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Denkmaltag
Technik-Interessierte besuchen Autobahnmeisterei

Joachim Eggers / 09.09.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 11.09.2019, 12:11
Erkner (MOZ) Diese Visite ist bei Familie Arndt aus Oranienburg fix: Wenn die Autobahnmeisterei Erkner am Tag des offenen Denkmals ihre autobahngeschichtliche Sammlung zeigt, dann sind Arndts da. Stefan Arndt hat einen guten, einen sehr guten Grund dafür: Er, seine Frau und die Kinder Marlene und Johannes ehren mit dem Besuch das Andenken des Vaters und Großvaters.

Reinhard Arndt, vor zwei Jahren gestorben, war einer der ganz aktiven Mitstreiter von Meisterei-Chef Andreas Müller, als es darum ging, die bundesweit einmalige Sammlung in dem Splitt-Turm auf dem Gelände aufzubauen. Und so hat sich der achtjährige Johannes, fasziniert von der Technik, ans Steuer eines Winterdienstfahrzeugs gesetzt. Ob er mal in die Fußstapfen seines Opas tritt? Sein Papa ist skeptisch: Auch er war als kleiner Junge von den Geräten begeistert, lernte auch Tischler. Heute ist der ehemalige Erkneraner indes als Systemadministrator tätig.

Am Tag des offenen Denkmals in Erkner hat der Heimatverein Kolonistenfest gefeiert. Die Autobahnmeisterei zeigte ihre Sammlung.
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Tag des offenen Denkmals in Erkner

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Schon vor Mittag waren um die 100 Gäste gekommen. Müller, der erst am Vorabend von der Deutschen Meisterschaft im Schneepflug-Fahren aus Hessen zurückgekommen war, führte sie durch den Turm und erklärte seinen Gästen, dass die drei Brandenburger Teams einen 11., einen 9. und einen 7. Platz belegt hatten.

Eine Überraschung, die Müller vorab für den Tag vage in Aussicht gestellt hatte, hat geklappt: Ein Team einer Potsdamer Abschleppfirma war mit einem neuartigen Fahrzeug zu Gast. Die Kombination aus Kran und Abschleppfahrzeug  kann Lastwagen bis zu 40 Tonnen an den Haken nehmen und zugleich abschleppen. "Die Maschine hat einen 360-Grad-Wendekreis", erläuterte Fahrer Mike Wildt den Zuschauern.

In den USA seien diese Geräte schon länger im Einsatz, in Deutschland erst seit vorigem Herbst. Die Maschine kostet 430 000 Euro, die sich durch Bergungsaufträge amortisieren müssen. Mit dem Gerät kann die Dauer von Sperrungen nach Unfällen deutlich gesenkt werden, weil das stundenlange Warten auf einen Kran entfällt. Udo Hoppe zeigte sich angetan von der ausgestellten Technik und dem historischen Angebot. "Ich bin sehr froh, dass so etwas aufrechterhalten wird", sagte der Erkneraner.

Sperrungen wegen Triathlon

Während die Zufahrt zur Autobahnmeisterei kein Problem war, boten sich für den Heimatverein und seine Mitstreiter beim Kolonistenfest allerhand Schwierigkeiten wegen der Sperrungen im Zusammenhang mit dem Triathlon. Trotzdem war es am Nachmittag voll auf dem Gelände am Sonnenluch. Viele waren per Rad gekommen.

Zu den Stammgästen der Veranstaltung gehörten Karl-Heinz Kringel aus Woltersdorf und sein Freund Christoph Lange aus Hartmannsdorf. Die beiden singen gemeinsam im Erkneraner Männerchor und haben sich, wie schon viele Jahre zuvor, für den Sonntag in Erkner verabredet – in diesem Jahr ohne ihre Frauen, weil die eine unpässlich, die andere abwesend war. "Wir vertreten sie würdig", sagte Kringel augenzwinkernd bei einem Glas Rotwein.

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