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Hoffnung auf Gymnasium
Langer Weg zur Schule

Symbolbild Schule
Symbolbild Schule © Foto: Caroline Seidel
Joachim Eggers / 21.05.2019, 07:00 Uhr
Schöneiche (MOZ, Annette Herold) Für Anke Winkmann steht fest: "Schöneiche braucht eine weiterführende Schule." Die CDU-Spitzenkandidatin für die neue Gemeindevertretung gehört zu den Vorkämpfern für das seit Jahren verfolgte Projekt. Auch Mathias Papendieck, bei der SPD auf Listenplatz eins, ist froh, dass der Kreistag Oder-Spree mit einem Grundsatzbeschluss den Weg für den Bau eines Gymnasiums in der Waldgartengemeinde frei gemacht hat. Ohnehin gibt es für das Vorhaben breite Unterstützung in der Kommunalpolitik. Das Bildungsangebot im wachsenden Schöneiche müsse mehr umfassen als Grundschulabschlüsse, lautet die Forderung, nicht zuletzt deshalb, um den Ort tagsüber zu beleben und den Mädchen und Jungen lange Schulwege zu ersparen.

Planung bis zum Frühjahr

Bis zum Frühjahr soll dem Kreistagsbeschluss zufolge im Beeskower Landratsamt die Planung erarbeitet werden – für ein dreizügiges Gymnasium in Schöneiche und die Erweiterung der Erkneraner Morus-Oberschule zur vierzügigen Gesamtschule. Auf dem kreiseigenen Grundstück könne die Stadt Erkner auf eine Kosten die dringend benötigte zweite Grundschule bauen.

Ganz praktisch folgt nun das, was Roland Pilz, Chef des Schulverwaltungsamts Oder-Spree, als Darstellung des Bedürfnisses bezeichnet. "Haben wir genug Kinder für eine weiterführende Schule?" laute die Kernfrage, die jetzt zu beantworten sei. Die im März vorgestellten Zahlen des Schulamtes begründeten den Bedarf für ein dreizügiges Gymnasium nicht. "Wir haben die Bürgermeister angeschrieben mit der Bitte um Hochrechnung der künftigen Schülerzahlen", berichtet der Amtsleiter weiter. Sobald Antworten vorlägen, würde sie in die Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung eingearbeitet, das Grundlagenpapier für die Bildungslandschaft in Oder-Spree. In die Überlegungen einbezogen würden auch Stellungnahmen der Nachbarkommunen außerhalb von Oder-Spree.

Die überarbeitete Schulentwicklungsplanung wird dann dem Potsdamer Bildungsministerium vorgelegt, das letztlich entscheidet, ob überhaupt eine neue Schule gebaut werden kann (siehe Frage des Tages). Beim für Bau und Ausstattung weiterführender Schulen zuständigen Schulverwaltungsamt gibt es Sympathien für den Vorstoß aus dem Kreistag. "Es ist durchaus sinnvoll, aus der Morus-Oberschule eine Gesamtschule zu machen", sagt Amtsleiter Pilz und verweist zur Begründung auf mehr Bildungsvielfalt darauf, dass Jungs oft mehr Zeit brauchen um zu lernen und an Gymnasien unterrepräsentiert seien. Eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe bietet mit den Jahrgangsstufen 7 bis 13 ein Jahr mehr bis zum Abitur als Gymnasien mit zwölf Klassen.

Eine Prognose über die Potsdamer Entscheidung möchte Roland Pilz nicht treffen. Persönlich könne er sich aber gut vorstellen, dass, wenn es weiter Bedenken bei den Schülerzahlen gibt, das Erkneraner Projekt als erstes verwirklicht wird und der Schöneicher Gymnasiumsbau zu einem späteren Zeitpunkt.

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