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Senioren-Initiative
Plätzchen zum Verschnaufen

Gespendet vom Seniorenbeirat: die neue Bank am Woltersdorfer Marktplatz. Ursula Port, Antje Berthold-Riedel und Ruth Meyen (von links) vom Beirat haben schon mal Platz genommen.
Gespendet vom Seniorenbeirat: die neue Bank am Woltersdorfer Marktplatz. Ursula Port, Antje Berthold-Riedel und Ruth Meyen (von links) vom Beirat haben schon mal Platz genommen. © Foto: Joachim Eggers
Joachim Eggers / 23.05.2019, 06:00 Uhr
Woltersdorf (MOZ) Schmuck sieht sie aus. Und gefehlt hat sie auch, die Sitzbank am Woltersdorfer Marktplatz. Erst seit wenigen Wochen gibt es an zentraler Stelle in der Gemeinde eine Bank, auf der sich Menschen niederlassen können. Sie steht etwas zurückgesetzt nahe der Mauer zur Breitscheidstraße. Finanziert hat sie der Woltersdorfer Seniorenbeirat, der die rund 500 Euro aus seinen eigenen Mitteln aufgebracht hat.

In Absprache mit der Verwaltung, sagt Sprecherin Antje Berthold-Riedel, hat sich der Beirat zum Ziel gesetzt, dass mehr solche Ruhe-Gelegenheiten im Ort entstehen – und ist mit gutem Beispiel vorangegangen. Eine kleine kleine Metallplakette dokumentiert, wer die Bank gespendet hat.

Allerdings ging es an einer der wichtigsten Stellen im Ort erst einmal darum, die vorhandenen Bänke auf Vordermann zu bringen: an der Strandpromenade und im Schleusengebiet. Das hat der Bauhof übernommen. Dort gibt es nach Auskunft von Bauamtsleiterin Kerstin Marsand insgesamt 30 Bänke. 15 Bänke hat der Bauhof über den Winter in die Werkstatt geholt, sagt Leiter Christian Gorny. Obwohl sie aus widerstandsfähigem Tropenholz sind, hat der Zahn der Zeit an ihnen genagt, und deshalb hat der Bauhof sie über den Winter ins Trockene geholt. "Dort hat sie ein Kollege von uns, der gelernter Bootsbauer ist, abgeschliffen, geleimt und umfassend aufgearbeitet", berichtet Gorny.

Unterm Strich sind so 12 intakte Bänke zusammengekommen, die jetzt wieder einladen, Platz zu nehmen, sehr zum Wohlgefallen des Seniorenbeirats. Der Bauhof hat die Gelegenheit genutzt, die Einfassungen aus Muschelkalk zu kärchern und auf diese Weise aufzuhellen. "Wir haben klar Schiff gemacht im Aushängeschild Woltersdorfs", fasst Gorny zufrieden zusammen. Wie viele Bänke Woltersdorf insgesamt hat, kann Kerstin Marsand nicht sagen. Sie bestätigt aber, dass im Hinblick auf die Bedürfnisse der Senioren Standorte betrachtet werden.

Auch in Erkner ist das Thema Sitzbänke beim Seniorenbeirat in der Diskussion. Die Vorsitzende, Hannelore Buhl, hat die Idee, im Herbst einen Rundgang zu veranstalten um festzustellen, wo weitere Sitzgelegenheiten wünschenswert wären. 45 Bänke unterhält die Stadt Erkner im öffentlichen Straßenraum, die auf Wanderwegen nicht mitgezählt, sagt Vize-Bürgermeister Clemens Wolter. Nach und nach sollen neue kommen. In seinen ersten 100 Tagen im Amt sorgte Bürgermeister Henryk Pilz dafür, dass eine Sitzbank vors Rathaus kam. Einen genauen Plan gebe es zwar nicht, aber auf dem Schirm ist zum Beispiel, sagt Wolter, eine Bank zwischen Bahnhof und Stadtzentrum, nahe der Tankstelle aufzustellen. "Dort fehlt so etwas."

Schöneiche hat 60 Sitzbänke und Sitzgruppen, teilt Bürgermeister Ralf Steinbrück mit. 2018 wurden Bänke im Goethepark und im Wohngebiet Hohenberge ergänzt. Dieses Jahr sollen drei neue Sitzgelegenheiten aufgestellt werden: im Schlosspark, in der Rüdersdorfer Straße und in der Dorfstraße, am ehemaligen Gutsfriedhof. Im Schöneicher Seniorenbeirat ist das Thema schon vor zwei Jahren behandelt worden – und hat auch zu Verbesserungen geführt, berichtet die Sprecherin Renate Schröder. Dass jetzt im Schlosspark eine kommen soll, wo die Bürgerstiftung einen Fitness-Parcours plant, begrüßt sie.

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