neue Gebäude zu schaffen, haben Mitglieder der Vereine  aus dem Ort vor Beginn der Arbeiten den Spielplatz, bestehend aus Wippe und Schaukel, ein Stück versetzt.

Die offizielle Bauabnahme für das Haus erfolgt laut dem Storkower Bauamtsleiter Robert Hentschel erst am Montag, wenn auch die Terrasse fertig gepflastert ist. Lob hat er für die Einwohner von Philadelphia parat. „Sie haben sich freiwillig sehr engagiert“, sagt er. 491 000 Euro hat die Stadt in das Gemeindehaus gesteckt, drei Viertel dieses Betrages gab es als Fördermittel aus dem Leader-Programm. Um den Eigenanteil schultern zu können, hat die Stadt das alte Gemeindehaus verkauft.

Dort fand diese Woche letztmals die monatliche Kaffeerunde der Senioren statt. Der Ortsbeirat nahm dies zum Anlass, Inge Hielscher und Renate Bloszat mit Blumen zu danken. Die beiden Frauen hatten sich 25 Jahre lang stets nicht nur um die Kaffeerunden gekümmert, sondern auch Fahrten und Feiern organisiert. Nun treten sie kürzer, die Kaffeerunden sollen nach dem Wunsch des Ortsbeirates dennoch weitergehen.

Noch nicht ganz klar ist am Dorfplatz unterdessen, wie es mit dem geplanten Anbau für die Feuerwehr weitergeht. Fördermittel sind beantragt, aber bislang noch nicht bewilligt. „Wir gehen aber davon aus, dass das spätestens Anfang Juli passieren wird“, sagt Hentschel. 2019 könnten dann die Bauarbeiten stattfinden. Unterdessen muss die Stadt für den Anbau einen höheren Eigenanteil aufbringen als zunächst gedacht, weil das Land die Förderquote von 60 auf 55 Prozent reduziert hat. Für die Stadt bedeutet das Mehrausgaben von 15 000 Euro. Die Stadtverordneten stimmten dem in ihrer jüngsten Sitzung im Mai bereits zu.(bs)

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