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Sportgemeinschaft
Hangelsberger Fußballer bekommen neues Spielfeld

Anke Beißer / 10.10.2019, 06:45 Uhr
Hangelsberg (MOZ) Es hat eine ganze Weile gedauert, bis der Bau des Fußballfeldes in Hangelsberg beginnen konnte. Seit Mittwoch ist unübersehbar, dass das Projekt gut voran kommt.

Zu der Verzögerung kam es, weil sich der Bauherr, die Sportgemeinschaft Hangelsberg 47, um Fördermittel aus dem sogenannten Leader-Programm beworben hatte. Ohne die inzwischen bewilligte 75-prozentige Förderung wäre so ein Vorhaben für den Verein nie umsetzbar gewesen.

Nun aber geht es in großen Schritten voran. Am Dienstag und Mittwoch haben die Mitarbeiter der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau-Firma Schmitt aus Groß Köris den Kunstoffteppich für den Hybridrasen auf der vorher mit entsprechendem Unterbau vorbereitete Fläche ausgerollt. Hybridrasen bedeutet, dass eine Matte so mit Kunststofffäden bestückt ist, dass es genug Freiräume gibt, in die der Naturrasen einwachsen kann.

Muskelkraft gefragt

Für das Herrichten der Fläche bedurfte es der Muskelkraft von sieben Männern. Vor allem für die Hände stellt die Arbeit einen Kraftakt dar. Denn während Hares Muhammed mit der Handnähmaschine zwei Teppichbahnen miteinander verband, mussten seine Kollegen besagte Bahnen senkrecht hoch und zusammenhalten. Eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern wurde so mit dem Grundstock für den Hybridrasen bedeckt. Das waren zehn Streifen a 4 Meter Breite und 49 Meter Länge. In den kommenden Tage wird auf die Fläche eine 3 Zentimeter dicke Substratschicht aufgebracht, in die der Fußballrasen-Samen eingearbeitet wird. In der Folge wird der Hybridrasen wie ein Naturrasen gepflegt – gedüngt, gegossen, vertikutiert,  und gemäht. Allerdings ist er so aufgebaut, dass beim Schnitt nur die natürlichen Halme gekappt werden.

Die Fläche verfügt über ein Beregnungssystem. Es werden noch zwei Bänke aufgestellt, vier Flutlichtmasten installiert und rund um den Platz ein Ballfang errichtet – sechs Meter hoch in Richtung Landstraße und Vereinsgebäude, vier Meter zur Bahnhofstraße und zum Forstbetrieb hin. Geplant ist das Verlegen einer Kupferschleife, so dass ein Mähroboter angeschafft und zum Einsatz kommen kann.

Der Spezialrasen birgt übrigens mehrere Vorteile. Durch die Matte als Unterboden sowie das Gemisch von Kunstfasern und Grashalmen wird dem Platz eine längere Lebensdauer prognostiziert. Er ist strapazierfähiger und birgt weniger Verletzungsgefahr als ein reiner Kunstrasen. Es entstehen keine Löcher durch herausgetretene Grasnarben, der häufig arg in Mitleidenschaft gezogenen Torraum wird weniger aufgewühlt. Zwar sei er teurer in der Anschaffung, aber kostengünstiger in der Pflege, zieht der SG-Vorsitzende, Detlef Schrobback, den Vergleich zum Naturrasenplatz. Auf dem neuen Spielfeld soll künftig vor allem der Nachwuchs trainieren. Es ist jedoch so dimensioniert, dass es für den Spielbetrieb bis hin zu den D-Junioren geeignet ist.

Hilfe aus Gemeindekasse

Schrobback beziffert die Investition mit rund 370 000 Euro. Davon stehen 200 000 Euro als Fördermittel in Aussicht. Allerdings gab es zwischenzeitlich ein Problem. Da die Fördermittel erst am Ende ausgereicht werden, muss der Verein in Vorleistung gehen. "Dank einem Beschluss der Gemeindevertreter stellt uns Grünheide rund 170 000 Euro als Zwischenfinanzierung zur Verfügung."

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