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Abenteuer
Von Schöneiche durch die Wüste bis nach Gambia

Bald auf großer Tour: Am 7. November starten Sabine und Matthias Gerth aus Schöneiche mit dem Geländewagen nach Afrika. Dort wird es zugunsten sozialer Zwecke versteigert.
Bald auf großer Tour: Am 7. November starten Sabine und Matthias Gerth aus Schöneiche mit dem Geländewagen nach Afrika. Dort wird es zugunsten sozialer Zwecke versteigert. © Foto: Annette Herold/MOZ
Annette Herold / 08.10.2019, 08:00 Uhr - Aktualisiert 08.10.2019, 16:59
Schöneiche (MOZ) In vier Wochen sind Sabine und Matthias Gerth längst auf der Piste. Genau genommen soll ihre Tour ins westafrikanische Gambia am 7. November starten. Das Schöneicher Paar wagt sich an ein Abenteuer, eins, von dem Matthias Gerth sagt, es sei in seinem Leben das bisher größte. Mit einem Geländewagen wollen die beiden sieben Länder durchqueren, um das eigens für diese Reise gekaufte Auto zuletzt zu spenden.

Aber der Reihe nach. Bei einem Ostseeurlaub haben Gerths in der Zeitung von zwei Usedomern gelesen, die eine solche Reise unternommen haben. Nicht auf eigene Faust, das wollen die Schöneicher auch nicht tun. Hinter dem Vorhaben steht der Dresdener Verein Breitengrad, der seit 2006  zweimal jährlich Rallyes von Dresden über Dakar in Gambias Hauptstadt Banjul organisiert. Was für die Teilnehmer persönliche Herausforderung und sicher auch Vergnügen ist, hat einen karitativen Hintergrund. Die Autos der Teilnehmer werden nach der Tour versteigert, der Erlös fließt in soziale Projekte des Vereins.

"Es sollte schon ein bisschen weh tun", sagt Sabine Gerth. Sie und ihr Mann wollen nicht nur Spaß-Urlauber sein. In Gambia werden sie auch Menschen treffen, denen die Projekte zugute kommen. Näher dran zu sein am Leben der Einheimischen als Urlauber es sonst oft sind, das ist so ein Wunsch der Schöneicher. Unterstützung haben sie für ihr Vorhaben auch in der Heimat gefunden: In der Altlandsberger Firma Devau-Werbung und dem Erkneraner Nissan-Autohaus Rauer, das die technische Vorbereitung des zwölf Jahre alten Diesel auf die große Reise übernimmt.

Zuerst nach Barcelona

Das Auto muss sich zuerst auf der Strecke bis nach Barcelona bewähren, dort legen die Reisenden einen Zwischenstopp ein. Am 13. November werden sie an der Fähre nach Marokko erwartet und dort auf die anderen Rallye-Teilnehmer treffen. Weiter geht es durch die Westsahara, Mauretanien und den Senegal nach Gambia. Drei Wochen sind für die Fahrt eingeplant.

Zu den größten Herausforderungen unterwegs dürfte die etwa 800 Kilometer lange Durchquerung der Wüste zählen. Gerths haben extra ein Auto mit Allrad-Antrieb gekauft. Fünf bis sieben Tage werden sie in der Sand-Landschaft unterwegs sein. Vollgetankt wird noch einmal in Marokko, drei Kanister Diesel nehmen die Schöneicher Rallyefahrer für die Passage außerdem mit. Und zur eigenen Stärkung vor allem Wasser. Sechs Liter pro Tag und Person sind empfohlen.

Fremd ist den Eheleuten Afrika nicht, beide waren dort schon im Urlaub, und ohnehin sind sie keine typischen Sonne-Strand-Reisenden. Wenn die Abenteuertour an die westafrikanische Küste bewältigt ist, wollen sie sich aber noch Strandurlaub gönnen.

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