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Volleyball
Herbe Niederlage beim VCO II

Bert Körber / 03.12.2018, 06:00 Uhr
Berlin Es war der berühmte Satz mit X: Die Volleyballer der TSGL Schöneiche haben ihr letztes Hinrundenspiel in der Dritten Liga Nord beimVC Olympia Berlin II in nur 56 Spielminuten überaus deutlich mit 0:3 (16:25, 21:25, 14:25) verloren.

Es war dies die dritte Niederlage im zehnten Saisonspiel für die Randberliner, die damit als Tabellenvierter mit jetzt sieben Punkten Rückstand auf den überraschenden „Herbstmeister“, Aufsteiger SC Potsdam, in die Rückrunde gehen, die am dritten Advent-Sonnabend mit dem Derby-Rückspiel beim TKC Wriezen beginnt. Derweil rangieren die 16- bis 18-jährigen Talente aus der Kaderschmiede des Deutschen Volleyball-Verbandes auf Platz 2, und das völlig zu Recht, war der VCO II den Gäste aus Schöneiche doch nahezu über die gesamte Spielzeit und in allen Belangen klar überlegen.

Die Vorzeichen vor der Partie zur ungewohnten Mittagszeit am Sonnabend in der Großen Halle des Sportforums in Berlin Hohenschönhausen standen für die Schöneicher schon nicht besonders gut: Neuzugang und Leistungsträger Maximilian Fromm fällt mit einer schweren Erkrankung mindestens bis zum Jahresende aus, und Routinier Kevin Meusel laborierte im Vorfeld erneut an einer schmerzhaften Knieverletzung. Er versuchte es zwar im ersten Satz zunächst noch, musste aber von Trainer Jürgen Treppner bereits nach wenigen Ballwechseln vom Feld genommen werden.

Für Meusel kam Benno Hartung auf der Diagonalposition zum Einsatz, der im Verlauf des Spiels mit einigen erfolgreichen Angriffen auf sich aufmerksam machte, sein wahres Leistungsvermögen aber ebenso wenig abrufen konnte wie die meisten seiner Teamkollegen. Lediglich Zuspieler Marcus Steck sowie die Mittelblocker Erik Witt undSebastian Grösch – Letzterer wurde nach dem Spiel zum ersten Mal in dieser Saison vom gegnerischen Trainer Andreas Nestke zum wertvollsten Akteur auf Schöneicher Seite ernannt – näherten sich ihrer Normalform zumindest im zweiten Durchgang etwas an.

Aber auch das Strohfeuer einer zwischenzeitlichen Drei-Punkte-Führung verpuffte zum Ende des Satzes hin wieder recht schnell, so dass die Moral der Gäste damit schon vor dem dritten Abschnitt augenscheinlich gebrochen war. In diesem ergab sich die Mannschaft um Kapitän Lucas Grofe dann fast kampflos ihrem Schicksal, hatte den für ihr Alter beeindruckend abgezockt agierenden Hausherren nichts mehr entgegenzusetzen.

Nun gilt es, diese deprimierende Niederlage so schnell wie möglich aus den Köpfen zu bekommen und sich in den nächsten zwei Wochen konzentriert auf das Spiel in Wriezen vorzubereiten. Hier geht es für die Schöneicher Spieler und ihren Trainer, der in der vergangenen Saison ja noch beim Gegner an der Seitenlinie stand, nicht nur ums Prestige, sondern im ersten Spiel der Rückrunde vor allem darum, mit einem Sieg beim Lokalrivalen – der am Sonnabend den Kieler TV II nach zweimaligem Rückstand im Tiebreak bezwang (-20, 23, -18, 21, 5) – den Anschluss an die Tabellenspitze nicht schon vor dem neuen Jahr fast uneinholbar zu verlieren.

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