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Handball
Abwehr ohne Leidenschaft

Mit vollem Einsatz: Matthias Henow steuerte gegen den BFC Preussen zwei Tore für den Grünheider SV bei.
Mit vollem Einsatz: Matthias Henow steuerte gegen den BFC Preussen zwei Tore für den Grünheider SV bei. © Foto: Andreas Hoffmann
Kerstin Bechly / 10.09.2019, 02:15 Uhr - Aktualisiert 11.09.2019, 11:04
Grünheide (MOZ) Eine Woche zuvor hatten die Oberliga-Handballer des Grünheider SV dem Vorjahresmeister Stralsunder HV noch ein Unentschieden abgerungen – am 2. Spieltag gingen sie mit 24:32 (8:14) beim BFC Preussen deutlich baden. Unerwartet, denn in der Vorjahressaison konnten sie beide Partien siegreich gestalten (20:18, 27:24).

"Eine Erklärung ist schwierig, auch wenn sich zwei Faktoren herauskristallisieren. Dass wir nicht mit Klister spielen durften war dabei nur das kleinere Übel", zeigt sich Trainer Frank Morawetz nachdenklich. "Wir haben nicht als Mannschaft funktioniert und keine leidenschaftliche Abwehr auf die Platte gebracht. Das hat der Gegner gemerkt, und so sind wir schnell in Rückstand geraten."

Schnell 0:4 in Rückstand

Schon nach vier Minuten hatten die gastgebenden Hauptstädter ein 4:0 herausgeworfen, erst in der achten Minute konnte Tom Griebsch verkürzen. Nur zweimal sollte der Abstand bei zwei Toren liegen, als Christoph Genilke zum 6:8 traf (22.) und Konstantin Büttner zum 7:9 (23.). "Wir haben einfach den Roten Faden nicht gefunden. Der Frust über die Fehler war bei den Männern groß und dadurch gab es immer wieder neue Fehler", schildert Morawetz. Dabei war beim Halbzeitstand von 8:14 in der zweiten Spielhälfte noch einiges möglich.

Doch es sollte nicht sein. Die Grünheider kamen nicht mehr auf Schlagdistanz heran, auch wenn sich die Rückraumspieler Büttner und Genilke aufrieben, die zusammen mit Griebsch 19 Tore zum Ist der Gäste beitrugen. Die Hausherren zogen von dannen, standen nach 36 Minuten das erste Mal im 10-Tore-Plus (19:9). In der letzten Viertelstunde kämpfte sich der GSV mühevoll noch mal ein wenig heran.

"Dass wir gut spielen können, wissen wir. Aber es hat sich wieder gezeigt, dass es schwieriger ist, mit einem Erfolg umzugehen als mit einer Niederlage. Nachdem wir Stralsund einen Punkt abgenommen haben, sahen uns die Preussen als Favorit gesehen und haben uns anders ernst genommen", schätzt der Trainer ein. Die Niederlage werfe die Mannschaft aber nicht aus der Bahn, schon am Sonnabend gegen den Lausitzer HC Cottbus könne man es zu Hause wieder besser machen. Auf einige Stützen müssen die Grünheider aber weiterhin warten. Als Erstes rechnet Frank Morawetz mit der Rückkehr von Tom Friedrich (Meniskus) und und Marcus Schwiderski (Kreuzband) – in ein bis zwei Monaten. Beide üben immerhin schon Schlagwürfe.

Grünheider SV: Tim Reisener, Denny Alpers, – Christoph Genilke 6, Matthias Henow 2, Konstantin Büttner 5, David Walaszewski 1, Yannick Meye, Fabien Grünagel, Marcel Otto, Moritz Kraft 1/1, Marc Hiesener, Marc Schmitz, Clemens Wetzel 1, Tom Griebsch 8/4 Siebenmeter: BFC 5/4, GSV 5/5 – Zeitstrafen:BFC 6, GVS 3,

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