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Fußball-E-Junioren des FV Erkner gewinnen im Siebenmeterschießen den EWE-Hallen-Winter-Cup in Strausberg

Hallenfußball
Erst Tränen, dann Jubel

Nadine Auras, Kai Beißer / 30.01.2019, 18:14 Uhr
Strausberg (MOZ) Die Fußball-E-Junioren des FV Erkner haben in der neuen Sporthalle Hegermühler Straße in Strausberg den EWE-Winter-Cup gewonnen. Nicht zuletzt dank Torhüterin Caroline Althaus kassierten sie in sechs Spielen nur einen Gegentreffer. Als Bester Spieler wurde Armin Gerhardt vom FSV Preußen Bad Saarow geehrt.

Nach der kurzfristigen Absage der SG Schulzendorf spielten 15 Mannschaften aus Ostbrandenburg, von der Insel Rügen und aus Polen beim traditionellen Hallenfußballturnier um den Titel des „EWE-Wintercup-Champions“. Es ist ein kleines Jubiläum: Der Energiedienst-leister richtet in dieser Saison zum mittlerweile 15. Mal den Pokalwettbewerb zur Nachwuchs-Förderung in der Geschäftsregion Brandenburg/Rügen aus. In Strausberg waren wieder jede Menge begeisterte Eltern und Fans der jungen Kicker dabei, aber auch etliche einheimische Zuschauer fieberten bei den packenden Partien der Acht- bis Zehnjährigen mit.

Der FV Erkner siegte im Finale 3:2 nach Siebenmeter-schießen gegen UKS Akademia Zielona Góra. Bei der Siegerehrung sagte Überraschungsgast Palko Dárdai, 19-jähriger Jung-Profi von Hertha BSC: „Großartig. Den ersten Platz habt ihr euch verdient. Macht weiter so, dann sehen wir euch vielleicht im Profifußball wieder.“ Zusammen mit EWE-Vertreter Christian Blanck, Leiter des Privatkundenvertriebs, überreichte er den Randberlinern den großen güldenen Siegerpokal. Zudem gab es vom Turnierausrichter einen Gutschein für ein Aktiv-Wochenende, bei dem die Mannschaft von Tom Schitzki sicher jede Menge Spaß hat. Die Final-Verlierer aus Polen erhielten einen Satz Fußbälle.

Palko Dárdai, der seinen Vertrag beim Berliner Bundesligisten gerade bis 2121 verlängert hat, verfolgte das fast sechsstündige Turnier mit Interesse. Der älteste Sohn von Hertha-Trainer Pal gab nicht nur unzählige Auto-gramme und stand für noch mehr Fotos zur Verfügung, er nahm mit Dieter Burdenski, Ex-Torwart von Werder Bremen, auch die Ehrung des Besten Spielers und des Besten Torhüters, in diesem Falle Torhüterin vor: Armin Gerhardt (Preußen Bad Saarow) und Caroline Althaus vom FVE.

„Das war ein großes Highlight hier in Strausberg, das Drumherum richtig toll organisiert“, schwärmte der Erkneraner Trainer. „Wir hatten uns viel vorgenommen, aber dass wir es geschafft haben, hier zu gewinnen, ist natürlich schon eine große Überraschung. Für uns ein unvergesslicher Fußballtag“, sagte Tom Schitzki weiter

Der FV Erkner hatte sich in der Vorrundengruppe A ohne Punktverlust durchgesetzt, nur beim 3:1 gegen den SV Gorgast Manschnow ein Gegentor kassiert. Im Viertel- und Halbfinale genügte jeweils ein Treffer zum Sieg: Stanley Schulz gegen Blau-Weiß Baabe und Jonas Bonin gegen MLUKA Gubin waren die Schützen.

Das Endspiel blieb torlos, also ging es ins Siebenmeterschießen. Und da vergab mit Daren Enow gleich der erste Erkneraner. Die Enttäuschung war riesig, die Tränen flossen. Aber Caroline Althaus war es, die den dritten Versuch der Gäste von der Fußballakademie Zielona Gora parierte, ihre Mannschaft so im Spiel hielt. Nach dem 2:2 ging es im K.-o.-Modus weiter, wieder wehrte die Zehnjährige einen Ball ab – und so blieb es tatsächlich dem zuvor so untröstlichen Daren vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. Der Rest war grenzenloser Jubel, mittendrin der Trainer.

„Letztlich war der Turniersieg verdient, weil die Mannschaft sehr diszipliniert gespielt und sich Schritt für Schritt gesteigert hat“, lobte Schitzki. „Es waren drei sehr starke polnischen Mannschaften – die haben wir alle geschlagen“, sagte der 41-Jährige, der übrigens das Neunmeterschießen hatte üben lassen. Zur Sieger-Mannschaft, die der Trainer vor vier Jahren als F-2-Junioren übernommen hatte, gehörten außerdem Louis Grimm, Taylor Maulbrich und Gustav Hauert.

In der Gruppe B war Preußen Bad Saarow ebenfalls unge-schlagen geblieben – landetedabei mit jeweils 7:0 über den MSV Rüdersdorf und Zjednoczeni Lubrza die höchsten Turniersiege überhaupt – hatte sich in der Runde des besten Acht gegen Pogon Swiebodzin 2:1 durchgesetzt, war dann im Halbfinale mit 0:1 aber an den Jungs aus Zielona Gora gescheitert.

Auch der Goyatzer SV hatte als Zweiter der Gruppe D das Viertelfinale erreicht – das direkte Duell gegen den OSC Eberswalde endete 2:0 –, wo aber gegen die Gubiner Endstation war.

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