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Unwetter
Sturm Sabine pustet RE1-Fahrplan um

Ausfall zur Mittagszeit: Am Montag fiel noch ein Zug der Linie der RE1 in Richtung Berlin aus, weil der Fahrplan in der Nacht zuvor ordentlich ins Wanken geraten war.
Ausfall zur Mittagszeit: Am Montag fiel noch ein Zug der Linie der RE1 in Richtung Berlin aus, weil der Fahrplan in der Nacht zuvor ordentlich ins Wanken geraten war. © Foto: Annette Herold
Anke Beißer / 10.02.2020, 18:13 Uhr - Aktualisiert 10.02.2020, 19:13
Erkner (MOZ, Annette Herold) Viele Bäume, lange Fahrtwege, erneute Unwetterwarnungen für den Nachmittag – an mehreren Schulen der Fürstenwalder Aus- und Weiterbildungszentrum gGmbH (FAWZ) hat Sturmtief Sabine dafür gesorgt, dass am Montag kein Unterricht stattfand.

Betroffen waren die Gesamtschule Woltersdorf, der Montessori-Campus in Hangelsberg, die Oberschule Briesen sowie die Gesamtschulen in Petershagen und Königs Wusterhausen. "Das haben wir am Sonntagabend entschieden", sagt Geschäftsführerin Kirsten Schmitt. "Man kann es nie allen recht machen", weiß sie, aber die Sicherheit der Kinder gehe vor. Beschwerden von Eltern, dass sie nun ihre Kinder betreuen müssen, habe es nicht gegeben. "Die meisten waren erleichtert", hieß es am Montag aus dem Sekretariat der Hangelsberger Schule.

Jederzeit Lehrer vor Ort

Am Montagvormittag habe sie  mit allen Einrichtungen telefoniert, sagte Kirsten Schmitt. "Es waren Mitarbeiter vor Ort, so dass kein Kind vor verschlossener Tür gestanden hätte", ergänzt sie. Am Dienstag finde der Unterricht wieder normal statt. Zuletzt blieben die Schulen geschlossen, als Orkan Kyrill im Januar 2007 in der Region tobte.

So schlimm wie damals waren die Schäden in Berlin und Brandenburg diesmal nicht. Die Deutsche Bahn zumindest konnte ihren Betrieb im Landkreis Oder-Spree zum Nachmittag hin wieder fast normalisieren. "Hier und da gab es regionale Einschränkungen", sagte Bahnsprecher Burkhard Ahlert. Nachdem es in der Nacht bis in den Morgen hinein durchaus Probleme gegeben hatte, fiel noch am Mittag ein Zug der Linie RE1 in Richtung Berlin aus. In der Nacht sei durch die Wetterlage der Fahrplan durcheinander geraten, sagte Ahlert. "Wir mussten Züge und Personal umdisponieren. Das muss sich am Tag danach dann zurechtruckeln." Keine Probleme gab es dagegen bei der Schöneicher-Rüdersdorfer und der Woltersdorfer Straßenbahn.

Die Feuerwehren im Amt Spreenhagen wurden laut Amtsdirektor Joachim Schröder nicht gefordert. Er spricht von wenigen dünnen Ästen, die herunter gefallen sind und einem Dachziegel im Artur-Becker-Ring. "Bei uns kam Sabine nur als laues Lüftchen daher", sagt er. In der Grundschule hatte Direktorin Ulrike Rockstroh morgens damit zu tun, etwa zehn Eltern nach dem Verbleib ihrer Kinder zu befragen. Sie hatten diese, wie es das Bildungsministeriums gestattet hatte, zu Hause gelassen, sie aber nicht entschuldigt. Insgesamt, so hieß es aus dem Sekretariat, habe etwa ein Dutzend Kinder gefehlt.

Hinweis per E-Mail

Diese Zahl nennt auch Grünheides Schulleiterin Sabine Wilde-Balzer. Sie hatte am Sonntag die Vorsitzende der Elternkonferenz per Mail auf die Regelung hingewiesen und gebeten, die Elternsprecher zu informieren.

Am Erkneraner Carl-Bechstein-Gymnasium fehlten Montagmorgen 90 von rund 800 Schülern wegen der Sturmwarnung. Der stellvertretende Schulleiter Peter Müller äußerte Verständnis. Manche Gymnasiasten hätten einen langen Anfahrtsweg, und es sei gut, wenn sie sich nicht unnötig in Gefahr brächten.

Gefahren zu vermeiden ist ganz im Sinne von Frank Koblenz. Er müsse zwar bei jedem Wetter mit seinem Shih-Tzu Friedward bei jedem Wetter zum Gassi gehen vor die Tür, erzählt der Erkneraner. "Aber wir laufen  sichere Wege, wenn es stürmt." Dass sich Sabine hierzulande nicht allzu sehr auswirken würde, hatte er beim Blick auf die Wetterkarte schon vorausgesehen. "Aber lieber einmal mehr warnen als zu wenig."

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