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Jubiläum
Zum ersten Mal Disko

Mara Kaemmel / 11.08.2019, 20:07 Uhr
Schöneiche Es sind nur noch wenige Wochen bis zum 25-jährigen Jubiläum der Kulturgießerei am 7. September – die Vorbereitung läuft auf Hochtouren. "Wir organisieren ein ganz besonderes Ereignis",  erklärt Monika Drozdzynski vom Vorstand der Kunst- und Kulturinitiative Schöneiche, dem Träger der Kulturgießerei. Geplant ist ein Rundgang durch den Ort mit Tanzperformances unter dem Titel "inbeTTTween". Deutsche und russische Tänzer und Tänzerinnen von "SuB Kultur" und TAET VREMYA  werden an diesem Tag ab 14 Uhr  an sechs ausgewählten Plätzen zu erleben sein.

Das Konzept dafür entwickeln die Künstler an vier Tagen Anfang September. Sie lassen sich beim Tanzen von der Natur, der Charakteristik und der Geschichte des jeweiligen Platzes inspirieren. Anschließend wird es eine große Feier  mit vielen Überraschungen und einer Feueraktion in der Kulturgießerei geben – alle Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer sind gebeten, an diesem Tag anzupacken.

Dazu gehört auch Christina Bretschneider, die ehrenamtlich am Tresen im Café hilft, bei Konzerten, Ausstellungen, Lesungen und Kinovorführungen wie am vergangenen Freitagabend, als mit "Cowspiracy" ein Film über den Einfluss der Viehwirtschaft auf die Umwelt gezeigt wurde. Es freut sie, dass der Verein die  Kulturgießerei nun schon seit 25 Jahre betreibt, auch wenn es immer wieder finanziell schwierige Zeiten gab. "Jede Gemeinde braucht ein Kulturhaus", sagt sie.  "Ohne die Kulturgießerei wäre Schöneiche weniger bunt."  Weil ihr das Engagement für die Kultur Freude macht, hat sie auch ihre Enkelin Jennifer ins Team geholt. "Ich helfe gern mit", sagt die 13-jährige.

Harald Tramm zählt ebenfalls zu den langgedienten Mitarbeitern. Er sorgt seit rund zehn Jahren dafür, dass die Technik funktioniert. "Für mich ist die Kugi  mein zweites Zuhause", sagt er. Und für Samimullah Habibi aus Afghanistan, der vor drei Jahren nach Deutschland kam und inzwischen als Altenpfleger arbeitet, ist sie der Ort,  an dem für ihn die Integration begonnen hat. "Hier habe ich Deutsch gelernt und Freunde gefunden", sagt er.

25 Jahre Treffpunkt für Bürger und Vereine, Identifikationsort, Kulturhaus: Beate Simmerl, die Geschäftsführerin der Kulturgießerei, ist stolz auf das Geleistete: Mit  einem anspruchsvollen Programm und diversen Kreativkursen hat das Haus seit seiner Gründung mehr als 350 000 Besucher angezogen. Die Gemeinde sichert mit einem Zuschuss von 85 000 Euro die Finanzierung. "Den übrigen Etat erwirtschaften wir durch den Ticketverkauf, Saalmieten, Spenden und Projektförderungen", erklärt sie.

Wortgießer zeigen neues Stück

Immer wieder hat der Verein in das Haus investiert, das den Berliner Stadtgütern gehört. "Jetzt sammeln wir Spenden für einen neuen Boden im großen Saal." Er soll besser für Tanzveranstaltungen geeignet sein, die von vielen gewünscht werden.

Im Jubiläumsjahr steht deshalb zum ersten Mal mit "Rockbeats Classics" eine Disko mit Songs der 80er-  und 90er-Jahre auf dem Programm. Zu den kommenden Highlights zählen für Beate Simmerl auch die Filmvorführung von "War of Art", das neue Wortgießer-Stück  "Alte Schwäne rosten nicht" und natürlich die Silvesterparty.

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