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Handball
Grünheider SV II belohnt sich mit Aufstieg

Mit frischer Power zur Meisterschaft: Grünheider Eigengewächse schreiben Erfolgsgeschichte.
Mit frischer Power zur Meisterschaft: Grünheider Eigengewächse schreiben Erfolgsgeschichte. © Foto: Michel Nowak
Michel Nowak / 22.12.2018, 02:15 Uhr - Aktualisiert 23.12.2018, 13:19
Grünheide ( ) Bis zum 12. Februar läuft die Umfrage nach den populärsten Sportlern des Jahres 2018 in Oder-Spree. Drei Tage später werden die Sieger im Atrium des Landratsamtes in Beeskow geehrt. Bis dahin stellen wir in loser Folge alle 36 Kandidaten vor. Heute: die Handballer des Grünheider SV II.

Dass beim Grünheider SV hervorragender Handball gespielt wird, ist in der Region bestens bekannt. Das gilt definitiv auch für die Teams hinter der ersten Männer-Mannschaft in der Oberliga Ostsee-Spree. Etwas in deren Schatten hat sich das zweite Team des Vereins klar den Meistertitel in der Verbandsliga Nord geholt und den Aufstieg in die Brandenburgliga, der höchsten Spielklasse des Landes, geschafft. Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, weil die überwiegend jungen Handballer um Trainer Ronny Winkler nahezu ausnahmslos Grünheider Eigengewächse sind.

Schon in den Vorjahren spielten sie mal in der Verbandsliga Nord, mal in der Verbandsliga Süd eine gute Rolle. Wegen der Lage in der Mitte Brandenburgs wechselte die Mannschaft mehrfach die Staffel. Nach einem vierten Platz im Jahr 2017 mit 29:15 Punkten in der Verbandsliga Süd gab Ronny Winkler ein klares Ziel für die neue Spielserie aus: „Wir wollten mehr Pluspunkte als in der Vorsaison holen.“ Das war ein durchaus hochgestecktes Ziel. Denn das Team wechselte wieder in die Nordstaffel – und die gilt gemeinhin als stärker.

Gleich im ersten Vergleich trafen die Grünheider auswärts auf die Reserve des MTV Altlandsberg und spielten dort 22:22-Unentschieden. Was da noch niemand wusste: Die Altlandsberger sollten fortan für lange Zeit der Hauptkonkurrent um die Tabellenspitze sein. In der Folge gewannen die Grünheider sechs Spiele in Folge. „Beim 28:23 beim HC Neuruppin am fünften Spieltag dachte ich das erste Mal, dass wir eine Chance haben, oben mitzuspielen“, sagt Trainer Ronny Winkler. In Neuruppin konnte auch der damals 18-jährige Torhüter Fabien Grünagel erstmals sein Talent voll zur Geltung bringen.

Gegenüber den Vorjahren präsentierte sich der Grünheider SV II insgesamt deutlich gereift. „Die Jungs haben einen großen Sprung gemacht und sich im Männer-Bereich etabliert“, urteilt der Coach. Teilweise begeisterten seine Akteure das Publikum bei den Heimspielen, etwa beim umjubelten 28:26-Sieg gegen den MTV Altlandsberg II in der Löcknitzhalle zu Beginn der Rückrunde.

„Johannes Kühn auf der Mitte-Position ist heute ein Führungsspieler“, sagt Ronny Winkler, „Roman Nickel arbeitet hervorragend in der Abwehr und auch Dennis Sutterer hat sich sehr gut entwickelt.“ Alle drei haben beispielhaft etwas gemeinsam: Die heute 22-Jährigen spielten während der gesamten Jugend gemeinsam in einem Team. Über sie – genauso wie auch über seine weiteren Spieler – berichtet Trainer Winkler, hauptberuflich übrigens Chemie- und Sportlehrer, viel Positives: „Sie teilen meinen Ehrgeiz und setzen die taktischen Anweisungen hervorragend um.“ Das gelte ausdrücklich auch für „ältere“ Akteure wie Kreisläufer Erik Wunsch (29) oder Rückraumspieler David Walaszewski (36). Viele der Spieler der zweiten Mannschaft engagieren sich inzwischen auch als Trainer oder Schiedsrichter in anderen Funktionen im Verein.

In der Verbandsliga-Saison blieben die Grünheider bis zum viertletzten Spieltag ohne Niederlage. Durch eine Reihe von teils vermeidbaren Unentschieden (24:24 beim SV Eichstädt, 25:25 bei Blau-Weiß Wusterwitz und 25:25 bei der TSG Rot-Weiß Fredersdorf) blieb das Titelrennen aber doch lange spannend.

Mit drei Siegen in den abschließenden Spielen wischte das Team aber alle Zweifel weg und holte sich etwas überraschend den Meistertitel. Nachdem die erste Mannschaft erfolgreich den Klassenerhalt in der Oberliga schaffte, war der Weg für den Aufstieg in die Spielklasse darunter, die Brandenburgliga, frei. Vorher belohnte sich das Team aber mit einem mehrtägigen Ausflug nach Mallorca. „Wir haben vor der Saison gesagt: Wenn wir Meister werden, fliegen wir nach Mallorca – und dann haben wir das gemacht“, erklärt Winkler.

Ziel in dieser Saison ist ganz klar der Klassenerhalt. Nach einem schwierigen Saisonstart mit vier Niederlagen hat seine Mannschaft inzwischen Anschluss an das untere Mittelfeld gefunden. Mit vier Siegen in elf Spielen ist der Nachweis erfolgt, dass der Grünheider SV II auch in Brandenburgs höchster Spielklasse konkurrenzfähig ist – eben ein Beleg für die hervorragende Handball-Qualität an der Löcknitz.

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