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„Cold Case“
Polizei lässt Mord-Spur erneut untersuchen

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Symbolbild © Foto: dpa/Andreas Arnold
Annette Herold / 16.01.2019, 06:15 Uhr - Aktualisiert 19.01.2019, 11:56
Erkner (MOZ) Im Mordfall Gisela Schwarz hofft die Polizei auf Erkenntnisse durch die neuerliche Auswertung von Spuren.

Einzelne Spuren seien an Labors in anderen Bundesländern geschickt worden, berichtete Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß auf MOZ-Nachfrage. Dort könne das Material – worum es sich handelt, könne sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen – mit anderen Methoden als bisher untersucht werden.

Die Rentnerin Gisela Schwarz  war am 4. Juni 2015 in ihrem Wohnhaus in Erkner, im Fichtenauer Weg 4, ermordet aufgefunden worden. Der Täter nahm das Portmonee des Opfers mit, in dem sich auch eine EC-Karte der Commerzbank befand. Die 72-Jährige kam durch mehrere Stiche zu Tode. Die Kriminalpolizei hatte mit Hochdruck in den Mordfall zu ermitteln begonnen, war dabei aber auf keine heiße Spur gestoßen.

Am 2. Juni 2015, gegen 21.30 Uhr, gab es das letzte Lebenszeichen von Gisela Schwarz, als sie mit ihrer Schwiegertochter telefonierte. Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass sie in der Nacht danach erstochen wurde. Mehr als 300 Speichelproben wurden nach der Tat genommen, um sie mit DNA-Spuren abzugleichen und viele Menschen befragt. Auch im Fernsehen wurde in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ über den Fall berichtet, jedoch ohne Ergebnis.

Die Ermittlungen seien dann längere Zeit nicht vordringlich behandelt worden, weil die Kriminalisten nicht weiter kamen, wie Polizeisprecherin Cotte-Weiß nun sagte. Dann habe ein Ermittler eine Idee gehabt und erneuten Untersuchungen seien veranlasst worden.

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