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Handball
Enttäuschung nach verpasstem Finale

Hochgestiegen: Clemens Wetzel im kleinen Finale gegen die HSG Teltow/Ruhlsdorf, mit Nummer 77 Nils Knyrim, mit der 15 Brian Merkel und rechts Matthias Henow beobachten die Szene.
Hochgestiegen: Clemens Wetzel im kleinen Finale gegen die HSG Teltow/Ruhlsdorf, mit Nummer 77 Nils Knyrim, mit der 15 Brian Merkel und rechts Matthias Henow beobachten die Szene. © Foto: Werner Herzog
Kai Beißer / 09.01.2019, 02:15 Uhr
Potsdam (MOZ) Das Final Four im Handball-Landespokal der Männer ist mit dem Sieg des Oranienburger HC II zu Ende gegangen. Oberligist Grün-heider SV, im Halbfinale mit 25:26 an den Oberhavelern gescheitert, gewann das Spiel um Platz 3 gegen die HSG Teltow/Ruhlsdorf mit 33:25.

Weit mehr als 1000 Zuschauer – in der Mehrzahl natürlich Fans der sechs beteiligten Vereine – erlebten in der Potsdamer MBS-Arena sowohl bei den Frauen wie auch bei den Männern spannende und intensive Spiele, die aber über weite Strecken überaus fair verliefen.

Die Grünheider Oberliga-Handballer hatten es im Halb-finale mit Verbandsliga-Spitzenreiter OHC II zu tun bekommen, der mit einer Hand voll Drittliga-erfahrenen Spielern aus der ersten Mannschaft wie Tobias Frank, Paul Bohle und Huseyin Oksuz verstärkt worden war. Nach zwei Toren von Linksaußen Phillipp Hudewenz verschlief der GSV die erste Halbzeit – gespielt wurden reguläre zweimal 30 Minuten –, agierte nicht diszipliniert genug. Bis auf sechs Tore zog der Gegner davon (8:14/20., 13:19/29.), zeigte dabei vor allem ein gutes Konterspiel.

Nach dem Wechsel kämpfte sich die Mannschaft von der Löcknitz nicht zuletzt dank der Tore von Hudewenz und Kapitän Toni Büttner Schritt für Schritt heran (16:19/34., 20:22/37., 22:23/39.), ging kurz darauf gar noch einmal selbst in Führung. „Wir waren ganz dicht dran am Finaleinzug, am Ende hat es nicht sollen sein“, sagte Trainer Frank Morawetz. Das letztlich so knappe Ausscheiden machte die Enttäuschung noch ein bisschen größer. „Die Stimmung in der Kabine war natürlich imKeller, aber wir durften die Halle erhobenen Hauptes verlassen“, betonte Morawetz, der mit viel Respekt von den Oranienburgern sprach. „Die waren alles andere als ein Außenseiter.“

Was sich tags darauf bewahrheiten sollte, als der OHC auch den anderen Viertligisten, den MTV Altlandsberg, im Finale mit 31:24 (15:9) besiegte. Den klaren Pausenrückstand hatte der Grünheider Liga-Rivale beim 22:22 wettgemacht, damit aber wohl sein Pulver verschossen, so dass die Oranienburger Mannschaft in den letzten Minuten das Spiel noch deutlich zu ihren Gunsten gestalten und wenig später aus den Händen von Verbandspräsident Jens Herrmann den Pokal entgegennehmen konnte.

Im undankbaren Spiel um Platz 3 brauchten die Grünheidergegen die HSG Teltow/Ruhlsdorf, Tabellenzweiter der Brandenburgliga, eine Halbzeit, um die richtige Motivation zu finden. „Ich kann die Mannschaft ver-stehen, dass sie nicht mit dem allerletzten Einsatz gespielt hat. Wir haben viel gewechselt, letztlich war es eine gute Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen“, sagte Morawetz. Nach dem 10:11 zur Halbzeit blieb die Partie lange ausgeglichen, in den letzten sechseinhalb Minuten machte der GSV aus einem 24:24 aber noch ein 30:27.

Bei den Frauen hatte es im Halbfinale deutliche Siege für Drittligist MTV Altlandsberg – 54:17 gegen den amtierenden BB-Liga-Meister VfB Doberlug-Kirchhain – und Oberligist HV Grün-Weiß Werder gegeben – 26:16 gegen Brandenburgligist HSG Teltow/Ruhlsdorf. Das Endspiel war spannend, die herausragende Werderaner Torhüterin Sandra Schmidt hielt ihr hochmotiviert auftretendes Team gegen den Favoriten bis in die Schlusssekunden im Spiel, ehe die Altlandsbergerinnen mit schnellen Kontertoren noch zum 25:23 kamen und nach 2002 und 2005, 2013, 2015 und 2016 zum sechsten Mal den Landespokal gewannen.

Die Verantwortlichen des Handball-Landesverbandes um Staffelleiter Maik Beifuß aus Hennickendorf zeigten sich zufrieden mit der Publikums-Resonanz und dem Verlauf der Turniere, die Potsdamer MBS-Arena hatte sich als Austragungsort für das Final Four ein weiteres Mal bewährt. Über den künftigen Modus der ersten Pokalrunden indes soll nicht zuletzt nach einer Befragung der Vereine in ganz Brandenburg möglicherweise neu entschieden werden.

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