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Fußball
Der Neue an der Seitenlinie

Ronald Mersetzky
Ronald Mersetzky © Foto: Anke Beißer
Kai Beißer / 17.07.2019, 02:15 Uhr
Erkner (MOZ) Die vergangene Saison hat der FV Erkner nur auf einem letztlich enttäuschenden elften Platz beendet, nachdem die Randberliner in der Hinrunde sogar lange die Tabelle der Fußball-Landesliga Süd angeführt hatten. Nach drei Jahren erfolgte die Trennung vom Trainer-Duo Heiko Schickgram/Igor Moschewitsch, der neue Mann auf der Bank ist Ronald Mersetzky.

Herr Mersetzky, als welche Art Trainertyp würden Sie sich selbst bezeichnen?

Schwer zu sagen. Ich würde mich als ein Denker einstufen, der aber auch sehr emotional sein kann. Eine offene Kommunikation mit den Spielern ist mir sehr wichtig, und zwar in beide Richtungen. Natürlich orientiere ich mich an Trainern, mit denen ich zu tun hatte, lasse mich aber auch von jenen inspirieren, die man nur aus dem Fernsehen kennt. Letztlich muss man selbst herausfinden, wie man sein will und seinen eigenen Weg finden, der auf dem Niveau des Landesfußballs gangbar ist.

Welche Art des Fußballs favorisieren Sie?

Darüber entscheidet die Qualität der Mannschaft, und welche Charaktere diese bestimmen. Wenn ich viele Arbeiter, Fighter habe, muss ich logischerweise anders spielen lassen als auf möglichst viel Ballbesitz aus zu sein.

Wie kam der Wechsel zum FV Erkner zustande?

Den ersten Kontakt gab es etwa zu Ostern. Ich hatte meinen alten Verein, den MTV Wünsdorf, schon im November davon unterrichtet, dass nach der Saison Schluss ist. Als die Erkneraner an mich herangetreten sind, ging dann alles relativ schnell. Vom ersten Gespräch an hatte ich ein sehr gutes, rundum positives Gefühl.

Und jetzt, gut zwei Monate später?

Ich sehe mich jedenfalls in meiner Entscheidung bestätigt, wenn Sie das meinen. Der Verein hat sehr viele engagierte Leute, Arbeit und Verantwortung sind auf mehrere Schultern verteilt. Die Strukturen passen, und die Sportanlage am Dämeritzsee ist natürlich top.

Heißt, Sie freuen sich auf die Aufgabe?

Ja, klar, es ist doch spannend, eine neue Mannschaft zu übernehmen und etwas aufbauen zu können. Ich gehe da übrigens ganz unvoreingenommen ran, habe zwar in der vergangenen Saison ein paar Spiele gesehen, war aber bei keinem einzigen Training dabei. Es geht bei null los, alle haben die Chance, mich zu überzeugen, dass sie unbedingt in die Mannschaft wollen.

Wie werden die ersten Tage der Vorbereitung verlaufen?

Natürlich müssen zunächst die Grundlagen für die Saison gelegt werden. Wir werden konditionell anspruchsvoll, aber dosiert beginnen, immer auch technische und taktische Aspekte ins Training einbringen. Am Wochenende gibt es ein Kurz-Trainingslager mit gemeinsamen Mahlzeiten, wahrscheinlich drei Einheiten am Sonnabend und dem ersten Testspiel am Sonntag gegen die SG Schulzendorf.

Letzte Frage: Im Landespokal geht es gegen Regionalligist SV Babelsberg. Hätten Sie sich für Ihr erstes Pflichtspiel vielleicht doch einen etwas leichteren Gegner gewünscht?

Nein, im Gegenteil, Babelsberg oder Energie Cottbus, das waren meine Wunschgegner. So ein Spiel zu Hause – besser geht es doch nicht.

Zur Person

Ronald Mersetzky ist 35 Jahre alt, wohnt in Berlin-Kaulsdorf und arbeitet als Sportkoordinator an der Best-Sabel-Grundschule in Mahlsdorf, einer privat geführten Sport-orientierten Ganztagsschule, wo er zudem außerhalb des regulären Unterrichts als Fußballtrainer tätig ist.Der Inhaber einer B-Lizenz trainierte mit 16 seine erste, eine D-Junioren-Mannschaft. Bis zur Saison 2015/16 betreute er den Berliner Bezirks-ligisten Blau-Weiß Mahlsdorf/Waldesruh, pausierte danach knapp zwei Jahre. Zuletzt war MersetzkyTrainer des MTV Wünsdorf, schaffte mit 27 Punkten als Tabellen-15. den Klassenerhalt in der Landesklasse Ost. ⇥kb

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