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Grünheider Elternsprecherin wirbt um Zuschüsse für Präventions-Tage im Mai. Das Motto lautet "Eine Gemeinde macht sich stark".

Schulprojekt
Mit Teamgeist Mobbing und Rassismus Einhalt gebieten

Symbolbild: Mobbing passiert auch online.
Symbolbild: Mobbing passiert auch online. © Foto: Oliver Berg/dpa
Anke Beißer / 08.12.2019, 06:00 Uhr
Grünheide (MOZ) Mobbing – nein danke!" heißt ein Projekt, das die Gerhart-Hauptmann-Grundschule im Mai 2020, an den drei Tagen vor Himmelfahrt, beschäftigen soll. Schulelternsprecherin Sandra Proft rührt dafür kräftig die Werbetrommel, um eine möglichst große finanzielle Unterstützung sicher zu stellen. Immerhin müssen 40 000 Euro aufgebracht werden. Bei der Gemeinde jedenfalls ist sie mit dem Konzept auf offene Ohren gestoßen, haben die Gemeindevertreter 10 000 Euro als Zuschuss bewilligt. "Auch das Land, das Jugendamt, einige Firmen und natürlich der Schulförderverein wollen helfen", sagt die Mutter einer Viertklässlerin. So liegen die Kosten für die Eltern derzeit bei 15 Euro je Kind. "Je mehr wir noch zusammentragen, um so günstiger wird es für die Eltern", wirbt Sandra Proft um weitere Sponsoren.

Zweites Präventions-Projekt

Das Projekt ist bereits das zweite in Sachen Prävention. 2018 gab es die "Kleinen Helden" zum Schutz vor sexuellem Missbrauch. Die Kinder hatten dabei gelernt, "Nein" zu sagen, das Schreien und Hilfe holen geübt. "Das Projekt ist sehr gut angekommen und wir wollten mehr."

Diesmal also soll es um Mobbing und Rassismus gehen. "Konflikte gibt es immer, auch an unserer Schule. Wir wollen das aufhalten und deshalb aufklären und sensibilisieren." Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit 36 Erlebnispädagogen von "Domizil Leuchtturm" umgesetzt. Sie sollen paarweise mit den Klassen arbeiten, auf deren spezifischen Probleme eingehen.

"Ziel ist es, den Kindern eine gewaltfreie Kommunikation nahe zu bringen", sagt die Elternsprecherin. Dazu gehören Themen wie Ausgrenzung, Rücksichtslosigkeit, Ellenbogen-Mentalität. "Die Kinder sollen erfahren, dass es sich lohnt, nicht nur sich wert zu schätzen, sondern auch die Gemeinschaft." Es gehe um die Erfahrung, was es bedeutet, nicht dazu zu gehören und wann ein Beobachter angehalten ist, einzuschreiten. Deshalb laute der Untertitel "Eine Gemeinde macht sich stark". Schließlich seien die Kinder Teil der Gemeinde Grünheide, sei die Art und Weise ihres Umgangs miteinander irgendwann prägend für das Zusam-menleben, argumentiert Sandra Proft.

Geplant sind Gespräche in den Klassenverbänden, bei Bedarf auch individuell unter vier Augen, teambildende Aktionen und Vertrauensspiele. "Zum Abschluss gibt es ein Programm auf der Festwiese."

Kontakt: elternvertretung@grundschule-gruenheide.de

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