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Energie sparen
Azubis der WGE treiben die Umstellung auf LED-Lampen voran

Energisch für Energieeinsparung: Laura Bachmann und Antonio Schulze, Azubis bei der WGE, haben die Stromkosten der Beleuchtung in  Treppenhäusern durchgerechnet. In einem Aufgang "Am Walde" wurden die alten Glühlampen bereits ausgetauscht.
Energisch für Energieeinsparung: Laura Bachmann und Antonio Schulze, Azubis bei der WGE, haben die Stromkosten der Beleuchtung in Treppenhäusern durchgerechnet. In einem Aufgang "Am Walde" wurden die alten Glühlampen bereits ausgetauscht. © Foto: Kerstin Ewald
Kerstin Ewald / 14.01.2020, 19:02 Uhr
Erkner (MOZ) Umweltschutz und Kostenersparnis wollten die beiden Auszubildenden der Wohnungsgesellschaft Erkner (WGE) unter einen Hut bekommen. Dafür knöpften sie sich das Thema Umrüstung der Treppenhausbeleuchtung vor. Das Projekt ist Teil der Ausbildung zum "Energie-Scout", das die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostbrandenburg an­bietet.

Die 20-jährige Laura Bachmann und der 21-jährige Antonio Schulze sind im dritten Lehrjahr, im Sommer werden sie ausgebildete Immobilienkaufleute sein. Viel hatten sie in ihrer Lehrzeit bei der WGE mit kaufmännischen Themen zu tun: Verwaltung, Buchhaltung, Steuerung, EDV, Controlling. Ihr Projekt für die Energie-Scouts fiel etwas aus dem Rahmen.

Beste Arbeit in der Region

"Wir haben uns freiwillig für den Zusatzlehrgang der IHK gemeldet, das Thema Energie gehört nicht zum Kernbereich unserer Ausbildung", erzählt Laura Bachmann. "Die WGE hat uns volle Rückendeckung gegeben und uns Zeit für das Projekt eingeräumt", lobt ihr Azubi-Kollege Antonio Schulze.

Viel gerechnet haben sie für ihr Abschlussprojekt bei den Energie-Scouts – eine Modellrechnung zur Treppenhausbeleuchtung der für die WGE typischen P2-Blocks. Antonio Schulze erklärt die Zahlen, die er auf einem Blatt zusammengefasst hat. Diese besagen, dass bei einem durchschnittlichen Betrieb der alten Glühlampen in den recht düsteren Innentreppenhäusern der Mietshäuser jährliche rund 300 Euro Stromkosten pro Aufgang gespart werden könnten, wenn die alten Glühlampen durch moderne LEDs ersetzt werden. Kosten für die Umrüstung erstehen erhebliche, nämlich 617 Euro pro Wohnblock. "Die Umsetzung wird schrittweise erfolgen", kündigt Laura Bachmann an.

"Die Kosten werden nicht auf die Mieter umgelegt, sondern aus dem Posten der laufenden Instandhaltung bezahlt", verspricht Susanne Branding, Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft. Die Mieter sollen jedoch den Kostenvorteil bei ihrer Betriebskostenabrechnung spüren. Errechnet haben die Energie-Scouts bei durchschnittlichen zehn Mietparteien im Aufgang rund 30 Euro Ersparnis pro Wohnung im Jahr. "Wir haben uns als WGE verpflichtet, unsere CO2-Bilanz zu verbessern. Das Projekt ist ein weiterer kleiner Schritt", erklärt Chefin Branding. In einem Treppenhaus in der Straße Am Walde wurden die Glühbirnen bereits getauscht.

Jährlich finden in Ostbrandenburg zwei Zusatzausbildungen zum Energiescout für Azubis statt. Innerhalb von fünf Tagen können sich die Teilnehmenden qualifizieren. Sie lernen, Stromfresser aufzuspüren und bereiten sich auf eigene Energieeinsparprojekte in den Unternehmen vor. Im Dezember hatten 18 Azubis aus dem Landkreis Oder-Spree und aus Märkisch-Oderland ihre Projekte präsentiert. "In der Region war das Projekt der Erkneraner  das beste", lobt Jens Jankowsky von der IHK, der die Ausbildung vor drei Jahren in Frankfurt (Oder) aufgebaut hatte. Später werden die besten Arbeiten aus vier ostbrandenburger Landkreisen in den bundesweiten Wettbewerb gehen.

Die beiden Azubis aus Erkner sind auf jeden Fall motiviert, am Thema dranzubleiben. "Wir werden den nächsten Schwerpunkt eventuell auf die konkrete CO2-Ersparnis legen", sagt Laura Bachmann. Dann würden in die lange Rechnung weitere Posten wie Ressourcenverbrauch für die LEDs und Treibstoff für Transportwege  einfließen.

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