Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Handball
Mitten drin im Abstiegskampf

Viel Kampf: Werders Tom Engelmann (Nummer 4) klammert den Grünheider Toni Fuchs.
Viel Kampf: Werders Tom Engelmann (Nummer 4) klammert den Grünheider Toni Fuchs. © Foto: Andreas Hoffmann
Kai Beißer / 02.12.2019, 02:45 Uhr
Grünheide (MOZ) Es war ein komplett missratener Abend für die Männer von der Löcknitz. Nicht ein einziges Mal lagen  die Grünheider in Führung, und trotz einer deutlich besseren Trefferquote in der zweiten Spielhälfte rannten sie letztlich vergeblich den Gästen hinterher, kassierten eine bittere Niederlage, die beide Mannschaften im unteren Tabellendrittel der Oberliga Ostsee-Spree dicht zusammenrücken lässt.

"Wir haben einfach nicht die richtige Einstellung gefunden, in der Abwehr nicht, und im Angriff über weite Strecken auch nicht", war GSV-Co-Trainer Dirk Köhler hörbar enttäuscht. "Es war eine so wichtige Partie – das haben wir die ganze Woche über thematisiert. Umso mehr schmerzt natürlich dann ein solches Ergebnis. Das ist Abstiegskampf, und wir stecken jetzt voll drin."

Wenig Ansehnliches

Es war kein schönes Handballspiel, es war kein gutes Oberliga-Spiel. Nach knapp acht Minuten führten die Gäste mit 4:1, erst weitere 275 Sekunden später gelang den Gastgebern der zweite Treffer. Unzählige Fehlabspiele und technische Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten prägten das Geschehen. Hinzu kam ein starker Martin Pfefferkorn, der Ex-Grünheider im Werderaner Kasten, der gehörigen Anteil daran hatte, dass die Torezahl der einheimischen Mannschaft beim 9:14 zur Halbzeit noch immer im einstelligen Bereich lag.

Nach dem Wechsel entwickelte sich derweil ein phasenweise fröhliches Scheibenschießen. Der GSV nahm durch Toni Büttner und Moritz Kraft die dominanten Gästeakteure  Moritz Bruck und Mika-Sebastian Leyer, deren Trikots übrigens schon in der ersten Halbzeit einem Belastungstest durch die Grünheider Abwehr nicht standgehalten hatten, über weite Strecken in Manndeckung. Dies zeitigte aber nur bedingt die erhoffte Wirkung, weil vor allem Rechtsaußen Gabor Vadaszi als Torschütze in die Bresche sprang. Insgesamt zehnmal war der Linkshänder erfolgreich. Zudem waren die Einheimischen zweimal in doppelter Unterzahl, weil die Berliner Unparteiischen fleißig Zeitstrafen verteilten.

Dennoch schien die Aufholjagd zu glücken, beim 27:28 durch Linksaußen Kraft war der GSV sieben Minuten vor dem Ende tatsächlich dran. Dann aber traf Tom Griebsch nur die Latte, wenig später rutschte der mit neun Treffern einmal mehr beste Torschütze der Gastgeber aus, die Grün-Weißen konterten, und so hieß es knapp vier Minuten vor Ultimo 28:32 – die Partie war entschieden, weil die Gäste es jetzt clever zu Ende spielten.

Comeback von Schwiderski

Die beiden letzten Treffer waren Marcus Schwiderski vorbehalten, der nach einem Kreuzbandriss und neunmonatiger Pause sein Comeback gab. Seit sechs Wochen ist der Rückraumspieler wieder im Mannschaftstraining. Von der Muskulatur her bin ich bei 90 Prozent, aber in Sachen Fitness fehlt noch einiges." Natürlich hatte sich Schwiderski seine Rückkehr anders vorgestellt. "Ich selbst bin zufrieden, habe mich wohlgefühlt. Aber die Niederlage tut natürlich weh. Wir haben sie uns indes selbst zuzuschreiben. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir einfach zu viele technische Fehler gemacht und zudem den Torhüter berühmt geworfen."

Sonnabend erneut zu Hause

In der Tabelle liegen die Grünheider nur noch einen Zähler vor den Havelstädtern. Am Sonnabend steigt derweil das nächste Heimspiel, dann gegen den Tabellenvierten Ludwigsfelder HC. Bis zum Jahresende folgen dann noch die Auswärtspartien beim VfV Spandau und beim MTV Altlandsberg – an eine besinnliche Vorweihnachtszeit ist an der Löcknitz also nicht zu denken.

Statistik

Grünheider SV: Tim Reisener, Hendryk Büttner – Christoph Genilke 1, Konstantin Büttner 4, Toni Fuchs, Marc Schmitz, Marcus Schwiderski 2, Marcel Otto 4, Moritz Kraft 6, Marc Hiesener 2, Clemens Wetzel 2, Tom Griebsch 9/davon drei SiebenmeterSchiedsrichter: Boris Lompa, Frank Schücke (Berlin) – Siebenmeter: GSV 4/3 verwandelt, Werder 4/4 – Zeitstrafen: GSV 7 und eine Disqualifikation, Werder 5

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG